Folge 19 - Angst frisst Zeit – Mut schafft Leben

Shownotes

🔗 Links & Mehrwert: Unser heutiger Gast Erik bei Instagram: <https://www.instagram.com/recoveryroom.erik> Unsere Website: <https://fittermacher.de> Der online Kalorienrechner zum Abnehmen und Muskelaufbau <https://fittermacher.de/kalorienrechner-fettabbau-muskelaufbau/> Instagram Alex: <https://instagram.com/alexbinelli> Instagram Stefan: <https://instagram.com/trostino> Hier ist Stefan samstags Trainer: David Lloyd Meridian Spa & Fitness Alstertal <https://www.meridianspa.de/de-de/clubs/hamburg-alstertal/>

➡️ Abonniere Die Fittermacher auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Google Podcasts & überall, wo es Podcasts gibt.

Transkript anzeigen

Stefan: Hallo liebe freunde der inneren stimmen die nachts um

Stefan: drei deutlich lauter sind als jeder wecker klingeln kann hallo

Stefan: zusammen wir haben eric wieder im haus und nachdem wir den ersten podcast mit

Stefan: eric hier gemacht haben wir können sagen wir können die statistik gucken es

Stefan: ist unser unsere erfolgreichste episode bisher gewesen dann haben wir gesagt

Stefan: okay alte liebe rostet nicht Wir holen uns Erik jetzt öfter mal ins Haus,

Stefan: weil er hat ganz, ganz viele Themen.

Stefan: Wir werden auch verschiedene Podcasts machen, die vielleicht nur 10 Minuten

Stefan: gehen, 15 oder 20 Minuten, sogenannte Shortcuts, also unsere Kurzstrecken-Tickets.

Stefan: Wie lange der heute läuft, wissen wir nicht, haben wir gar keine Ahnung.

Stefan: Wir wissen auch fast nichts über das Thema, wie gesagt völlig ungescriptet,

Stefan: aber Erik hat ein Thema, das liegt ihm auf dem Herzen und das kannst du uns jetzt mal ankündigen.

Alex;Erik: Ja, hallo, schön wieder bei euch zu sein. Und nachdem wir ja letztes Mal sehr,

Alex;Erik: sehr viel besprochen haben,

Alex;Erik: hat sich aber auch irgendwo ein Kern herausgebildet, woraus das Ganze entstanden ist.

Alex;Erik: Und ich würde gerne über Ängste sprechen und auch warum es sich lohnt,

Alex;Erik: durch diese Angst zu gehen und damit auch seine Angst zu besiegen. Spannend.

Speaker2: Absolut. Wir haben ja alle Ängste. Und ich glaube fast, dass wir…

Speaker2: täglich mit irgendwelchen Ängsten konfrontiert werden.

Speaker2: Das ist manchmal, glaube ich, auch ganz unbewusst. Also es sind nicht immer

Speaker2: so große Sachen, aber manchmal so kleine Dinge, wo wir einfach,

Speaker2: ja, wo es gar nicht so bewusst ist, dass wir Angst haben und trotzdem sagen

Speaker2: wir, ach nee, ich habe das heute zum Beispiel gehabt.

Stefan: Echt?

Speaker2: Ja.

Stefan: Im Gym?

Alex;Erik: Ja.

Stefan: Zu viel Gewicht auf der...

Speaker2: Also ich hatte heute auch so ein, nee, wobei, das war jetzt nicht eher,

Speaker2: das war jetzt nicht Angst, das stimmt nicht, das war eher so ein,

Speaker2: ach nee, möchte ich nicht, ist mir unangenehm.

Alex;Erik: So und so was. Aber erzähl mal, was war dir denn unangenehm?

Stefan: Ganz einfach. Dann möchte ich darauf einsteigen. Also da war auch Nötigung mit im Spiel meinerseits.

Stefan: Wir waren heute im Legatum Gym. Das ist ein Oldschool Bodybuilding Gym in Hamburg-Wandsbek.

Stefan: Und dort trainieren wirklich Athleten. Da trainieren Amateure auf Profiniveau. Da trainieren Profis.

Stefan: Da trainieren wirklich IFBB-Pros. Also dort findet man Bodybuilder,

Stefan: die nicht nur diesen Lifestyle pflegen, sondern das auch zum Beruf gemacht haben.

Stefan: Und wer war heute im Studio?

Stefan: Die erfolgreichste deutsche Bodybuilderin Lena Ramsteiner.

Stefan: Die Frau tritt nur noch auf, ja, wie sagt man, auf nationalen Wettbewerben an, um sich für den Mr.

Stefan: Olympia zu qualifizieren. Mr. Olympia ist ja die mit Abstand ehrenvollste und

Stefan: größte Bodybuilding-Veranstaltung in der Welt.

Stefan: Sie ist jedes Jahr dabei, ich glaube jetzt schon vier Jahre dabei,

Stefan: platziert sich jedes Jahr weiter vorne.

Stefan: Und meine persönliche Meinung ist, dass sie in zwei bis drei Jahren noch Miss

Stefan: Olympia gewinnt. Also dann ist sie Mrs. Olympia.

Stefan: Und ich wollte ein Foto machen, aber nicht mit mir drauf, sondern mit Alex und Lena.

Stefan: Und ich habe 30 Minuten an Alex rumgeschraubt, bis ich gesagt habe,

Stefan: komm, lass uns ein Bild machen. Nein, nein, ich traue mich nicht.

Speaker2: Ja, und das ist, ich mag sowas einfach nicht. Also A, hat sie trainiert,

Speaker2: dann hat man die Leute nicht zu stören.

Speaker2: Das ist schon mal Respekt, in meiner Wahrheit zumindest.

Speaker2: Und B, mag ich grundsätzlich mich nicht fotografieren lassen mit irgendwelchen

Speaker2: Menschen, die berühmt oder bekannt sind.

Speaker2: Das ist mir persönlich total unwichtig, weil es ist ein Foto.

Speaker2: Also ich kenne diesen Menschen ja nicht. Mir ist es immer wichtiger,

Speaker2: Menschen kennenzulernen. Das finde ich super. Aber ein Foto ist ein Foto.

Speaker2: Das bedeutet mir nichts. Das ist einfach so.

Speaker2: Ja, deswegen war es mir einfach unangenehm, dass du mich gepiesackt hast,

Speaker2: auf liebevolle Art und Weise und mich immer wieder gebeten hast.

Speaker2: Und ja, letztlich sind wir beide zu ihr hingegangen und die ist natürlich eine

Speaker2: super lässige, coole Frau. Wir haben ein paar schöne Bilder gemacht und einen

Speaker2: netten Talk gehabt, absolut, war total schön.

Speaker2: Und trotzdem ist das etwas, was ich nicht mag.

Speaker2: Also ich würde nie, natürlich, wir kennen ja alle irgendwelche Promis,

Speaker2: die irgendwo rumlaufen, ich würde niemals da hingehen und sagen,

Speaker2: oh Gott, können wir schnell ein Selfie machen?

Speaker2: Das mag ich einfach nicht, weil es mir auch nicht wichtig ist.

Speaker2: Mir ist es nicht mehr wichtig, mit diesen Leuten irgendwie, oder die kennenzulernen

Speaker2: oder in Kontakt zu kommen.

Speaker2: Also warum? Also entweder lerne

Speaker2: ich Leute kennen, weil es gerade passt in mein Leben oder eben nicht.

Speaker2: Und alles andere, der Status ist mir immer völlig egal, was die beruflich machen oder auch nicht.

Speaker2: Und ob die Millionen Follower haben oder mega geile Konzerte geben,

Speaker2: das interessiert mich alles nicht.

Stefan: Ist ja auch in Ordnung. Wie gesagt, nur in der Ordnung halber,

Stefan: wir haben gewartet, bis Lena komplett fertig trainiert hat, alles abgebaut hat

Stefan: und sind nicht in den Satz reingegangen, weil unter Bodybuildern,

Stefan: unter Athleten ist es halt so, na, wer trainiert, soll trainieren und da geht

Stefan: man nicht rein. Das war deine Angst heute.

Stefan: Letztendlich haben wir es geschafft.

Speaker2: Also vor den neuen Maschinen hatte ich keine Angst, die waren alle super.

Stefan: Gut. Erik?

Alex;Erik: Wir könnten direkt drei Themen dazu aufmachen.

Alex;Erik: Ja.

Alex;Erik: Ich kann das total nachvollziehen und auch verstehen, was du sagst.

Alex;Erik: Hört sich für mich aber so ein bisschen an, als ob es ja Stefan wichtig gewesen

Alex;Erik: ist, dass er vielleicht ein Foto von dir und ihr auch zusammen hat,

Alex;Erik: weil das ja, so hört sich das jetzt für mich an, ja auch etwas ist,

Alex;Erik: wo Stefan dann sehr stolz drauf ist.

Alex;Erik: Also ich habe ja schon noch öfter mit Stefan eins zu eins gesprochen und da

Alex;Erik: hat er auch viel von dir erzählt und wie stolz er auch auf dich ist und er findet

Alex;Erik: ja Menschen aus dieser Szene auch total anziehend und...

Alex;Erik: Für mich wäre es so, okay, wenn es mir selbst unangenehm ist,

Alex;Erik: dann gehe ich da vielleicht trotzdem durch und besiege.

Alex;Erik: Es ist ja doch auch eine Angst irgendwo, auch wenn es unterschwellig irgendwie

Alex;Erik: ist, weil ich es vielleicht dann aus Liebe zu diesem Menschen mache,

Alex;Erik: also in dem Fall zu Stefan mache,

Alex;Erik: weil das ja auch in einer Partnerschaft viel ausmacht für den anderen dann auch

Alex;Erik: mal da zu sein einzustehen,

Alex;Erik: und finde so etwas total schön das mit dem Stören das kann ich super gut nachvollziehen

Alex;Erik: das sehe ich auch so das hat was mit Respekt zu tun und ihr habt dann ja auch

Alex;Erik: gewartet und letztendlich habt ihr ja aber diese Fotos gemacht,

Alex;Erik: und da hast du dann ja versucht vorher einen Widerstand aufzubauen,

Alex;Erik: der dann am Ende aber doch überwunden wurde.

Alex;Erik: Und wie war denn das Gefühl danach?

Speaker2: Ja, natürlich, das war schön. Und trotzdem würde ich immer wieder so reagieren.

Speaker2: Oder werde ich ganz sicher.

Speaker2: Weil es mir nicht darum geht, in erster Linie Stefan zu befriedigen,

Speaker2: sondern es geht ja um mich. Und ich mag einfach nicht Leute ansprechen für ein

Speaker2: Foto, was mir nichts bedeutet.

Speaker2: Das ist einfach so. Also die Dinge, die ich tue, die dürfen mir wichtig sein und mir was bedeuten.

Speaker2: Und diese Fotos bedeuten mir einfach nichts. Weil ich, das ist ein Bild.

Alex;Erik: Verstehe ich. Aber ein Bild, wo Stefan sich das jetzt anschauen kann und sagen

Alex;Erik: kann, ey, geil, das war ein Tag und vielleicht sogar mit dieser Geschichte dahinter,

Alex;Erik: hat er jetzt diese Erinnerung daran oder ihr beide habt ihr diese Erinnerung

Alex;Erik: daran, dieses hey, okay,

Alex;Erik: war der jetzt ein bisschen unangenehm, dir bedeutet es nichts,

Alex;Erik: Stefan dagegen schon und ähm,

Alex;Erik: Es geht ja dann gar nicht darum, auch irgendjemandem zu gefallen,

Alex;Erik: sondern einfach meinem Partner vielleicht was Gutes zu tun, worüber er sich sehr, sehr freut.

Alex;Erik: Und das ist ja dann unterm Strich wieder etwas Schönes, wenn es nicht zu gezwungen ist.

Alex;Erik: Also wenn du jetzt wirklich sagst, hey, ich möchte das auf gar keinen Fall,

Alex;Erik: das widerstrebt irgendwie allem in mir, dann kann ich das auch verstehen und

Alex;Erik: sollte man respektieren.

Alex;Erik: Aber man bekommt euch beide ja auch mit und ihr seid ja schon ein tolles Paar auch.

Alex;Erik: Und ich finde es zum Beispiel ganz großartig, dass jetzt dieses Foto doch noch entstanden ist.

Stefan: Ja und das war auch jetzt nicht irgendwie eine Premiere für Alex,

Stefan: also diese Drücke von mir kennt sie.

Stefan: Denn vor zwei Jahren auf der FIBO, Dennis Wolf, einer der erfolgreichsten Bodybuilder

Stefan: überhaupt der Welt, Carsten Stahl, wir haben unheimlich viele Leute dort getroffen,

Stefan: Moritz Fiebig, den besten deutschen Crossfitter überhaupt.

Stefan: Und da haben wir viele Fotos gemacht und die waren alle toll.

Stefan: Und ich freue mich heute noch an diesen Bildern. Ich muss da gar nicht drauf

Stefan: sein. Also Alex bedeuten die Fotos nichts.

Stefan: Ich selber schiebe mich auch nicht ins Rampenlicht. Es gibt kein Foto von mir

Stefan: und irgendeinem Promi oder sonst irgendwas.

Stefan: Aber ich freue mich, wenn ich sie mit jemandem fotografieren kann.

Stefan: Ja, gut. Das war jetzt aber ein Ausflug.

Alex;Erik: Aber kurz würde ich diesen Ausflug noch beibehalten. Ich fand es nämlich auch

Alex;Erik: super spannend, was du gesagt hast.

Alex;Erik: Warte, jetzt muss ich ganz kurz drüber nachdenken, wie das genau war.

Alex;Erik: Genau, dass du sagst, du musst diese Menschen gar nicht kennenlernen und es

Alex;Erik: bringt irgendwie nichts und es müssen keine Promis sein und all solche Geschichten.

Alex;Erik: Aber ist es nicht schön, über Menschen etwas erfahren zu können,

Alex;Erik: die egal in welcher Hinsicht erfolgreich sind?

Alex;Erik: Weil ich kann doch auch eventuell viel davon lernen.

Alex;Erik: Also ich meine das gar nicht so auf diesen Groupie-Effekt, sondern wirklich,

Alex;Erik: hey, diese Person scheint ja irgendwas in ihrem Leben gemacht zu haben,

Alex;Erik: um an diesen Punkt zu kommen, wo sie ist.

Alex;Erik: Also irgendwo ja eine Erfolgsgeschichte zu haben. Und wie gesagt,

Alex;Erik: es geht ja nicht darum, irgendwie viel Geld zu haben oder irgendwelche Titel zu erlangen.

Alex;Erik: Es können ja auch ganz normale Menschen sein, die vielleicht viele Steine im

Alex;Erik: Weg hatten und diese überwunden haben.

Alex;Erik: Und ich habe mir gedacht, oder ich denke mir, okay, wenn ich eine Person habe,

Alex;Erik: wo ich das Gefühl habe, das könnte interessant sein, dann möchte ich die kennenlernen.

Alex;Erik: Und dann gehe ich hin und spreche diese Person an und sage einfach mal, was ich will.

Alex;Erik: Ganz banales Beispiel, hey, ich habe gesehen, du hast das und das irgendwie

Alex;Erik: erreicht, hast du eine Sekunde, kannst du mir irgendwie was mitgeben auf meinem

Alex;Erik: Weg irgendwie? Und selbst wenn es nur irgendwie, hast du einen Tipp für mich?

Alex;Erik: Es muss ja dann nicht immer dieses elendlange Gespräch sein,

Alex;Erik: sondern nur mit einem kleinen Hint, gib mir was mit.

Alex;Erik: Ich finde das ja irgendwie toll, was du machst.

Alex;Erik: Und zeig dir auch von einer gewissen Wertschätzung dieser Person gegenüber.

Stefan: Also was wir sagen können, dass Alex und ich Lena seit knapp drei Jahren kennen,

Stefan: denn als sie zum ersten Mal eine Doku hatte, die auch noch in der ARD-Mediathek

Stefan: nachzusehen ist, das war ein

Speaker2: Ich weiß auch gerade nicht, wie sie heißt, mit einer anderen Bodybuilderin zusammen.

Stefan: Auf jeden Fall geht es da um zwei Pumping Queens auf dem Weg nach Las Vegas

Stefan: zum Mr. Olympia, wie sie sich vorbereiten.

Stefan: Und das war dann quasi der erste Mr. Olympia. Das heißt, die Doku haben wir

Stefan: vor über drei Jahren gesehen.

Stefan: Wir verfolgen sie bei Instagram, wir sehen ihre Storys, wir sehen,

Stefan: welche nationalen Wettkämpfe sie weltweit gewinnt, in welchen Ländern sie überall trainiert.

Stefan: Das heißt, wir verfolgen Lena schon ziemlich genau. Und deswegen wollte ich

Stefan: das einfach mit diesem Bild auch abrunden.

Speaker2: Ja und grundsätzlich, also für mich ist das, nein, ich habe da eine ganz andere

Speaker2: Motivation Menschen kennenzulernen.

Speaker2: Für mich ist nie interessant, was jemand beruflich macht. Für mich ist nie interessant,

Speaker2: wie viel Geld er damit verdient.

Speaker2: Das interessiert mich alles nicht, sondern für mich darf ein Mensch mich einfach

Speaker2: berühren mit seiner Ausstrahlung, vielleicht mit dem wie er sich artikuliert,

Speaker2: mit dem was er gerade so tut.

Speaker2: Aber ich würde, da bin ich ganz anders, ich würde nie zu einem Menschen gehen,

Speaker2: der zum Beispiel beruflich sehr erfolgreich ist, völlig egal auf welchem Gebiet

Speaker2: und würde ihn ansprechen und würde sagen, was ich toll finde und ob er mir irgendwie

Speaker2: einen Tipp mitgeben kann oder das.

Speaker2: Das würde ich niemals tun. Also Menschen kommen in mein Leben,

Speaker2: weil ich in einer gewissen Energie bin, um mit ihnen in Kontakt zu treten. So sehe ich das.

Speaker2: Und entweder das passt oder es passt eben nicht.

Speaker2: So kommen Menschen einfach zusammen. und ich habe das glaube ich auch noch nie

Speaker2: in meinem Leben gehabt, dass ich jemanden so wahnsinnig interessant finde.

Speaker2: Und natürlich finde ich viele Menschen interessant, ganz klar,

Speaker2: oder den beruflichen Weg oder den spirituellen Weg, was auch immer.

Speaker2: Und trotzdem würde ich nie zu diesen Menschen gehen, wenn ich sie irgendwo sehen

Speaker2: würde und mit denen Gespräch anfangen.

Speaker2: Entweder ergibt sich das oder eben nicht.

Speaker2: Und das ist, ja, da ist jeder unterschiedlich, ne?

Alex;Erik: Absolut, und das ist ja auch genauso in Ordnung. Finde ich spannend, ja.

Speaker2: Ja, absolut. Nein, und für mich ist nie maßgeblich, was Menschen beruflich machen.

Speaker2: Das ist mir völlig egal.

Speaker2: Also Menschen können für mich wahnsinnig interessant sein, die nicht viel Geld verdienen,

Speaker2: die einfach persönlich sich ganz großartig weiterentwickelt haben

Speaker2: und Menschen, die ganz viel Geld verdienen oder immer im Rampenlicht stehen,

Speaker2: auf großen Bühnen stehen, die können sowas von uninteressant sein.

Speaker2: Ich glaube, das geht uns allen so.

Speaker2: Also ich glaube, wir bekommen immer das, was wir verdienen in unser Leben.

Alex;Erik: Ja, schön gesagt. Aber genau so ist es ja auch.

Alex;Erik: Also alles, was ich damit sagen wollte, ist es ja egal, was für einen Menschen

Alex;Erik: du siehst, egal ob jetzt ja erfolgreich im Sinne von Geld oder erfolgreich im

Alex;Erik: Sinne einfach von ich habe mich extrem weiterentwickelt.

Alex;Erik: Es geht ja um trotzdem die Persönlichkeit dabei und das, was diese Person damit

Alex;Erik: ausstrahlt und vielleicht ja auch auf mich anziehend wirkt und dann wirken auf

Alex;Erik: dich meinetwegen einfach andere Dinge anziehend als auf mich und du sagst, okay,

Alex;Erik: entweder es ergibt sich und es kommt und ich bin so ein bisschen der Meinung,

Alex;Erik: okay, wenn ich aber etwas interessant finde,

Alex;Erik: Dann versuche ich da einfach in einen Kontakt zu kommen. Ob das Ganze jetzt

Alex;Erik: am Ende auch fruchtet oder nicht, das ist ja nochmal eine ganz andere Sache,

Alex;Erik: das muss ja auch nicht immer so sein.

Alex;Erik: Aber wenn, dann ist es doch auch wieder eine tolle Sache, weil ich ja da irgendwo

Alex;Erik: das bekommen habe, was ich wollte,

Alex;Erik: nämlich den Kontakt zu diesem Menschen, weil ich ja etwas spüre oder etwas sehe,

Alex;Erik: etwas fühle, was mich ja dahin zieht.

Speaker2: Absolut, ja. Ja, dann ist es auch für dich genau das Richtige und auch der richtige Weg natürlich.

Speaker2: Schön, okay. Hast du Ängste in letzter Zeit gehabt?

Stefan: Nein, in letzter Zeit hatte ich keine Ängste. Ich habe mein Leben lang irgendwelche

Stefan: Grundängste, die sind immer irgendwo da, das ist richtig.

Stefan: Und das präsenteste Thema ist, dass viele Leute sagen, Stefan,

Stefan: du hast so wahnsinnig viel Wissen, du hast menschlichen Zugang,

Stefan: mach das doch mal richtig zu Geld, werd selbstständig, werd Gründer,

Stefan: Unternehmer und hau dein Wissen einfach, mach dein Wissen zum Kapital.

Stefan: Und da habe ich gesagt, nein, nie im Leben. Ich bin ein Leben lang Angestellter,

Stefan: ganz normal in der gesetzlichen Krankenkasse, immer das soziale Netz unterm

Stefan: Arsch gehabt oder auch immer noch und ich habe immer gesagt,

Stefan: ich bin ein guter Angestellter und ich habe die Angst gehabt vor Selbstständigkeit.

Stefan: Also ich würde auch heute nicht selbstständig werden, glaube ich nicht.

Stefan: Gut, jetzt bin ich wenige Jahre vor der Rente und ich kriege wahrscheinlich

Stefan: noch eine und werde nicht diesen Sprung noch machen, das nicht.

Stefan: Aber das waren immer so die Ängste vor einer großen Veränderung,

Stefan: um wirklich alleine auf zwei Beinen zu stehen, da hatte ich Angst vor mir selber.

Stefan: Ganz einfach. Und deswegen bin ich bis heute noch Angestellter. Genau das Gleiche.

Stefan: Ich war in einem Unternehmen viele Jahre Prokurist, bin wirklich gleich als

Stefan: Verkaufsleiter eingestellt worden, auch ohne Probezeit, alles wunderbar,

Stefan: weil mein Geschäftsführer hatte so ein Vertrauen, hat mich auch abgeworben,

Stefan: hat gesagt, Mensch Stefan, bitte arbeite für mich. Ich weiß,

Stefan: dass du das alles kannst.

Stefan: Die Qualifikation hatte ich auch, ich habe auch das Herzblut.

Stefan: Und immer wieder konnte ich auch meinem Chef ganz klar sagen,

Stefan: ich bin bester zweiter Mann.

Stefan: Ich halte ihm den Rücken frei, ich sorge für Ordnung im Haus und er kann sich

Stefan: immer darauf verlassen, wenn er in die internationalen Meetings geht,

Stefan: Board of Directors, und hat dort seine großen Reportings, habe ich ihn aufmunitioniert.

Stefan: Also ich habe alles immer für meine Bosse gemacht.

Stefan: Na, die konnten sich wirklich darauf verlassen und habe mich auch selber,

Stefan: habe mir diesen Titel gegeben, bester zweiter Mann.

Stefan: Ich war nie mit dem Anspruch unterwegs, irgendwann säge ich an seinem Stuhl

Stefan: und werde auch Geschäftsführer. Das war gar nicht mein Ding.

Stefan: Also von daher, ich weiß, was ich kann und ich bleibe bescheiden.

Speaker2: Auch gut.

Stefan: Aber die Ängste der großen Veränderung, selbstständig zu sein,

Stefan: das war so eine Grundein.

Stefan: Ist das nur eine Angst? Mittlerweile ist das eine Gewohnheit.

Stefan: Ich werde nicht selbstständig.

Speaker2: Gibt es bei dir was, Erik, wo du sagst, ganz frisch habe ich da jetzt so ein

Speaker2: Angstthema gerade oder habe es gerade überwunden?

Alex;Erik: Absolut. Also ganz frisch ist natürlich für mich der Umzug gewesen nach Hamburg ins Unbekannte.

Alex;Erik: Ich wurde dafür aber auch bisher reichlich belohnt.

Alex;Erik: Deswegen glaube ich, also das Thema Selbstständigkeit ist glaube ich nochmal

Alex;Erik: ein anderes Thema, was die Angst angeht, weil auch einfach sehr,

Alex;Erik: sehr viel schief gehen kann, weil wir da ja auch immer einen wirtschaftlichen Aspekt drin haben.

Alex;Erik: Deswegen würde ich das gerne noch ein bisschen beiseite stellen.

Alex;Erik: Aber alles, was ja mit einer menschlichen Veränderung auch einhergeht.

Alex;Erik: Kann ja nur eine Bereicherung für uns sein. Und,

Alex;Erik: ja, ich bin der Meinung, es hat alles wunderbar geklappt. Ich meine,

Alex;Erik: ich sitze jetzt hier mit euch und mache schon den zweiten Podcast.

Alex;Erik: Ihr habt gesagt, gut, der Erste ist jetzt, ist ja wirklich Platz 1 geworden?

Alex;Erik: Schau, also wie viele Menschen sich das angehört haben.

Alex;Erik: Ich habe unglaublich viel Feedback bekommen von Menschen, wo ich dachte,

Alex;Erik: das hören die sich im Leben nicht an.

Alex;Erik: Und auf einmal bekomme ich Nachrichten, hey, ich habe die zwei Stunden gehört, Das ist ja Wahnsinn.

Alex;Erik: Also das war so toll, das war so angenehm zuzuhören. Mach mehr.

Stefan: Und du wusstest nicht, was dich hier erwartet, was auch mit einer leichten Grundangst belegt war.

Alex;Erik: Ja, absolut. Also ich war ja nicht nur aufgeregt, ich war nicht nur nervös,

Alex;Erik: sondern es hat auch eine Angst mit geschwungen und das ist ein Part,

Alex;Erik: mit dem ich belohnt wurde.

Alex;Erik: Dann beziehungstechnisch, seitdem ich in Hamburg wohne, geht das alles auch

Alex;Erik: nochmal viel mehr bergauf.

Alex;Erik: Ich habe beruflich für mich jetzt schon wieder mehr erreicht,

Alex;Erik: als in Flensburg überhaupt in den letzten Jahren.

Alex;Erik: Und wir stehen am Anfang.

Alex;Erik: Und selbst wenn das alles in die Hose gegangen wäre.

Alex;Erik: Dann hätte ich ja diese Erfahrung dazugewonnen und hätte auch diese Ängste überwunden.

Alex;Erik: Ich weiß noch, der Hauptbahnhof, Hamburger Hauptbahnhof, hat mir Angst gemacht.

Alex;Erik: Ja, ich komme aus Flensburg, da stehen zehn Leute am Bahnhof.

Alex;Erik: So, wir haben da vier Gleise, das war's.

Alex;Erik: Und hier steige ich aus an einem Freitagmittag und bin von Menschenmassen umgeben,

Alex;Erik: die sich fast gegenseitig auf die Gleise stoßen, so eng ist das.

Alex;Erik: Und am Anfang war das wirklich, ich bin schweißgebadet nach Hause gekommen und

Alex;Erik: jetzt fließt du durch diese Menge durch.

Alex;Erik: Also auch da, man wächst ja einfach an all diesen Dingen.

Alex;Erik: Letztens war ich in München und wir wollten unsere Koffer einfach nochmal in

Alex;Erik: so ein Schließfach packen.

Alex;Erik: Die nehmen aber keine Karte, nur Kleingeld. Wer hat denn heute noch eigentlich Bargeld dabei?

Alex;Erik: Und dann haben wir überlegt, okay, was machen wir? Wie kommen wir jetzt an Geld?

Alex;Erik: Und dann habe ich gesagt, hey, guck mal, da vorne ist ein Barteraum.

Alex;Erik: Da sind 15 Menschen drin, mindestens. Ich sage, wir gehen da jetzt rein und fragen.

Alex;Erik: So, dann sagt meine Frau, wie? Nein, lass das doch irgendwie.

Alex;Erik: Ich sag, nein, wir machen, lass mich, ich mach das jetzt.

Alex;Erik: Hab die Tür aufgemacht und gesagt, so, sorry, wir brauchen Kleingeld,

Alex;Erik: ich kann's direkt paypollen oder wie auch immer, hat jemand Geld?

Alex;Erik: Es sind drei Menschen, haben ihr Portemonnaie rausgeholt, haben uns Geld gegeben

Alex;Erik: und gesagt, passt, brauchen wir nicht. So, wir sind noch mit Plus da rausgegangen.

Alex;Erik: Und das ist einfach auch etwas, wo man, wenn man diese sozialen Ängste dann

Alex;Erik: auch überwindet, Wann wird man nicht belohnt?

Speaker2: Das wäre wahrscheinlich auch eine Angst gewesen bei mir. Ich hätte das nicht

Speaker2: gemacht. Also dann wäre ich irgendwie wahrscheinlich zu Krios gegangen.

Stefan: Du wärst dann um den Bahnhof rum und letztend die Dosen und Flaschen gesammelt.

Stefan: Und dann rein zum Edeka und die dann abgegeben.

Speaker2: Ich glaube auch, ja.

Stefan: Mir ist noch eine Angst eingefallen, wenn ich das kurz sagen darf.

Stefan: Und zwar, die ist wirklich...

Stefan: Sehr präsent, immer noch in meinem Leben. Nicht, dass die wiederkommen kann

Stefan: oder sowas, aber das war ein einschneidendes Erlebnis, ein wirklich einschneidendes Erlebnis.

Stefan: Und ich glaube, das war Anfang der 90er Jahre.

Stefan: Ich habe relativ, nein, andersrum.

Stefan: Wenn du Jugendlicher bist, pubertierend mit deiner ersten Freundin,

Stefan: und gehst immer mal am Wochenende ein bisschen feiern, alle gehen tanzen,

Stefan: dann gibt es einen, der sich nicht

Stefan: bewegt, der steht nämlich völlig stocksteif in der Ecke. Das bin ich.

Stefan: Den kriegst du nicht auf die Tanzfläche, weil der sich gar nicht bewegen kann.

Stefan: Stefan ist ein Bewegungslegastheniker.

Stefan: Das heißt, alle waren tanzen, ich nicht. Habe mich an meinem Bier festgehalten,

Stefan: in der Ecke gestanden und vielleicht noch eine Zigarette geraucht im Haus der

Stefan: Jugend, Lattenkamp oder Haus

Stefan: der Jugend hier, Fruchtallee Dormannsweg oder Hamburghaus. Wie auch immer.

Stefan: Irgendwann ging es dann natürlich los mit der ersten Freundin nochmal die Fernreisen

Stefan: nach Yorker. Oh Gott, El Arenal.

Stefan: Dann in die Großraumdiskotheken, Rio Palace und wie sie alle heißen,

Stefan: also von diesen Hotels, die hauseigenen Diskotheken und andere Diskotheken.

Stefan: Alle tanzen, ich stehe wieder an der Ecke, aber diesmal an der anderen Ecke,

Stefan: nämlich am DJ-Pult und guck den Jungs auf die Finger. Was machen die denn da bitte?

Stefan: Und ich kann ja sagen, das ist in den 80er Jahren gewesen, das war so die Zeit 85, 86, 87, 88

Stefan: und hab den DJs auf die Finger geguckt und hab gesagt, das ist ja klasse,

Stefan: da sitzen ein, zwei Leute, unterhalten den ganzen Laden und sorgen dafür,

Stefan: dass gute Stimme ist und die Leute können tanzen.

Stefan: Also hab ich mich fürs Plattenauflegen interessiert.

Stefan: Hab mir zwei Plattenspieler gekauft, ein Spult gekauft, zu Hause alles,

Stefan: bei mir im Kinderzimmer bei meiner Mutter, alles eingerichtet und hab gelernt,

Stefan: wie man mit zwei Plattenspielern umgeht. Unheimlich schnell habe ich es dann geschafft,

Stefan: In einigen Diskotheken Fuß zu fassen und habe Platten aufgelegt.

Stefan: Dann ging es ratzfatz in den Radiosender.

Stefan: Zu OK Radio 95.0, dort habe ich dann fertige Mixe verkauft.

Stefan: Also Whitney Houston, Megamix, sieben Minuten, zusammengeschnitten,

Stefan: alles damals noch analog, nicht digital, wirklich mit Bandmaschinen geschnitten

Stefan: und Tapecutting gemacht, alles wunderbar, auf Sendung gegangen.

Stefan: Dann bei Radio Hamburg, Megamix gemacht, Minimix gemacht, damals noch mit meinem

Stefan: Freund Roger Hunt und, und, und.

Stefan: Und da habe ich, dann hat jemand gesagt, Stefan, du hast eine ganz tolle Stimme.

Stefan: Willst du nicht bei Radio Hamburg auch auf Sendung gehen?

Stefan: Und wenn man damals noch Radio Hamburg kannte, am Speersort Nummer 10,

Stefan: das war ein Glaskasten. Also von draußen konnte man reingucken.

Stefan: Schalldichte Studio, Panzerglas, aber man konnte reingucken in dieses Studio.

Stefan: Und ich habe schon einige Jahre Platten aufgelegt und das war richtig gut,

Stefan: weil ich lege Platten auf, die

Stefan: Leute bewegen sich, ich kriege das direkte Feedback. Was passiert jetzt?

Stefan: Ich habe mein Moderationstraining auch damals gehabt bei Radio Hamelich,

Stefan: bei Dr. Thomas Walde, alles war wunderbar.

Stefan: Und dann gehe ich zum ersten Mal probeweise auf Sendung. Die rote Lampe im Studio

Stefan: geht an, Stefan geht aus.

Stefan: Ich habe nicht eine Silbe rausgebracht. Warum?

Stefan: Weil ich kein Feedback kriege, wenn ich im Radio bin.

Stefan: Ich weiß nicht, ob das, was ich gerade spreche, gut ankommt beim Publikum.

Stefan: Also eine Versagensangst, um das mal so zu kategorisieren.

Stefan: Und da habe ich gemerkt, so gern ich Radio habe und vielleicht wäre ich irgendwann

Stefan: auch beim Sender gelandet,

Stefan: vielleicht von da aus dann rüber zum Fernsehen oder, oder, oder,

Stefan: wie das viele Radio Hamburg, die Azubis damals, Stefan Becker,

Stefan: Marzel Heller, das waren Azubis von Radio Hamburg, das waren die ersten DJs dort, Radiosprecher.

Stefan: Und das hätte mir ja auch passieren können.

Stefan: Aber die Versagensangst,

Stefan: Nicht zu performen war so hoch, dass diese Karriere dann für mich nicht offen stand.

Stefan: Platten habe ich weiter aufgelegt, habe in einigen Diskotheken Platten aufgelegt, war alles wunderbar.

Stefan: Also was will ich damit sagen? Bei mir wird die Angst genommen,

Stefan: wenn ich sofort positives Feedback bekomme.

Stefan: Und das war ein einschmerndes Erlebnis, deswegen kann ich das als meinen größten Angstzustand sagen.

Stefan: Im Studio, rote Lampe geht an, Stefan geht aus.

Alex;Erik: Finde ich verständlich. Was mir dabei direkt in den Sinn kommt, ist ja klar,

Alex;Erik: weil du kannst ja deine Erfahrung, also du nimmst es auf oder du sprichst jetzt

Alex;Erik: ins Radio und dir fehlt ja,

Alex;Erik: also das Feedback ist ja nichts anderes als die gute Erfahrung,

Alex;Erik: die du damit machst, das positive Gefühl, was du damit verknüpfst und das fehlt ja in dem Moment.

Alex;Erik: Aber manchmal kommen ja auch diese positiven Erfahrungen erst im Nachgang.

Stefan: Ja klar.

Alex;Erik: Also das kann ja nicht sein, dass man immer dieses direkte Feedback bekommt.

Alex;Erik: Und deswegen ist es ja auch so schwer, dann seine Ängste zu überwinden.

Alex;Erik: Finde ich aber total spannend, wo wir ja schon bei den verschiedenen Arten von Ängsten auch sind.

Alex;Erik: Wie du schon sagst, jetzt irgendwie die Versagensangst.

Alex;Erik: Dann, was hatten wir gerade noch? Genau, die Angst mit der Selbstständigkeit einfach,

Alex;Erik: also da auch ja irgendwo ein gewisser Leistungsdruck und ist ja auch wieder

Alex;Erik: eine Art der Versagensangst dann. Scheint der Thema bei dir zu sein.

Stefan: Ich hätte noch ein Beispiel, aber es ist erstmal deine Show,

Stefan: also ich komme später nochmal rein,

Stefan: aber ich habe noch ein ganz bekanntes Beispiel, wie das gelöst wurde.

Alex;Erik: Ich würde aber ganz gerne auch nochmal zu Alex gehen, ich glaube du hast noch

Alex;Erik: gar nichts gesagt, welche Angst du so mit dir rumträgst.

Speaker2: Oh, ganz viele verschiedene. Ich habe natürlich auch so ein bisschen nachgedacht.

Speaker2: Also ich habe auf jeden Fall vor ein paar Jahren Existenzängste gehabt und ich

Speaker2: habe auch vor ein paar Jahren eine ganz große Angst gehabt, Reiki zu bekommen bzw.

Speaker2: Reiki zu lernen, weil ich wusste, wenn ich das tue, wird sich ganz viel in meinem

Speaker2: Leben ändern. dann Menschen werden kommen und Menschen werden gehen.

Speaker2: Und vor diesem Prozess hatte ich ganz große Angst.

Speaker2: Deswegen habe ich dieses super interessante Thema für mich ganz lange Jahre

Speaker2: vor mir hergeschoben und habe mich einfach nicht getraut.

Speaker2: Und habe es dann irgendwann gemacht und es ist genauso passiert,

Speaker2: wie ich es vorher schon wusste. Menschen werden kommen und Menschen werden gehen

Speaker2: und genau so ist es gelaufen.

Speaker2: Und natürlich am Ende des Tages ist das alles gut gewesen für mich.

Speaker2: Ich wusste auch damals schon, dass es gut sein wird für mich und hatte trotzdem Angst davor.

Speaker2: Und das war wirklich eine ganz, ganz große, lange Angst. Was habe ich denn noch für Ängste?

Speaker2: Also ich habe auch eine ganze Weile Angst gehabt, meinen Führerschein zu machen.

Speaker2: Also ich brauchte ihn nie beruflich.

Speaker2: In Hamburg brauchte ich jetzt nicht wirklich einen Führerschein.

Speaker2: Ich hatte ihn für meine Freizeit, habe ich ihn immer mir gewünscht.

Speaker2: Man ist natürlich super flexibel, kommt mal schnell überall hin und habe dann

Speaker2: auch gedacht, naja, mit 30 machst du den, mit 40 machst du den.

Speaker2: Und dann wurde ich auch schon über 14.

Speaker2: Da habe ich gedacht, oh Mensch, schaffst du das überhaupt noch?

Speaker2: Also das mit dem Lernen wird ja auch nicht einfacher, wenn man älter wird.

Speaker2: Und dann hatte ich so ein ganz einschneidendes Erlebnis mit einer Kollegin.

Speaker2: Wir sind Auto gefahren und dann sagt sie, weißt du, ich habe ihn relativ früh

Speaker2: gemacht, sagt sie, und bin lange zwischendurch nicht gefahren.

Speaker2: Und es ist einfach so schön.

Speaker2: Es gibt dir einfach maximale Freiheit.

Speaker2: Und dann habe ich gedacht,

Alex;Erik: Geil.

Speaker2: Und das ist das, was ich möchte in meinem Leben.

Stefan: Wie alt bist du jetzt?

Speaker2: 51 jetzt.

Stefan: Wann hast du den Schein gemacht?

Speaker2: Ich habe mich angemeldet, da war ich 48, ja. Mit 48 Jahren habe ich angefangen.

Stefan: Das heißt, jetzt hattest du gerade dein zweijähriges Fahrjubiläum und hast die

Stefan: Probezeit überstanden.

Alex;Erik: Ja.

Speaker2: Ja, und ich liebe Autofahren, also es ist toll.

Stefan: Die Werkstätten lieben das auch, was du machst.

Speaker2: Naja, ich hatte noch nie einen Unfall.

Stefan: Nur Schürfwunden.

Speaker2: Genau, ja, also die Säule ist halt fester als mein Auto.

Stefan: Kontaktfreudiges Parken.

Speaker2: Ja, und das sind so Sachen, ja, natürlich. Und ich hatte auch vor ganz vielen

Speaker2: Jahren, das ist jetzt auch schon, ja, sicherlich 23 Jahre her,

Speaker2: hatte ich schon Hemmungen.

Speaker2: Vor ganz, ganz vielen Menschen zu sprechen. Also so im kleinen Kreis war das immer kein Problem.

Speaker2: Und wenn mich auf einmal 10 oder 20 Leute angucken, boah, da habe ich schon

Speaker2: gemerkt, wie ich rot werde und mir heiß wird und ich ganz aufgeregt bin.

Speaker2: Und ja, das musste ich allerdings beruflich irgendwann tun.

Speaker2: Das hatte einfach mit der Position, mit meinem Job zu tun.

Speaker2: Also da kam ich gar nicht umhin. Und da habe ich gedacht, okay,

Speaker2: dann muss ich das jetzt eben einfach immer wiederholen, immer üben, üben, üben.

Speaker2: Und ja, das habe ich gemacht und es wurde immer besser, immer besser und habe

Speaker2: natürlich auch entsprechende Trainings gehabt.

Speaker2: Also ich habe gewisse Coachings, habe ich ja auch mal im Leben schon gemacht,

Speaker2: wo du vor vielen Menschen sprichst.

Speaker2: Da geht es jetzt nicht um das Sprechen an sich, sondern um alle möglichen Arten

Speaker2: der Präsentation. Und da habe ich gemerkt, gut, die Leute hören mir zu.

Speaker2: Es ist interessant, was ich sage, wie ich sage, wie ich es präsentiere.

Speaker2: Und das tolle Feedback, das positive Feedback, was ich bekommen habe,

Speaker2: das hat mich natürlich auch gestärkt, genauso weiterzumachen.

Speaker2: Und trotzdem erstmal durch die Angst durchzugehen, das ist natürlich auch ein Prozess.

Speaker2: Manche Dinge gehen schneller, manche Dinge musste ich dann eben machen,

Speaker2: da wurde ich ins kalte Wasser gestoßen.

Speaker2: Und bei manchen Dingen, also so Dinge, die ich selber entscheiden kann,

Speaker2: die schiebe ich dann auch schon manchmal vor mir her.

Speaker2: Ja, es ist so.

Speaker2: Und letztlich ist alles positiv. Also jede Angst, der ich mich gestellt habe,

Speaker2: da bin ich mit einem sehr, sehr tollen Ergebnis rausgegangen.

Speaker2: Also mir fällt nichts ein, wo ich jetzt irgendetwas gemacht habe,

Speaker2: wovor ich Angst hatte und das ist richtig in die Hose gegangen. Nein, das gibt es nicht.

Alex;Erik: Ja, also höchstens stellt man vielleicht fest, okay, das war jetzt nichts für

Alex;Erik: mich und ich schlage einen anderen Weg an.

Speaker2: Ja, und trotzdem ja dieses, also ich sehe ja aus jedem auch was Positives,

Speaker2: alles was doof ist, hat am Ende des Tages auch was Positives.

Speaker2: Und wenn es eben das ist, gut, das passt einfach nicht zu mir oder gerade jetzt

Speaker2: ist es nicht die Zeit für dieses Thema oder für diesen Weg.

Speaker2: Auch das, ne, und es ist immer eine Erfahrung, die man mitnimmt und die letztlich immer gut ist.

Speaker2: Alle Erfahrungen prägen uns und sind gut. Ja,

Speaker2: spannend.

Alex;Erik: Ja, und ich glaube, wir werden ja noch einige Ängste jetzt auf den Tisch bringen. Ja.

Alex;Erik: Und es zeichnet sich ja jetzt schon ein Bild ab, dass egal durch welche wir

Alex;Erik: durchgegangen sind, es hat etwas Positives gehabt.

Alex;Erik: Ich schmeiße jetzt mal eine nicht so schöne Erfahrung in den Raum.

Alex;Erik: Kann gar nicht genau sagen, wie alt ich bin. Ich würde schätzen,

Alex;Erik: ich war so fünf, sechs Jahre alt. Und ich hatte einen Papa, der schon sehr,

Alex;Erik: sehr gewalttätig war auch.

Alex;Erik: Und ich weiß gar nicht, wie man sich das vorstellen kann jetzt.

Alex;Erik: Wir hatten eine Garderobe.

Alex;Erik: Also es war so eine Nische, die mit einem Vorhang zugezogen war.

Alex;Erik: Und da hingen eben Dutzende Jacken von uns. Und es war natürlich auch ein guter

Alex;Erik: Ort, um sich zu verstecken.

Alex;Erik: Und wahrscheinlich habe ich ja wieder irgendwas angestellt und sollte dann Haue bekommen.

Alex;Erik: Und die Haue, die war schon, die hat es in sich gehabt, sagen wir mal so.

Alex;Erik: Und ich kann mich noch genau daran erinnern, wie so eine Hand durch diesen Vorhang

Alex;Erik: kam und mich gepackt hat.

Alex;Erik: Und ich habe mich eingenässt, aus Angst.

Alex;Erik: Und das hat natürlich enorm etwas verändert erst mal.

Alex;Erik: Weil da dieser Schutzbefohlene auf einmal keine Person mehr war,

Alex;Erik: der du vertrauen konntest, wo du dich sicher gefühlt hast,

Alex;Erik: sondern es war eine Beziehung, die über viele Jahre von Angst geprägt war.

Alex;Erik: Und es ist nicht die Angst nur vor Körperlichkeit gewesen, sondern auch die

Alex;Erik: Angst etwas falsch zu machen, die Angst nicht genug zu sein.

Alex;Erik: Also wir könnten so weitermachen. Und es hat irgendwann einen Wendepunkt gegeben.

Alex;Erik: Da war ich 14, 15, wo wieder mal total ausgerastet wurde.

Alex;Erik: Und da habe ich gesagt, okay, jetzt reicht es.

Alex;Erik: Und habe mich dieser Angst gestellt. Und ich bin nicht körperlich geworden oder

Alex;Erik: sonst irgendwas, sondern ich habe mich einfach nur hingestellt und gesagt, Stopp,

Alex;Erik: nicht wortwörtlich, aber bis hierher. Und jetzt reicht es hier aber,

Alex;Erik: eine Grenze aufgezogen.

Alex;Erik: Weil ich für mich gesagt habe, eigentlich wurde dieser Druck so groß,

Alex;Erik: also ich wurde so oft in diese Situation reingeschmissen, bis man irgendwann

Alex;Erik: sagt, okay, ich muss jetzt.

Alex;Erik: Also das ist aus dem Inneren heraus entstanden, weil ja dieser Drang von mir

Alex;Erik: da ist, nicht aufzugeben.

Alex;Erik: Und ich habe das nie gelernt, das ist in mir verankert und dafür bin ich dankbar.

Alex;Erik: Und da weiß ich noch, dann kam auf einmal eine ganz andere Reaktion,

Alex;Erik: als wie ich es erwartet hätte, nämlich eine Art...

Alex;Erik: Und ich weiß gar nicht genau, wie ich es bezeichnen soll. Also auf jeden Fall

Alex;Erik: ist es dann so gewesen, dass er nicht mehr selbst angreiflich geworden ist.

Alex;Erik: Weil auch da wahrscheinlich dann eine Angst hochgekommen ist auf der gegenüberliegenden Seite.

Alex;Erik: Und dann hat er mir gedroht, ich hole die Russen und ich schlage denen eine

Alex;Erik: Flasche über den Kopf und blablabla. Also alles so.

Alex;Erik: Und das war aber alles nur noch blabla.

Alex;Erik: So und es hat nicht lange gedauert, dann durfte ich dieses Haus verlassen.

Alex;Erik: Weil er gemerkt hat, oh, da ist jetzt, der entwickelt sich und ich habe auf

Alex;Erik: einmal einen Gegner, den ich nicht mehr irgendwie, also mit dem ich nicht machen

Alex;Erik: kann, was ich will, was ich kann.

Alex;Erik: Und das war ein ganz entscheidender Moment, weil ich ab diesem Moment habe ich

Alex;Erik: gelernt, mich aufzulehnen.

Alex;Erik: Und zwar gar nicht aus einem, hey, ich bin jetzt jugendlich und gehe einfach

Alex;Erik: gegen an, sondern ein Auflehnung, ein Aufbäumen gegen Ungerechtigkeit.

Alex;Erik: Und das hat sich immer wieder durchgezogen in der Familie.

Alex;Erik: Wir hatten, also ich bin dann irgendwann zu meiner Mama gezogen und die hatte

Alex;Erik: einen neuen Freund und der ist zwar nicht körperlich gewalttätig geworden,

Alex;Erik: aber psychisch auch sehr,

Alex;Erik: also höchst manipulativ im negativen Sinne,

Alex;Erik: dass wir immer wieder das Gefühl bekommen haben, nicht gut genug zu sein.

Alex;Erik: Falsch mit unseren Taten zu sein, weil wir haben ja eine kranke Mutter,

Alex;Erik: also sie war krebskrank und müssen ja für sie da sein und müssen irgendwie die

Alex;Erik: Hausarbeit machen und müssen irgendwie Tiere versorgen, die,

Alex;Erik: aber meine, ich nenne sie jetzt einfach mal meine Eltern, angeschafft haben,

Alex;Erik: ob das jetzt irgendwie morgens um fünf aufs Feld gehen war, um für die Kaninchen Grünzeug zu pflücken.

Alex;Erik: Hey, wenn du Kaninchen willst, dann mach das doch selber.

Alex;Erik: Und auch da war von Anfang an dieser Widerstand da, weil ich es irgendwann aber

Alex;Erik: gelernt habe, das auch nach außen zu tragen.

Alex;Erik: Und wie viele Reibungspunkte wir hatten. Wahnsinn. Aber es war alles immer wieder gut.

Alex;Erik: Das so auch gemacht zu haben. Weil andernfalls, weiß ich ganz genau,

Alex;Erik: wäre ich heute ein ganz kleiner Mensch.

Alex;Erik: Hätte niemals für mich einstehen können und hätte vor allem ja auch irgendwo gekuscht.

Alex;Erik: Und natürlich hat das auch Spuren hinterlassen. Also es war dann ja nicht so,

Alex;Erik: dass ich irgendwie dann in jeder Lebenslage groß und stark war,

Alex;Erik: sondern ich bin auch immer noch teilweise von gewissen männlichen Charakteren eingeschüchtert.

Alex;Erik: Die müssen nicht mal mit mir gesprochen haben.

Alex;Erik: Alleine schon von dieser Präsenz her. Also auch da ist ja immer noch diese ganz

Alex;Erik: tiefliegende Angst ist ja noch nicht besiegt, sondern das sind immer noch Prozesse, die stattfinden.

Alex;Erik: Und ich finde, daran kann man mal sehen, das ist über 25 Jahre her.

Alex;Erik: Also ein Vierteljahrhundert. Wie das,

Alex;Erik: prägend das Ganze sein kann.

Alex;Erik: Ja, das sind natürlich dann,

Alex;Erik: trotzdem Dinge, wo ich sage, hey, ich bin aber dankbar dafür heute,

Alex;Erik: weil ich ganz, ganz viel lernen durfte.

Alex;Erik: Also gerade mit meinem Vater, mit dieser höchst manipulativen Person,

Alex;Erik: was ich daraus jetzt alles erkennen kann.

Alex;Erik: Ich würde behaupten, ich erkenne sehr schnell, wenn jemand versucht, mich zu manipulieren.

Alex;Erik: Wenn jemand versucht, mich in eine Richtung zu drängen, die ich nicht möchte.

Alex;Erik: Und das hat ja gar nichts damit zu tun mit, ich werde jetzt Druck ausüben,

Alex;Erik: ich werde jetzt sagen, du musst, du musst, du musst.

Alex;Erik: Sondern es gibt ja auch ganz charmante Menschen, die sehr, sehr gut die Kunst

Alex;Erik: des Manipulierens beherrschen.

Alex;Erik: Und da einfach aber durchschauen zu können, bin ich sehr dankbar für.

Stefan: Schönes Learning, weil dir sind Antennen gewachsen, du hast völlig neue sensorische Fähigkeiten.

Alex;Erik: Ja, ganz genau.

Speaker2: Absolut, ja. Glaubst du, dass Angst uns auch schützt?

Alex;Erik: In gewisser Weise. Für den Moment, natürlich.

Alex;Erik: Wie du zum Beispiel gesagt hast, hast du eine Reiki-Ausbildung gemacht?

Speaker2: Also ich habe den ersten und den zweiten Grad. Die Ausbildung habe ich nicht.

Alex;Erik: Gut, dann bitte ich mir jetzt einfach, als du mit deinem Reiki angefangen hast

Alex;Erik: und du diese Angst gehabt hast, du warst ja noch nicht so weit.

Alex;Erik: Und manchmal glaube ich, muss man erst gewisse Prozesse durchleben,

Alex;Erik: um dann auch durch diese Angst durchgehen zu können.

Alex;Erik: Weil wenn du jetzt früher damit angefangen hättest und das Ganze vielleicht

Alex;Erik: hättest versucht, es auf Biegen und Brechen zu machen, vielleicht wärst du dann eher gescheitert.

Alex;Erik: Vielleicht hättest du es dann gar nicht so für dich annehmen können,

Alex;Erik: wo wir wieder dabei sind irgendwie.

Alex;Erik: Alles kommt zu seiner Zeit. Wichtig ist, glaube ich, dass du irgendwann diesen Schritt gehst.

Speaker2: Ja, ich sehe das auch so. Ich denke, Angst ist gut, dass wir Ängste haben, absolut.

Speaker2: Und ich glaube, wir sollten auch nie ganz angstfrei durchs Leben gehen.

Speaker2: Und ich glaube, jede Angst, die wir fühlen, ist eine Herausforderung für uns

Speaker2: und ist ein Zeichen, okay, da darf ich hingucken und der darf ich mich stellen.

Speaker2: Und ich glaube, wir fühlen es auch alle, wann es der richtige Moment ist,

Speaker2: das genau zu machen. Also wenn uns die Dinge immer wieder begegnen,

Speaker2: dann ist das auch ein Zeichen, dass das mein Thema ist. Da darf ich reingehen. Absolut.

Stefan: Ich habe jetzt gerade was gelernt. Das heißt, über frühe kindliche Entwicklungen,

Stefan: über die Jugendlichkeit bis zum jungen Hervoranwachsenden, bis zum Erwachsenen

Stefan: kann man also lernen mit Ängsten umzugehen.

Stefan: Man kann Widerstände aufbauen, man kann seine Antennen neu justieren.

Stefan: Das ist auch alles richtig, das verstehe ich auch. Ich hatte gestern,

Stefan: ich weiß nicht gestern, aber vorgestern mit jemandem das Thema.

Stefan: Man kann das Ganze in der Zeitreise auch rückwärts drehen.

Stefan: Ich muss jetzt mal meinen lieben Bruder Dave Tiedemann hier ins Spiel bringen.

Stefan: Wir sind früher, wir haben alle Trendsportarten mitgemacht, wenn sie aus Amerika gekommen sind.

Stefan: Als BMX nach Deutschland kam, 1982, hatten wir BMX-Räder. Was haben wir gemacht?

Stefan: Wir sind in den Sternschanzenpark gegangen.

Stefan: Das war ein leerstehender Pool mit Rundkurven. Wir sind mit BMX-Rädern im Pool

Stefan: in der Halfpipe gefahren.

Stefan: Wir haben die übelsten Stunts gemacht. Wir sind immer wieder auf die Schnauze gefallen.

Stefan: Wir haben uns alles geprellt, was man sich prellen kann. Dann kam Skateboarding.

Stefan: Das kam ja auch zeitgleich. Wir haben mit Skateboards Tricks gemacht,

Stefan: noch und nöcher, wir sind mit Skateboards Treppen runtergefahren.

Stefan: Ja, da waren wir 10, 12, 13, 14, ja 14 schon nicht mehr, aber so von 10 bis 12 war da so alles bei.

Stefan: Und da will ich nämlich sagen, hatten wir keine Angst, obwohl wir Kinder waren.

Stefan: Heute würde ich das alles nicht mehr machen. Deswegen deine Frage, kann Angst schützen?

Stefan: Ist das jetzt Angst, die ich heute habe, nicht mehr aufs Skateboard zu steigen

Stefan: und nicht aufs BMX-Rad und mich in irgendeine Halfpipe reinzuschmeißen?

Stefan: Ist das Angst oder habe ich nur einfach die bessere Übersicht oder die Kontrolle,

Stefan: tue das besser nicht? Ist das Angst?

Speaker2: Ich glaube, es ist eine Mischung aus beiden, weil Kinder sind natürlich,

Speaker2: ich glaube, Kinder denken noch nicht in Konsequenzen und das tun wir Erwachsenen

Speaker2: natürlich, weil wir einfach auch schon wissen, das und das könnte passieren.

Speaker2: Wir haben alle schon mal vielleicht einen Unfall gehabt, einen Krankenhausaufenthalt, Brüche, Verletzungen.

Speaker2: Und das manifestiert sich ja auch irgendwo bei uns, das ist ja klar.

Speaker2: Und wir denken dann einfach an Konsequenz, nicht umsonst sagen Eltern zu den

Speaker2: Kindern, pass auf, dass du nicht hinfällst und das und das. Kinder denken gar

Speaker2: nicht so weit natürlich.

Speaker2: Und deswegen ist es ja so toll, dass Kinder einfach alles machen.

Speaker2: Die sind offen für alles, die sind super neugierig, testen alles aus, probieren alles.

Stefan: Und sie sollen es auch im besten Fall. Ich weiß nicht, wie heute die Kindeserziehung

Stefan: aussieht, ob die heute auch von ihren Eltern aufs Rad gesetzt werden und in

Stefan: eine Haftpalpe geschmissen werden, keine Ahnung. Aber ich glaube eher nicht.

Stefan: Aber früher war es halt noch. Und ich finde, das war ein wichtiger Part der Entwicklung.

Stefan: Und wenn der Gips wieder runter war, waren wir wieder auf dem Rad oder auf dem Skateboard.

Alex;Erik: Ganz genau, ja. Aber genau das ist ja eben, du hast ja gar kein Gefühl,

Alex;Erik: du hattest ja auch keine Konsequenz.

Alex;Erik: Was war dann im schlimmsten Fall, du brichst ja ein Bein, ja dann hast du acht

Alex;Erik: Wochen Gips. Also die schlimmste Konsequenz für dich ist ja,

Alex;Erik: meine Sommerferien sind gerade irgendwie kacke.

Alex;Erik: Kannst aber dich trotzdem noch mit deinen Freunden haben und so weiter und so

Alex;Erik: fort. Wenn du dir heute ein Bein brichst, da hängen ja ganz andere Konsequenzen einfach hinter.

Alex;Erik: Also deswegen glaube ich, also irgendwo hat das natürlich eine schützende Funktion,

Alex;Erik: aber auch da bin ich mir sicher, wenn du heute nochmal versuchen würdest,

Alex;Erik: das Skateboard zu lernen, dann würdest du halt eher versuchen,

Alex;Erik: erstmal auf dem Hügel anzufangen und den zu besiegen.

Alex;Erik: Und genau, flach und nicht unbedingt direkt die Halfpipe runter.

Alex;Erik: Das ist, glaube ich, etwas ganz Normales und Natürliches und sehr wahrscheinlich

Alex;Erik: auch vom Menschen her eine gute Sache, die da irgendwie ist.

Alex;Erik: Entstanden ist.

Speaker2: Absolut, ja. Also gerade dieses körperliche. Also du bist ja als Kind,

Speaker2: du fällst ja anders hin auch.

Speaker2: Als Erwachsener schon nicht mehr so. Wir haben ja auch mehr Körpergewicht dann,

Speaker2: was wir mit uns rumschleppen.

Stefan: Das weiß ich.

Speaker2: Okay, also ich glaube, dass wir ganz, ganz doll geprägt werden in unserer Kindheit,

Speaker2: mit gewissen Ängsten immer auch konfrontiert sind, unser ganzes Leben lang und

Speaker2: wir können es auch rückwirkend natürlich bearbeiten. Das ist auch wichtig.

Speaker2: Das heißt, wenn wir ein Thema haben und wir wollen es nicht einfach mal machen,

Speaker2: wie du nach Hamburg ziehen oder ich den Führerschein machen oder Riki, was auch immer.

Speaker2: Und die Angst begegnet uns trotzdem immer wieder und sie blockiert uns irgendwann.

Speaker2: Auch das kann ja passieren.

Speaker2: Dann gibt es natürlich auch Dinge, um das zu bearbeiten.

Speaker2: Hast du, Erik, das schon mal gemacht?

Alex;Erik: Inwiefern meinst du das jetzt.

Speaker2: Du kannst innere kindarbeit machen zum

Speaker2: beispiel das heißt du kannst idealerweise mit

Speaker2: jemandem zusammen der sich damit sehr gut auskennt der eine ausbildung hat kannst

Speaker2: du in dein inneres kind gehen gibt es verschiedene methoden und kannst dann

Speaker2: wirklich in einem Prozess dich diesen Ängsten stellen.

Alex;Erik: Das habe ich sehr viel gemacht. Ich habe erst,

Alex;Erik: also ich bin ja seit roundabout fünf Jahren ungefähr, ich will nicht sagen in

Alex;Erik: Therapie, weil das hat für mich einen sehr, sehr negativen und faden Beigeschmack,

Alex;Erik: sondern wir sind, ich arbeite mit einer Frau zusammen,

Alex;Erik: wo ich sehr dankbar für bin, dass ich sie gefunden habe, die dafür sorgt,

Alex;Erik: dass ich mich weiterentwickeln kann in den Dingen, wo ich nicht die richtigen

Alex;Erik: Werkzeuge an der Hand habe.

Stefan: Tausche Therapie gegen Coaching. Genau. Schon ist es gesellschaftsfähig und sogar trendy.

Alex;Erik: Ganz genau. Und wir waren, das war Ende letzten Jahres, Anfang diesen Jahres,

Alex;Erik: wieder sehr intensiv am Coachen.

Alex;Erik: Und Anfang des Jahres habe ich einen Zugang gefunden zu meinem inneren Kind.

Alex;Erik: Und das war, diese Erfahrung war abgespaced.

Alex;Erik: Wirklich, das war ganz merkwürdig und total schön.

Alex;Erik: Ich war zu Hause und es ist gar nichts, gar nichts Tolles passiert.

Alex;Erik: Ich war in der Küche und habe Essen gemacht und war aber so in,

Alex;Erik: ich will nicht mal sagen Gedanken, sondern es war etwas viel Tiefliegenderes, weil es auch so real war.

Alex;Erik: Und ich hab's geschafft in so eine Höhle zu gehen, wo gar nicht viel war.

Alex;Erik: Also stellt euch ein Erdloch vor.

Alex;Erik: So unter einem Baum irgendwie. Aber es war alles ziemlich clean. Also es war...

Alex;Erik: Wir hatten so eine Art Sandboden, ich kenne so einen roten Wüstensand,

Alex;Erik: so ungefähr sah es aus, aber es war nicht sandig, sondern es war schon fester Boden.

Alex;Erik: Und auch die Wände, da war nichts irgendwie, also schauten nicht wirklich Wurzeln

Alex;Erik: von den Bäumen raus, sondern es war alles wie eine Höhle einfach,

Alex;Erik: wie eine Höhle mit festem Sand. Anders kann ich es gar nicht beschreiben.

Alex;Erik: Und da saß ein Junge auf dem Fußboden, der mit einem Holzspielzeug gespielt hat.

Alex;Erik: Das waren Schienen, die einmal im Kreis verlaufen sind, mit einer Eisenbahn drauf.

Alex;Erik: Alles aus Holz. Und da hat er gespielt.

Alex;Erik: Und das war natürlich sinnbildlich für das innere Kind,

Alex;Erik: was unter Tage versteckt war, für sich allein.

Alex;Erik: Und ich bin da runtergegangen und ich habe mich selbst auch gesehen. Es war wie ein Film.

Alex;Erik: Und ich habe mich dann zu ihm gesetzt und nur zugeschaut,

Alex;Erik: bis in mir ein Prozess stattgefunden hat und ich kann es nicht mal beschreiben,

Alex;Erik: selbst wenn ich wollte, weil das so tief im Inneren passiert ist,

Alex;Erik: dass es glaube ich nur über Gefühl geht, über das, was ich in dem Moment gefühlt

Alex;Erik: habe, ohne dass man es, wie gesagt, wirklich beschreiben kann.

Alex;Erik: Und wir haben eine Verbindung aufgebaut. Einfach indem ich diesen Jungen an

Alex;Erik: der Hand genommen habe und dann sind wir rausgegangen.

Alex;Erik: Und draußen standen wir auf einer Riesenwiese, wo die Welt schön war.

Alex;Erik: Wo wirklich, also es gab keine Menschen. Die Sonne hat geschehen,

Alex;Erik: es war eine Blumenwiese.

Alex;Erik: Ihr kennt es vielleicht irgendwie noch aus der Jugend auch, wo alles irgendwie

Alex;Erik: noch so unbeschwert war und ihr habt diesen Duft in der Nase.

Alex;Erik: Ich wollte gerade sagen.

Stefan: Das erste ist doch, es riecht schon mal anders als im Loch.

Alex;Erik: Genau. Und alle Sinne, die man hatte, haben sich verändert. Und zwar zu einem positiven. Und,

Alex;Erik: dann war dieses Kind, dieses innere Kind in mir gewesen, war frei.

Alex;Erik: Und ab dem Moment hat sich so viel verändert. Ich habe zum Beispiel,

Alex;Erik: ich habe früher nie geweint.

Alex;Erik: Also zu den Beerdigungen, ja. Aber sonst ist es selten passiert. Wirklich selten.

Alex;Erik: Seitdem ich das passiert habe, ich heule ständig.

Stefan: Du lässt dich jetzt zu.

Alex;Erik: Genau.

Alex;Erik: Und meine Freundin zum Beispiel, also ich will nicht sagen, dass es ihr lästig

Alex;Erik: ist, Aber es passiert eben auch bei schönen Dingen,

Alex;Erik: weil es doch einfach etwas total Tolles ist, was passiert und es können Kleinigkeiten

Alex;Erik: sein, aber diese Emotionen,

Alex;Erik: die endlich da sein dürfen, die gespürt werden dürfen, die gelebt werden dürfen,

Alex;Erik: wo ich vorher auch Thema Angst, wo ich immer Angst hatte, das zuzulassen.

Alex;Erik: Weil ich muss mich ja verstellen, ich muss ja irgendwo der Starke sein.

Alex;Erik: Ich bin seitdem viel stärker, weil ich auch Grenzen setzen kann,

Alex;Erik: um ja mich selbst und auch das innere Kind, was jetzt mit mir ist,

Alex;Erik: zu schützen weiß, in einem sehr positiven Sinne.

Alex;Erik: Also kurzer Ausdruck zu der inneren Kindarbeit, ja da passiert viel.

Speaker2: Absolut, ja. Also ich habe sowas auch schon erlebt, immer in gewissen Abständen.

Speaker2: Ich habe, glaube ich, vor über 20 Jahren bin ich da das erste Mal damit konfrontiert

Speaker2: worden, auch in einem Coaching-Prozess und das kannte ich vorher gar nicht.

Speaker2: Und da gibt es ja so viele verschiedene Methoden, je nachdem auch,

Speaker2: was du für Ängste hast, wie du dann daran geführt wirst, über welche Meditationsmöglichkeiten

Speaker2: du dann natürlich auch daran geführt wirst, wo man sich gerade befindet.

Speaker2: Und das ist total schön. Auch das ist etwas, was man zulassen darf,

Speaker2: nicht muss, sondern darf.

Speaker2: Und wenn man da ganz offen rangeht, also so ist es mir passiert und das einfach

Speaker2: mal wirklich zulässt und laufen lässt, dann tut der Prozess natürlich unheimlich weh.

Speaker2: Und es ist gut, wenn man in dem Moment auch ganz viel weint,

Speaker2: weil das ist dieses Loslassen natürlich auch.

Speaker2: Man ist ja wieder in dieser alten Emotion auch von früher drin und lässt es

Speaker2: zu, man durchläuft ja gewisse Situationen oder Momente auch nochmal.

Speaker2: Und das ist ja ganz wichtig, dass man dann auch weint und dass man auch,

Speaker2: je nachdem was man für ein Ziel natürlich hat, vielleicht auch in Vergebung

Speaker2: geht. Das ist auch nochmal so ein schöner Weg, so ein schöner Prozess.

Speaker2: Und ja, letztlich ist innere Kindarbeit etwas, glaube ich, wenn man das einmal

Speaker2: gemacht hat, was man immer wieder anwenden darf in gewissen Momenten.

Speaker2: Und ich weiß, die Reke-Lehrerin von mir, die Sylvie, die war ja auch letzte

Speaker2: Woche bei uns im Podcast.

Speaker2: Wir haben beide das auch schon gemacht natürlich, nie zusammen,

Speaker2: aber wir wissen beide, worum es geht.

Speaker2: Und wir müssen beide manchmal so schmunzeln, dass wir sagen,

Speaker2: Mensch, da bin ich schon wieder drüber gefallen.

Speaker2: Und dann sagen wir uns, naja, wir wissen ja, welches innere Kind wir jetzt einfach abholen dürfen.

Speaker2: Und dann können wir auch schon darüber wieder ein bisschen schmunzeln und wissen

Speaker2: einfach, was in dem Moment zu tun ist. Und das ist einfach so ein schöner Prozess,

Speaker2: dass man einfach sagen kann, naja, komm, das innere Kind, das kannst du jetzt

Speaker2: mal wieder nach hinten schieben.

Speaker2: Und da gehen wir mal wieder rein. Und dann ist das sicherlich nicht immer alles erledigt.

Speaker2: Man kann das nicht einmal machen und dann ist alles im grünen Bereich.

Speaker2: Sondern man hat ja auch verschiedene Themen im Leben, die zu verschiedenen Zeiten mal aufpoppen.

Speaker2: Und dann kommt schon wieder so ein Gefühl hoch, wo man denkt,

Speaker2: wo bin ich denn jetzt gerade? Ich dachte, das ist alles schon erledigt.

Speaker2: Und jetzt stehe ich wieder vor so einem Problem,

Speaker2: Warum? Warum jetzt? Und dann genau ist der Moment, es darf man dann erkennen,

Speaker2: dass man an sich arbeiten darf.

Stefan: Für unsere Hörer, die ja vielschichtig sind. Und vielleicht schaffen das einige

Stefan: bis hierhin. Wir sind in der 54. Minute.

Stefan: An euch beiden mal die Aufgabe. Für wen ist die innere Kindarbeit wirklich gedacht und wichtig?

Stefan: Porträtiert mir mal ein, zwei, drei Fälle oder Charaktere, wo ihr sagt,

Stefan: Du, lieber Mensch, du würdest gut damit fahren, dich selber zuzulassen über

Stefan: eine Sitzung oder mehrere Sitzungen der inneren Kindarbeit.

Stefan: Ich kann mir darüber ja nach gar nichts vorstellen. Ich habe das nie erlebt,

Stefan: nie gemacht. Ich kenne das alles nicht.

Stefan: Ich weiß nur das, was Alex sagt. Wir haben es aber nie hart thematisiert.

Stefan: Aber wenn wir jetzt auch nur ein oder zwei Hörer hier im Podcast haben,

Stefan: die sagen, klingt schon gut, aber muss ich mich da komplett nackig machen? Ja, nein.

Stefan: Wie geht man damit ran, wenn man sagt, ich weiß, dass ich Leichen im Keller

Stefan: habe und ich will da jetzt ran.

Stefan: 2026, ich will mich netto.

Stefan: Wie würdet ihr die Leute jetzt motivieren, gehen die innere Kinderarbeit? Und wo macht man das?

Stefan: Wie fängt man an? Worauf muss man sich einstellen? Auch zeitlich?

Stefan: Ja, jetzt lerne ich mal was von euch.

Speaker2: Ja, also erstmal denke ich, dass innere Kindarbeit jedem gut tut,

Speaker2: weil wir haben alle in unserem Leben Erfahrungen gemacht, die uns heute im Erwachsenenalter

Speaker2: blockieren, einschränken, eben auch Ängste hervorrufen.

Speaker2: Und auch wenn die Kindheit wunderschön war zu Hause und wir super behütet aufgewachsen

Speaker2: sind, auch das kann manchmal gewisse Ängste auslösen oder uns blockieren im weiteren Leben.

Speaker2: Also es geht ja nie darum, dass wir eine schreckliche Kindheit hatten oder verprügelt

Speaker2: worden sind, sondern auch genau das Gegenteil kann gewisse Ängste auslösen.

Speaker2: Deswegen glaube ich, innere Kindarbeit tut jedem gut. Wir dürfen einfach merken

Speaker2: im Laufe unseres Lebens, was uns blockiert, was uns einschränkt.

Speaker2: Und da gibt es auch natürlich verschiedene Coaches, die genau darin eine Ausbildung haben.

Speaker2: Ich habe die innere Kindarbeit auf beruflicher Seite kennengelernt durch eine

Speaker2: Trainerin, die da auch eine Ausbildung hatte und die hat uns dann immer mit

Speaker2: auf diese Reisen genommen, wenn wir dieses Thema hatten. Und ich habe es...

Speaker2: Ganz toll auch erlebt in der Rise Up and Shine University von Laura Marlina Seiler.

Speaker2: Ich will da jetzt gar keine Werbung unbedingt machen für sie.

Speaker2: Sie ist ja in der spirituellen Szene eine sehr, sehr große und erfolgreiche

Speaker2: Persönlichkeit. Die macht ja auch alles Mögliche. Die hatte auch einen ganz,

Speaker2: ganz tollen, erfolgreichen Podcast seit ganz vielen Jahren.

Speaker2: Den höre ich immer mal wieder und dadurch bin ich auf diese RU,

Speaker2: so heißt sie, gekommen, Rise Up and Shine University.

Speaker2: Das ist ein Training, ein Coaching, was man für ein Jahr macht.

Speaker2: Das macht man auch nur für sich. Es ist digital.

Speaker2: Man kann es sich, jeden Tag kann man sich die Videos anhören.

Speaker2: Du kriegst ein ganz dickes Arbeitsbuch und da geht es auch um innere Kindarbeit.

Speaker2: Und da gibt es ganz verschiedene Meditationen, die du auch machen kannst,

Speaker2: um da eben genau in das Thema reinzugehen.

Speaker2: Da gibt es ein Arbeitsbuch, wo ganz spezielle Fragen gestellt werden.

Speaker2: Und das ist schon wirklich tief.

Stefan: Ja, das ist jetzt für mich schon alles wieder viel zu hoch, viel zu abgehoben

Stefan: und die Zeit habe ich gar nicht. Ich weiß, ich muss jetzt ein Jahr ins Coaching

Stefan: gehen, um mein inneres Kind zu finden.

Stefan: Erik, du hast eine Partnerin gehabt, die dich gecoacht hat, eine Therapeutin.

Stefan: Wie lange war dein Prozess?

Alex;Erik: Lang.

Stefan: Okay, dann bin ich jetzt völlig auf den falschen Dampf.

Stefan: Das heißt, in sechs Wochen kann ich mein inneres Kind nicht aus der Grube ziehen. Ich glaube nicht.

Stefan: Ich wollte motivieren.

Alex;Erik: Genau. Nein, aber ich glaube, das ist ja eben auch die Sache.

Alex;Erik: Also, guck mal, wir haben jetzt auch ein gewisses Alter. Also,

Alex;Erik: wir sind mitten im Erwachsenenleben.

Alex;Erik: Und wir möchten Dinge aufarbeiten, die teilweise in unserer frühen Kindheit

Alex;Erik: passiert sind. die sich ja jetzt schon so lange in uns manifestiert haben, das geht nicht.

Alex;Erik: Und auch dieser Druck, den man sich dann selbst aufmacht, ich möchte jetzt und

Alex;Erik: ich will jetzt und falsch.

Alex;Erik: Also ich weiß nicht, wie es bei dir war, Alex. Bei mir war es ganz oft so,

Alex;Erik: in den Momenten, wo ich gar nicht drüber nachgedacht habe oder gedacht habe,

Alex;Erik: hey, ich will eigentlich vielleicht auch nur mal quatschen und gar nicht irgendeinen

Alex;Erik: Druckpunkt gerade verspürt habe.

Alex;Erik: Das waren die Sitzungen, die am Ende am heftigsten waren, weil wir richtig tief einsteigen konnten.

Alex;Erik: Und ich glaube, es ist eine fortwährende Arbeit, also du wirst niemals fertig

Alex;Erik: sein, vielleicht brauchst du irgendwann diesen Coach seltener,

Alex;Erik: vielleicht hast du irgendwann die Werkzeuge, ich darf mich mal wieder daran erinnern,

Alex;Erik: welcher Part da gerade von mir hochkommt und weiß dann einfach damit umzugehen,

Alex;Erik: ich glaube, es wird Part deines Lebens bleiben.

Alex;Erik: Wichtig ist, dass du anfangen möchtest, an und mit dir zu arbeiten und dabei

Alex;Erik: spielt es glaube ich gerade nicht mal eine Rolle, was du genau machen möchtest,

Alex;Erik: weil die Dinge dann schon von allein kommen werden.

Alex;Erik: Da ein Vertrauen rein zu haben und sich Zeit zu geben.

Alex;Erik: Und wie du vielleicht auch sagst, also für mich wäre das, was Alex gesagt hat, auch überhaupt nichts.

Alex;Erik: Irgendwie mit einem Programm und hier dann Meditation und hier was aufschreiben

Alex;Erik: und das bin ich nicht. Da habe ich auch gar keinen Bock drauf.

Alex;Erik: Ich habe auch mal versucht, irgendwie so ein Journal zu schreiben und täglich

Alex;Erik: irgendwo, Wofür bist du dankbar? Und es ist Quatsch für mich.

Alex;Erik: Weil es für mich persönlich aber nicht funktioniert. Das heißt nicht,

Alex;Erik: dass ich, ich finde es eine großartige Sache.

Alex;Erik: Aber ich bin jemand, ich muss in das Gespräch gehen. Und es hat ja auch sehr lange gedauert.

Alex;Erik: Also das ist in meinem Leben die vierte Therapeutin, Coach, die ich habe.

Alex;Erik: Die drei davor, die war nichts.

Alex;Erik: Also auch da musst du die richtige Person finden. Und du musst ein Vertrauen

Alex;Erik: aufbauen. Und du hast ja gefragt, hey, okay, und wie ist es,

Alex;Erik: muss ich mich komplett nackig machen oder was?

Stefan: Natürlich alles, ne?

Alex;Erik: Ja, musst du. Und das fällt schwer. Und ich habe am Anfang auch...

Alex;Erik: Bei meiner Therapeute ein großes Misstrauen gehabt, weil ich natürlich Menschen,

Alex;Erik: gerade irgendwie engen Bezugspersonen dann, nicht wirklich vertrauen konnte

Alex;Erik: und wollte eben aufgrund dieser Erfahrungen, die gemacht wurden.

Alex;Erik: Und hatte unglaublich große Angst davor und auch Angst, das anzusprechen,

Alex;Erik: bis ich es angesprochen habe.

Alex;Erik: Da habe ich gesagt, hey, pass mal auf, folgendes ist der Fall,

Alex;Erik: ich glaube, du erzählst mir nur Scheiße.

Alex;Erik: Also das ist alles Quatsch, was du hier erzählst und das kann alles,

Alex;Erik: nee, glaube ich nicht. So, und ich will, dass du mir jetzt erzählst,

Alex;Erik: versuchst du jetzt hier gerade Geld mit mir zu verdienen oder versuchst du mir wirklich zu helfen?

Alex;Erik: Und dann war das eigentlich das, was den Knoten gelöst hat.

Alex;Erik: Weil wir dann nochmal darauf eingestiegen sind und damit konnte sich dieses

Alex;Erik: Vertrauen entwickeln, weil diese Frau weiß ja, was sie tut.

Alex;Erik: Und weiß dann, nur indem ich ja auch dieses Feedback gebe und mich ja auch nackig

Alex;Erik: mache, weiß sie ja nur dann auch, wo sie ansetzen soll, ja. Und ich habe ein

Alex;Erik: Vertrauen daran, dass diese Frau das professionell sieht.

Alex;Erik: Sie wird einen Teufel tun und das irgendwo erzählen. Und aus heutiger Sicht,

Alex;Erik: selbst wenn sie es irgendwo erzählt, na und?

Alex;Erik: So, es ist doch alles genau gut so, wie es ist, weil ich eben an mir arbeiten

Alex;Erik: möchte, weil ich mich weiterentwickeln möchte.

Alex;Erik: Und je nackiger ich mich mache, desto besser ist es. Und mittlerweile ist es so.

Alex;Erik: Die kommt aus Glücksburg und ich habe jetzt keine Zeit nach Glücksburg zu fahren

Alex;Erik: dafür und auch gar keinen Bock, dass wir dann hin und zurück eine Stunde von

Alex;Erik: irgendwie, also eine Reise von sechs Stunden für eine Stunde Coaching,

Alex;Erik: das machen wir online mittlerweile.

Alex;Erik: Und die Frau hat es jetzt aber so drauf, die braucht vielleicht zehn Minuten,

Alex;Erik: um mich dahin zu bringen in diesen Status, wo ich...

Stefan: Zum Adalas.

Alex;Erik: Ja, ganz genau.

Alex;Erik: Und dann sind wir drin. so und,

Alex;Erik: das ist etwas total Schönes auch mittlerweile zu wissen und da ist es ja am

Alex;Erik: Anfang musst du natürlich viel viel Arbeit reingeben und es ist unglaublich

Alex;Erik: anstrengend, ich hatte Sitzungen, da bin ich nach Hause gefahren,

Alex;Erik: ich bin in mein Bett gefallen und wollte nur noch schlafen so,

Alex;Erik: dann gab es Sitzungen, nachdem habe ich mich gefühlt wie neu geboren,

Alex;Erik: dann gab es Sitzungen nachdem habe ich mich gefühlt wie so ein Schickscheiße,

Alex;Erik: es war ja alles dabei und jetzt mittlerweile haben wir auch da aber so eine Mitte gefunden,

Alex;Erik: wo es ja nur noch darum geht, okay, wir arbeiten.

Alex;Erik: Diese Höhen und diese Tiefen, die werden irgendwann weniger.

Alex;Erik: Und dann fängt es ja auch an, richtig, richtig viel Spaß zu machen.

Alex;Erik: Weil du genau weißt, hey, ich mache mir jetzt einen Termin und geil.

Alex;Erik: Dann geht es ab, dann komme ich wieder für mich ein Stück weiter,

Alex;Erik: dahin, wo ich hin möchte.

Alex;Erik: Und zwar auch ja nur dann, wenn ich noch Bedarf habe, weil ich schon ganz viele

Alex;Erik: Werkzeuge in der Hand habe.

Alex;Erik: Ich bin der Meinung, es sollte jeder Mensch machen. Ich glaube nicht,

Alex;Erik: dass es jeder Mensch machen kann.

Alex;Erik: Also irgendwann schon, mit viel Zeit, aber man muss sich die Zeit auch nehmen,

Alex;Erik: die Geduld dafür haben, finde es aber wichtig für jeden.

Alex;Erik: Ich weiß gar nicht mehr, mit wem ich darüber gesprochen habe,

Alex;Erik: ich glaube, also mit meiner Freundin habe ich auf jeden Fall darüber gesprochen,

Alex;Erik: ich weiß nur nicht, ob wir das Ganze so irgendwo gefunden haben.

Alex;Erik: Ich glaube, es gibt keinen Elternteil, was sein Kind nicht auf irgendeine Art

Alex;Erik: und Weise traumatisiert.

Alex;Erik: Und dabei ist es jetzt egal, ob du aus einem Elternhaus kommst,

Alex;Erik: wo viel Gewalt herrscht, ob du aus einem ganz tollen Elternhaus kommst. Niemand ist perfekt.

Speaker2: Ja, und es geht ja auch nicht immer nur um die Eltern. Also wir haben ja nicht

Speaker2: nur die Eltern, die uns prägen.

Speaker2: Wir haben vielleicht auch Großeltern, Geschwister, Lehrer, die sehr,

Speaker2: sehr prägsam sind für unser Leben und unsere Bezugspersonen sind.

Speaker2: Letztlich geht es ja um die Bezugspersonen. Natürlich sind es oft die Eltern

Speaker2: im allerersten Sinne, aber es können auch andere sein. Und ja,

Speaker2: wie du sagst, es ist im Grunde genommen ein fortlaufender Prozess.

Speaker2: Manche Dinge, da kann man Haken dran setzen, manches poppt immer wieder auf.

Speaker2: Die sogenannten blinden Flecken, die wir alle haben, poppen immer mal auf.

Speaker2: Und ich glaube, es könnte oder würde sicherlich jedem Menschen gut tun,

Speaker2: sich damit zu beschäftigen, dass...

Speaker2: Ja, und es ist natürlich ein Zeitthema. Also man darf sich da die Zeit für nehmen

Speaker2: und selber entscheiden, ob man es online macht, face to face.

Speaker2: Für mich war dieses Online-Ding damals sehr, sehr gut, weil ich einfach mir

Speaker2: die Zeit frei einteilen konnte.

Speaker2: Also das war ein vorgefertigtes Video, was sie da reinschickt,

Speaker2: was sie freischaltet einmal in der Woche morgens um 6 Uhr und dann kannst du

Speaker2: da die ganze Woche damit arbeiten.

Speaker2: Du hast auch Aufgaben für eine Woche oder 14 Tage, die du dann erfüllen darfst,

Speaker2: abhaken darfst und ja, manche mögen das, manche eben nicht.

Speaker2: Und ich glaube, dass innere Kindarbeit tatsächlich von ganz vielen Frauen oder

Speaker2: von viel mehr Frauen als von Männern gemacht wird.

Speaker2: Ich glaube, dieses ganze Persönlichkeitsentwicklungsthema so tief in sich reinzugehen,

Speaker2: das wird ganz viel immer noch von Frauen gemacht.

Speaker2: Und dann muss man ja auch gucken, will ich ein bisschen in den spiritualen Weg

Speaker2: gehen, das habe ich ja gemacht mit Laura Marlina Seiler, in diese spirituelle

Speaker2: Richtung oder eben nicht, will ich eher in die psychologische Richtung gehen.

Speaker2: Also sie koppelt das beides und manche mögen das nicht, dann ist natürlich ein

Speaker2: anderer Weg auch sehr gut und interessant.

Speaker2: Da kann man für sich selber einfach reinfühlen, was gerade richtig ist.

Speaker2: Ja und ich glaube auch jeder darf es tun es ist nie zu spät damit anzufangen

Speaker2: und es bringt dich nur voran es bringt dich nur voran ich

Stefan: Möchte noch ergänzen vielleicht passt das ja zueinander vielleicht schüttelt ihr auch gleich den kopf

Stefan: Zeit ist das eine, aber Mut, wirklich Mut fassen, sowas anzugehen,

Stefan: ist natürlich das Übergeordnete.

Stefan: Und ich bringe jetzt eine Parallele, dass wenn ich Menschen trainiere im Studio,

Stefan: sie Erwartungen haben an einen körperlichen Zustand, den ich ja fast garantieren

Stefan: muss, die aber nicht bereit sind, das Gewicht etwas zu erhöhen,

Stefan: weil das macht denen Angst.

Stefan: Aber dann nach drei Monaten sagen sie, ich habe nicht abgenommen,

Stefan: ich bin nicht stärker geworden.

Stefan: Und jetzt ist ja die Frage, traue ich mir zu, mich mir meinen Ängsten selber zu stellen?

Stefan: Will ich das? Also jeder möchte sorgenfrei sein, jeder möchte unbeschwert sein.

Stefan: Aber wer nimmt auch da wieder die Handlung auf und sagt, ich mache es jetzt,

Stefan: es geht nur noch um meinen Arsch, ich mache es jetzt.

Stefan: Also möchte ich körperlich was erreichen, muss ich eine Schippe drauflegen.

Stefan: Möchte ich mich von Ängsten befreien, muss ich auch da eine Schippe drauflegen.

Stefan: Mut fassen, mit mir selber umzugehen.

Stefan: Ist ja eine gute Parallele, oder nicht?

Speaker2: Absolut. Ist eine sehr, sehr gute, ja. Auch da wieder die Frage,

Speaker2: wovor haben die Leute Angst?

Stefan: Ja, es ist unbequem. Erstmal ist das was völlig Ungewohntes.

Stefan: Es passt auch nicht in den Tagesablauf.

Stefan: Überhaupt nicht, weil Viertel nach acht läuft ja das im TV oder ich muss meine Serie weiter suchten.

Stefan: Zwei Folgen gehen heute noch, dann ist die Staffel eh durch.

Stefan: Ja, ist doch so, oder? Also dafür ist ja Zeit. Aber gut, das ist mein leidiges

Stefan: Thema, was mich immer wieder aufregt.

Stefan: Wofür setze ich meine Zeit ein und mein eigenes Ich?

Alex;Erik: Ja, es ist natürlich anstrengend, gegen Widerstände zu gehen.

Alex;Erik: Da ist es dann egal, ob wir das Gewicht im Fitnessstudio nehmen oder überhaupt

Alex;Erik: den Angang, etwas für uns zu tun oder eben die Arbeit mit uns selbst,

Alex;Erik: mit unserem Sein, mit unserem Wesen.

Alex;Erik: Auch das sind ja Widerstände, die wir bezwingen müssen, die wir überwinden müssen.

Alex;Erik: Und wenn man sich die Gesellschaft mal anschaut, dann ist sie eben sehr bequem,

Alex;Erik: hat vielleicht auch Angst, mag es aber nicht zugeben und damit möchte ich aber

Alex;Erik: gar nicht alle so über einen Kamm scheren.

Alex;Erik: Ich habe nämlich auch, glaube ich, ein ganz gutes Beispiel, wo doch eine Negativerfahrung

Alex;Erik: entstanden ist, als man durch diese Angst gegangen ist.

Alex;Erik: Es war Ende 2014, ist meine Mama gestorben und mir ging es nicht ganz so gut.

Alex;Erik: Und du sagtest ja, Lehrer sind Bezugspunkte und ich bin natürlich auch,

Alex;Erik: ich bin dann auch zur Schule gegangen, hatte da eben dann auch meine Lehrer

Alex;Erik: und habe gedacht, okay, weißt du

Alex;Erik: was, du machst dich jetzt einmal richtig nackig, weil du brauchst Hilfe.

Alex;Erik: Und dann saß ich am Tisch mit unserem Direktor, stellvertretender Direktor und

Alex;Erik: irgendwie meinem Klassenlehrer, Irgendwie so war die Konstellation mit drei

Alex;Erik: Männern. Fahre ich schon mal sehr gefeiert.

Alex;Erik: Und habe mich komplett nackig gemacht. Ich habe gesagt, pass auf,

Alex;Erik: ich habe irgendwie Probleme hier mit Grasrauchen, weil ich immer nur am Flüchten

Alex;Erik: bin. Ich habe Probleme, hier in der Schule klar zu kommen.

Alex;Erik: Ich habe irgendwie, auch psychisch

Alex;Erik: bin ich gerade nicht so auf der Höhe irgendwie, fällt mir alles schwer.

Alex;Erik: Und habe natürlich erwartet, da kommt Hilfe. Weil ich bin ja aus meiner Angst

Alex;Erik: herausgegangen, das alles irgendwie preiszugeben.

Alex;Erik: Und wurde massiv enttäuscht.

Alex;Erik: Dann hieß es, ja pass mal auf, wir sagen jetzt dem BAföG-Amt Bescheid,

Alex;Erik: weil du hast ja so viele Fehl-Tage, darfst schön den Tagessatz zurückzahlen,

Alex;Erik: der dann höher war als das, was du eigentlich bekommen hast.

Alex;Erik: Also auch da, die hätten ja mich nicht finanziell unterstützen müssen oder irgendwas,

Alex;Erik: sondern nur Verständnis aufbringen müssen.

Alex;Erik: Nein, sie haben den Spieß umgedreht und mich in eine noch größere finanzielle Misere gepusht.

Alex;Erik: Dann haben sie gesagt, ja pass mal auf und dein Kanal ist Thema da,

Alex;Erik: du machst jetzt einmal die Woche einen Drogentest. Ist ja positiv, fliegst von der Schule.

Alex;Erik: Irgendeine Geschichte, irgendwas Drittes war da noch, ich komme noch nicht mehr

Alex;Erik: drauf. Aber ich sage euch, das war der letzte Tag, wo ich zur Schule gegangen bin.

Alex;Erik: Ich habe danach noch mal mein Zeugnis abgeholt und dann war das Thema durch für mich.

Alex;Erik: Und das ist natürlich etwas, wo ich, also ich weiß noch, wie ich zitternd da

Alex;Erik: saß und ganz aufgeregt war, angstvoll war und mir das Ganze dann verwehrt wurde und da muss ich sagen,

Alex;Erik: Da gibt es auch gar nicht viel aufzuarbeiten, weil ich bin ja trotzdem durch

Alex;Erik: meine Angst durchgegangen, aber es ist eine Negativerfahrung, die ja auch bleibt.

Alex;Erik: Was ich sehr schade finde, weil da glaube ich wieder, wenn Menschen,

Alex;Erik: das habe ich auch in der letzten Folge gesagt, wenn jemand zu mir kommen würde

Alex;Erik: und sagen würde, hey, ich brauche Hilfe.

Alex;Erik: Und ist für die Person vielleicht nicht leicht, ist um Hilfe zu fragen,

Alex;Erik: also eine Angst überfunden hat,

Alex;Erik: eine unangenehme Situation und wir können ja Ängste ganz breit irgendwie in

Alex;Erik: Worten greifen, es sind unangenehme Situationen, es sind Widerstände,

Alex;Erik: also wir können viele Worte dafür benutzen,

Alex;Erik: dann sehe ich es als Pflicht an, diesen Menschen noch zu helfen.

Speaker2: Absolut und Und sie haben ja nur Druck aufgebaut, also pädagogisch dir gar nicht die Hand gereicht.

Speaker2: Du hast ja beide Arme im Grunde genommen mit einem Hilferuf ausgestreckt, bitte helft mir.

Speaker2: Und pädagogisch haben sie dich überhaupt nicht unterstützt, im Gegenteil, Druck aufgebaut.

Speaker2: Und du hast die Konsequenz gezogen für dich, indem du einfach sagst,

Speaker2: nee, da gehe ich nicht mehr hin.

Stefan: Ich sage immer den Leuten, die nicht bitten oder sich nicht trauen,

Stefan: die Frage zu stellen, sage ich das, nein, hast du doch bereits.

Stefan: Stell die Frage, dann kann es im besten Fall ein Ja werden.

Stefan: Nein hast du immer schon, ohne den Mund aufzumachen. Dreh das.

Speaker2: Ja, aber schon eine krasse Erfahrung. Also, dass Lehrer nicht helfen,

Speaker2: das ist schon echt unglaublich.

Stefan: Kennt ihr Dale Carnegie?

Stefan: Na, Erik ist zu jung wahrscheinlich. Du kennst Dale Carnegie?

Stefan: Nie gehört den Namen? Nein.

Stefan: Okay, der hat mehrere Bücher geschrieben. Ist ein amerikanischer Autor,

Stefan: der hat irgendwie von 1890 bis 1955 gelebt.

Stefan: Der war Buchautor, aber auch mentaler Trainer.

Stefan: Und der hat zwei große Bücher geschrieben, hat mehrere Bücher geschrieben.

Stefan: Sorge dich nicht lebe, heißt das Buch. Und das zweite ist, wie man Freunde gewinnt.

Alex;Erik: Ah, der Titel sagt mir auf jeden Fall etwas. Ich glaube, es liegt zu Hause.

Stefan: Deswegen wollte ich jetzt nämlich eine Überleitung bringen und die ist mehrfach

Stefan: verzahnt gerade. Jetzt habe ich hier so meinen kleinen Monolog.

Stefan: Dale Carnegie ist ein hervorragender Motivator, wenn es um das Thema Ängste,

Stefan: Abweisung, Zurückweisung, Mut geht.

Stefan: Und seine Prinzipien, die gelten heute noch und es gibt immer noch heute Dale

Stefan: Carnegie Trainer also Ausbilder,

Stefan: die nach seinen Prinzipien lehren im Jahre 2001 durfte ich einen Dale Carnegie

Stefan: Trainer kennenlernen da habe ich gerade im Jahr 2001,

Stefan: 2002 einen ganz guten Beruf gehabt, wo ich eben viel reden musste,

Stefan: referieren vor großem Publikum

Stefan: Und dann drei Jahre später im Jahre 2004 ging es richtig rund.

Stefan: Und dieser Mann hat mir ganz viel mit auf den Weg gegeben, wie man Ängste und

Stefan: diese Rampenlichtängste in den Griff kriegt.

Stefan: Und deswegen war meine Frage, wie viel muss ich investieren,

Stefan: um zu einer Therapeutin zu gehen oder zu einem Coach zu gehen,

Stefan: der mich wieder gerade biegt, wie nackig muss ich mich machen.

Stefan: Man kann also jetzt auch, das wäre jetzt meine Meinung, das kam aus dem Dialog

Stefan: heraus, sich diese beiden Bücher zu holen und da kann man halt eben sagen, okay,

Stefan: wenn es um das Thema mentale Entlastung und Mut geht, also ich möchte mich ein

Stefan: bisschen leichter machen, ich möchte Mut fassen können, Dann holt man sich das

Stefan: Buch Sorge dich nicht, lebe.

Stefan: Und wenn es wirklich darum geht, sozialer Mut, Selbstsicherheit und Umgang mit

Stefan: Ablehnung, dann holt man sich, wie man Freunde gewinnt.

Stefan: Die beiden Bücher, wenn man die einmal durchgearbeitet hat, vielleicht gibt

Stefan: es das auch als Hörbuch, dann hat man ja schon für sich eine Sitzung quasi ohne

Stefan: einen Therapeuten und das kann Augen öffnen.

Stefan: Ich halte sehr viel von Dale Carnegie's Prinzipien oder auch Methoden.

Stefan: Eine dieser Methoden war einfach freies Reden vor großer Menge und da war die

Stefan: zentrale Aufgabe, Stefan, lerne einfach deinen Vortrag und lies ihn nicht ab.

Stefan: Mach dir keine Spickzettel, mach dir keine Karteikarten, sondern lerne das,

Stefan: was du vortragen möchtest.

Stefan: Es muss von dir kommen, aus deinem Inneren kommen. Nicht mit Spickzetteln arbeiten.

Stefan: Und ich bin ja mal so ein Flusentyp gewesen, der sich schnell verhaspelt,

Stefan: schnell redet, viel redet, dann den Faden verliert und dann sitze ich auf einmal

Stefan: auf den Arsch und die ganze Menge staunt und guckt, kommt da noch was?

Stefan: Und das heißt, ich habe meinen Vortrag immer wieder innerlich geübt,

Stefan: auch laut sagend, alleine.

Stefan: Und Dale Carnegie hat damals so gesagt, mach das zehnmal für dich alleine laut,

Stefan: geh diesen Vortrag durch, du kannst im Kreis laufen, in deinem Wohnzimmer,

Stefan: du kannst das alles machen und dann, wenn du wirklich diesen Vortrag hältst in deinem Auditorium,

Stefan: dann ist das quasi schon deine elfte Vorführung, ist doch schon alles Routine.

Stefan: Also auch eine Form mit Bühnenangst oder eben Versagenangst durch Öffentlichkeit,

Stefan: Scheinwerfer auf dich gerichtet.

Stefan: Interessante Leute wollen dich hören, deswegen sitzen sie da.

Stefan: Oder weil du beruflich ein Sprecher des Unternehmens bist für einen bestimmten

Stefan: Fachbereich und das war ich früher oft, musst dich vor internationalem Publikum,

Stefan: Board of Directors, meinen Geschäftsbereich oder Vertriebsbereich dokumentieren. Wie war das Jahr?

Stefan: Manöverkritik. Wie wird das nächste Jahr? Welche strategischen Ausrichtungen

Stefan: haben wir? Was sind die Wege dahin?

Stefan: Und das musste ich dann. Ich war damals in einem Papiergroßhandel,

Stefan: den es in acht Ländern gab.

Stefan: Und ich war quasi der Ziesohn unseres Vorstandes. Und wenn ich sprechen musste,

Stefan: hat mir Dale Carnegie sehr geholfen.

Stefan: Freies Reden vor großer Menge. Dann konnte ich das, weil ich es wirklich gelernt

Stefan: habe. Gelernt immer wieder im stillen Kämmerlein.

Stefan: Und ich war immer der Angsthase. Und ganz am Anfang hatte ich auch noch einen

Stefan: Trainer, Konrad Reichel, der hat so Rhetorikseminare gegeben.

Stefan: Und der hat mir mal gesagt, du bist so ein Zappel, Philipp, du bist ja so hoch

Stefan: energetisch, gar nicht einzufangen.

Stefan: Nutze das doch als Opener auf der Bühne, als Öffner.

Stefan: Und hat mir ein Zitat mit auf den Weg gegeben und das konnte ich wirklich irgendwann mal einsetzen.

Stefan: Ich brauche, wenn eine Bühne sehr breit ist, die ganze Bühne,

Stefan: ich gehe wirklich von links nach rechts, von links nach rechts,

Stefan: das sollte ein Redner nicht tun.

Stefan: Und damit zeigt er Nervosität, aber auch die Menschen müssen ja immer wieder

Stefan: hinter ihm hergucken und dann ist die Frage, verstehen sie noch, was er sagt?

Stefan: Und irgendwann hat einer aus dem Publikum mal gesagt, ey Trost,

Stefan: warum läufst du da dauernd von links nach rechts?

Stefan: Und dann habe ich geantwortet, weil bewegliche Ziele schwerer zu treffen sind.

Stefan: Der ganze Saal hat gelacht, das Eis war gebrochen und dann war mein Vortrag sicher.

Speaker2: Schön.

Stefan: Also Dale Carnegie, sorge dich nicht, lebe Buchtitel und wie man Freunde gewinnt.

Stefan: Und vielleicht kann man dann im Selbststudium schon anfangen,

Stefan: sich selber zu adressieren und mit Angst vor Ablehnung, Mut fassen, umzugehen.

Stefan: Ich habe ja vorhin Eric gefragt, wie schnell kann so ein Coaching über die Bühne

Stefan: gehen? Das war natürlich auch mit Hintergedanken.

Stefan: Wer macht denn heute noch Diät? Es gibt doch eine Abnehmenspritze oder nicht?

Stefan: Ja, ich will nur sagen, dass unsere Zeiten sind verdorben heute.

Stefan: Die sind verdorben. Keiner investiert Zeit.

Speaker2: Ja, am Ende des Tages brauchen wir für Dinge, die wirklich gut werden, immer Zeit.

Speaker2: Das muss man einfach wissen, egal worum es geht. Also unsere Muskeln haben wir

Speaker2: ja auch nicht innerhalb von 14 Tagen aufgebaut, sondern jahrelanges Training,

Speaker2: jahrelange Disziplin und genau das ist es auch mit Persönlichkeitsentwicklung.

Speaker2: Völlig egal, wohin wir uns entwickeln möchten, was wir für Ziele haben,

Speaker2: was wir für Themen haben.

Speaker2: Es braucht alles Zeit, Zeit, Ruhe, Geduld und natürlich dann auch die Entwicklung

Speaker2: zwischendurch, die kleinen Erfolgserlebnisse, was wir schon geschafft haben,

Speaker2: worauf wir stolz sein dürfen. Und dann wollen wir ja auch noch mehr erreichen.

Speaker2: Wir hören ja dann auch nicht auf, sondern es gibt ja dann einfach neue Ziele.

Speaker2: Das ist ja das Schöne in Persönlichkeitsentwicklung oder im sportlichen Bereich

Speaker2: oder wenn wir gerne kochen, dann wollen wir dieses Rezept ausprobieren.

Speaker2: Ach, das sieht auch so toll aus, will ich auch nochmal testen.

Speaker2: Wir wollen doch dann auch immer mehr erreichen.

Speaker2: Weil wir einfach merken, uns geht es gut, wir fühlen uns gut.

Speaker2: Und das Tolle ist, auch im Thema Persönlichkeitsentwicklung,

Speaker2: die Menschen um uns herum nehmen es auch wahr. Das ist wie beim Sport.

Speaker2: Die Leute nehmen wahr, dass wir regelmäßig trainieren, dass es uns gut tut.

Speaker2: Die Körperhaltung verändert sich und wir werden kräftiger, wir sehen gut aus,

Speaker2: auch nach einer Ernährungsumstellung und auch in Persönlichkeitsentwicklung.

Speaker2: Die Leute merken, da passiert was.

Speaker2: Das war bei mir auch ein ganz, ganz entscheidendes Feedback,

Speaker2: was ich bekommen habe von meinem Umfeld.

Speaker2: Denen habe ich das ja nicht erzählt.

Speaker2: Ich mache ja die Dinge dann einfach für mich. Und auf einmal habe ich das Feedback

Speaker2: bekommen, Mensch, du bist viel ruhiger, du bist gar nicht so emotional,

Speaker2: du wartest erst mal ab, du gehst viel mehr ins Verständnis rein.

Speaker2: Und da habe ich gedacht, wow, das ist ja wirklich, also ich setze die Dinge

Speaker2: bewusst um und mein Gegenüber, nicht nur eine Person, sondern viele, die merken das auch.

Speaker2: Und da war ich ja auch so stolz drauf und das ist einfach auch so ein Geschenk

Speaker2: und die Leute geben ja auch gerne positives Feedback,

Speaker2: also egal ob das Kollegen sind oder Freunde und das ist einfach so schön,

Speaker2: das trägt mich dann und ist für mich einfach auch so ein Signal,

Speaker2: ich mache alles richtig, bin auf dem richtigen Weg und mache dann auch einfach immer weiter.

Speaker2: Bei dir ist es sicherlich auch so, Erik.

Alex;Erik: Absolut und ich weiß, ich habe 2017 angefangen Kurse zu geben.

Alex;Erik: Keine Ahnung gehabt von irgendwas. Das war wie die Bühne.

Alex;Erik: Und auch da muss ich mal sagen, Stefan, wenn du sagst, du hast ja zehnmal vorher

Alex;Erik: geübt, dann hast du ja diese Zeit investiert.

Alex;Erik: Also auch da, du musst investieren und am Ende, am Ende irgendwann wirst du belohnt.

Alex;Erik: Und du brauchst vielleicht mal Misserfolge, du musst vielleicht mal was daneben setzen.

Alex;Erik: Wichtig ist, dass du da nicht aufhörst, sondern du weitermachst und ja Stück

Alex;Erik: für Stück wieder diese positiven Erfahrungen sammelst.

Alex;Erik: Weil daraus wird sich ja irgendwann deine Selbstsicherheit ergeben.

Alex;Erik: Und ich hatte bei mir, ich hatte drei Leute vor mir.

Alex;Erik: Keine Ahnung, was ich gemacht habe. Diese drei Menschen, die kannte ich aber

Alex;Erik: schon. Das heißt, das waren meine Lernobjekte.

Stefan: Die Verzeihquote war schon mal gegeben.

Alex;Erik: Ganz genau. Die sind immer wieder gekommen. Aufgrund meiner Persönlichkeit auch,

Alex;Erik: weil die mochten mich, ich mochte die.

Alex;Erik: Und ich habe auch gesagt, pass auf, ich muss ja mal heute ein paar Sachen ausprobieren.

Alex;Erik: So und dann wurde meine Bühne aber immer größer. Auf einmal hatte ich 20 Leute vor mir.

Alex;Erik: Und ich kann euch sagen, ich bin froh, dass ich im Sportbereich gearbeitet habe.

Alex;Erik: Ich war nass geschwitzt und konnte natürlich auf den Sport schieben.

Alex;Erik: Ich war super nervös, sodass mein Kreislauf, der hat manchmal sogar fast Adieu

Alex;Erik: gesagt, mir ist richtig schwarz vor Augen geworden im Kurs. Und da dachte ich so, wow.

Alex;Erik: Und irgendwann hatte ich 40 Leute vor mir. Dann hatte ich irgendwann einmal 80 Leute vor mir.

Alex;Erik: Wir haben, ich weiß noch, das war mein Abschieds-Workout.

Alex;Erik: Da mussten wir oben aufs Parkdeck gehen, weil wir im Kursraum keinen Platz mehr hatten.

Alex;Erik: Und dann habe ich es geschafft, die so zu animieren, dass ich Nachrichten bekommen

Alex;Erik: habe, ey, was macht ihr da gerade?

Alex;Erik: Ich bin auf der anderen Seite der Stadt.

Alex;Erik: Also wir hatten natürlich auch eine gute Akustik-Übertragung.

Alex;Erik: Ich habe euch schreien hören.

Alex;Erik: Geil. Und das war genau, das war geil. Und dann war ich ja ein bisschen raus

Alex;Erik: aus dem Sportbereich, bin wieder rein, habe wieder Kurse gegeben,

Alex;Erik: als hätte ich nie was anderes gemacht.

Alex;Erik: So, und da habe ich natürlich die Leute von Tag 1 abgeholt, weil ich aber auch

Alex;Erik: geguckt habe, wie bei Stefan, was ist der richtige Weg?

Alex;Erik: Du nutzt die ganze Bühne, du nimmst einen Opener. Und genau so hatte ich das auch.

Alex;Erik: Ich habe den Leuten erstmal einen Spruch gedrückt. Wirklich, also...

Alex;Erik: Mag ich gar nicht erzählen, aber das ist, das grenzt schon an Beleidigung.

Alex;Erik: Aber die Leute wussten, das ist authentisch.

Stefan: Das ist ja Bootcamp von Sergeant Drill.

Alex;Erik: Ganz genau. Und das haben die Leute erkannt. Die haben gesehen,

Alex;Erik: was dahinter steckt. Und das hat sie irgendwie an der Stange gehalten.

Alex;Erik: Die wussten ganz genau, wenn die zwei Minuten zu spät kommen zum Beispiel,

Alex;Erik: die kriegen erstmal richtige Ansage.

Alex;Erik: Vor allen anderen. Das ist ihnen so unangenehm.

Stefan: Die ersten 100 Liegestütze schon mal vorab.

Alex;Erik: Ganz genau. Und am besten nenne ich noch deinen Namen dabei,

Alex;Erik: sodass auch jeder wirklich weiß, wer gerade die Scheiße gebaut hat.

Stefan: Das Bundeswehr übrigens.

Alex;Erik: Ja, aber einige Leute brauchen das. Und ich habe da einfach dann auch diesen Weg für mich gefunden.

Alex;Erik: Und am Ende ist ja etwas ganz Tolles daraus entstanden, weil daraus,

Alex;Erik: das hatten wir in dem letzten Podcast, diese Erfolgsgeschichten,

Alex;Erik: die es daraus dann auch gab.

Alex;Erik: Weil die Leute dann angefangen haben, eben an sich zu arbeiten.

Alex;Erik: Die hatten den Motivator, also da ist vielleicht dann nicht der Schmerz groß

Alex;Erik: genug gewesen, sondern die Freude groß genug.

Alex;Erik: Das sind ja so unsere beiden Antriebspunkte, die uns ja irgendwas starten oder

Alex;Erik: weitermachen lassen und dadurch sind sie natürlich immer weitergekommen.

Alex;Erik: Und also auch da.

Alex;Erik: Reingeben, reingeben, reingeben und irgendwann wirst du das Ganze zurückbekommen

Alex;Erik: und darfst dadurch wachsen.

Stefan: Und wie gesagt, wenn ich mal einen Rückschlag hatte durch einen Vortrag oder

Stefan: sowas, dann hat mir der Rückschlag ja nur gezeigt, ich war nicht top vorbereitet, mein Kopf war woanders.

Stefan: Und wenn du aber über was sprichst, was du lebst, dann brauchst du gar keine Vorbereitung.

Stefan: Und heute bei mir in den Trainings ist es ja so, ich habe ja auch keine Spickzettel

Stefan: mit oder ich muss nicht irgendwo was nachschlagen, wenn mich jemand fragt zum Thema Bewegung,

Stefan: Biomechanik, wie sitze ich in diesem Gerät, wie bewege ich das und wir reden

Stefan: darüber, was muss ich überhaupt tun, um das zu erreichen, diesen muskulären,

Stefan: diese Spannung aufzubauen, diese muskuläre Antwort vom Körper zu bekommen und und und.

Stefan: Und dann ist das alles heute aus Erfahrung.

Stefan: Also 40 Jahre Gym und dann brauche ich auch keine Spickzettel mehr.

Stefan: Aber für alles brauchen wir Zeit.

Stefan: Ich hatte ganz interessant vorgestern, ich weiß nicht mehr mit wem,

Stefan: über das Thema Handstand gesprochen, weil jeder möchte einen Handstand machen.

Stefan: Heute wollen sie alle im Handstand, jedes zweite Instagram-Reel,

Stefan: also bei unseren Freunden, die machen alle irgendwie einen Handstand.

Stefan: Und da habe ich auch gesagt, das war eine junge Frau, stell dir das doch mal so vor.

Stefan: Der Handstand ist, das zu lernen und der Weg dorthin ist ja nichts anderes,

Stefan: als für ein Baby, ein Kleinkind, überhaupt die ersten Schritte zu machen.

Stefan: Im besten Fall an der Hand geführt vom Vater oder Mutter oder an der Tischkante.

Stefan: Und irgendwann kann ja dein Kleinkind erst mal stehen, dann vielleicht ein paar

Stefan: Sekunden länger stehen, taumelt immer noch und dann die ersten Schritte machen.

Stefan: Und der Handstand ist genau das Gleiche, andersrum.

Stefan: Für mich ist das einfach so. Und das können wir nicht in einer Woche lernen.

Stefan: Ich glaube nicht mal mit acht Stunden am Tag.

Stefan: Denn ganz viel muss ja auch über die Software abgebildet werden.

Stefan: Das Vertrauen, dass die Hände uns wirklich dieses Körpergewicht halten.

Stefan: Ich kann keinen Handstand, ich kann auch keinen Handstand lehren,

Stefan: aber ich kann nur sagen, auch der braucht seine Zeit und das kriegst du nicht

Stefan: im Wochenendseminar vermittelt.

Stefan: Vielleicht alles, was es bedarf. Aber ich glaube nicht, dass du nach einem Wochenendseminar

Stefan: im Handstand laufen kannst.

Stefan: Erik wird das hundertmal besser wissen. Ist da wahrscheinlich auch im Functional

Stefan: Training deutlich bewanderter als ich.

Stefan: Aber Handstand ist doch auch ein Marathon, oder nicht? Und es ist ein Investment in die Zeit.

Stefan: Und man schaltet völlig neue Levels frei, oder? Ist das nicht wie eine kindliche

Stefan: Entwicklung? Sprunghaft?

Alex;Erik: Also ich weiß ganz genau, dass meine Freundin das hören wird und die macht Handstand.

Alex;Erik: Ich kann es nicht. Deswegen will ich da jetzt gar nicht zu viel sagen.

Alex;Erik: Aber ja, ganz, also so ist es ja auch. Es ist ja ein Skill, den du mitbekommst,

Alex;Erik: ein Werkzeug, was du an die Hand bekommst, mit deinem Körper eben vernünftig

Alex;Erik: umgehen zu können, ihn kontrollieren zu können und,

Alex;Erik: Das kannst du ja auch, also du beziehst nicht nur auf diesen Handstand,

Alex;Erik: beziehst auf die Widerstände im Gym, auf das Gewicht.

Alex;Erik: Ein Anfänger, den du irgendwie auf die Bank legst, der wird sehr unwahrscheinlich seine 50 Kilo drücken.

Alex;Erik: Das kann der nicht, das muss sich über die Zeit wachsen und ja auch viel über

Alex;Erik: Selbstvertrauen laufen.

Alex;Erik: Und wie du schon sagst, die Software muss mitarbeiten.

Alex;Erik: Der Handstand, du brauchst das Vertrauen in dich selbst.

Alex;Erik: Beim Gewicht nachher genau das gleiche. Wenn du irgendwie mal versuchst,

Alex;Erik: einen neuen PR zu machen oder so, du musst das Vertrauen in dich haben.

Stefan: Mein PR ist ein persönlicher Rekord.

Alex;Erik: Ja, sorry.

Alex;Erik: Genauso wie du Autofahren, ist ja etwas, was du dann erstmal erlernen musst

Alex;Erik: über die Zeit, bis du die Dinge ja irgendwo gut kannst oder sogar perfektionierst.

Alex;Erik: Und das sind ja in Dingen, die wir motorisch machen, als auch eben Dinge, die...

Stefan: Kognitiv.

Alex;Erik: Genau, ähm,

Alex;Erik: Und wir könnten da glaube ich jetzt noch stundenlang drüber sprechen.

Alex;Erik: Guck dir die Menschen an, die in ihren Dingen extrem erfolgreich sind.

Alex;Erik: Was die für einen Lernprozess hinter sich haben, das ist Wahnsinn.

Alex;Erik: Und das ist ja aber auch das Schöne am Ende, dieses hey, ich weiß ganz genau,

Alex;Erik: wenn ich das ist es wieder, wenn ich diese Arbeit reinstecke und es ist unglaublich

Alex;Erik: anstrengend es kostet sehr viel Energie,

Alex;Erik: aber am Ende wenn ich es kann, was entsteht daraus, auch was für ein Gefühl

Alex;Erik: entsteht daraus das ist doch großartig Ja klar.

Stefan: Du bist in deinem Thema, in deiner Nische der One Percenter,

Stefan: du bist der Einprozenter weil die anderen können es nicht Und du kannst dir

Stefan: die Nische aussuchen, wo möchtest du das Ausnahmetalent sein.

Stefan: Und ich glaube, jeder von uns hat irgendwelche Talente und auch Wünsche.

Stefan: Wie gesagt, ich wünsche mir auch einen Handstand zu können, aber ich habe noch

Stefan: nicht mal angefangen damit. Aber ich weiß auch, ich werde bestimmt drei Monate dafür brauchen.

Stefan: Und dann war ich immer noch sechs Monate oder neun Monate schneller,

Stefan: als ich laufen gelernt habe.

Stefan: Wobei heute ja dann die Angst, umzukippen, ja mitspielt. Also vielleicht bräuchte ich doch ein Jahr.

Alex;Erik: Du kannst ja mit Tromaten aussehen.

Speaker2: Genau, wir können es ja mal anfangen zu lernen. Ja, also letztlich können wir

Speaker2: alle als Fazit sagen, wir haben alle große Ängste oder kleine Ängste in uns,

Speaker2: haben uns vielen schon gestellt und sind im Grunde genommen immer mit etwas

Speaker2: Positiven danach belohnt worden. Ja. Immer.

Stefan: Und wir können sagen, Mut war immer der Schlüssel, um an die Angst ranzugehen oder nicht.

Stefan: Du musst ja Mut haben. Zu sagen, ich nehme die Angst jetzt in die Hand.

Speaker2: Ja. Oder? Ja, absolut.

Stefan: Also ist das keine Angstfolge, es ist eine Mutfolge.

Speaker2: Ja.

Speaker2: Ja, und es ist auch nie dramatisch und schlimm, Ängste zu haben.

Speaker2: Es ist keine Schwäche, überhaupt nicht, sondern es ist ganz toll,

Speaker2: wenn man sich der Angst einfach stellt.

Speaker2: Schwäche ist es eher, sie nicht zuzulassen und es nicht anzugehen, das Thema. Ja.

Stefan: Jetzt habe ich ein Thema neben der Spur. Ich weiß nicht, ob das zu Angst gehört,

Stefan: Selbstvertrauen oder Selbstzweifel.

Stefan: Jetzt nehmen wir mal eine Frau, die lernt einen Mann kennen.

Stefan: Das läuft nicht. Sie wird enttäuscht, weil er vielleicht nicht real ist.

Stefan: Ist nicht ihr Typ, passt einfach nicht. Er beschubst sie, sagt nicht alles.

Stefan: Kommt der Nächste, den sie kennenlernt. Ähnliches Muster. Das Ganze zweimal, dreimal, viermal.

Stefan: Man sagt ja, es gibt ja Menschen, die ziehen immer das gleiche Profil an.

Stefan: Irgendwann haben die einen Brass auf die Männer generell.

Stefan: Das heißt, wenn irgendwann vielleicht mal der Prinz kommt, hat er vielleicht

Stefan: gar keine Chance mehr, diese Frau zu erobern.

Stefan: Was haben wir da für ein psychologisches Thema, dass auch, ich will das jetzt

Stefan: mal so sagen, diese Frauen, die eigentlich gebranntes Kind sind,

Stefan: doch wieder Mut schöpfen,

Stefan: für sich und auch für die Zukunft gerüstet zu sein und sagen, ich finde mein Prinzip.

Speaker2: Ja, ich denke, dass wir ziehen das an, was wir verdienen und wir ziehen auch

Speaker2: die Menschen an, in dessen Energien wir sind.

Speaker2: Und wenn wir immer wieder die gleiche Sorte Mann anziehen, wir als Frau und

Speaker2: umgekehrt als Mann gilt das ja auch immer die gleiche Sorte Frau,

Speaker2: mit denen wir nicht happy sind, dann heißt es am Ende des Tages,

Speaker2: dass wir uns erstmal mit uns selber beschäftigen dürfen.

Speaker2: Das heißt erstmal schauen, warum ziehe ich immer diese Männer an,

Speaker2: was mag ich an die nicht, was wünsche ich mir, was möchte ich denn überhaupt,

Speaker2: wie darf denn mein Traumprinz, meine Traumprinzessin, meine Traumfrau überhaupt sein,

Speaker2: was darf mein Glück ausmachen mit meiner Beziehung, mit meiner Partnerschaft.

Speaker2: Und wenn ich das weiß, dann, oder andersrum, das darf ich erstmal wissen und

Speaker2: dann darf ich auch mir Zeit nehmen für mich.

Speaker2: Wie wirke ich denn überhaupt auf andere?

Speaker2: Das kann die Optik sein, das ist aber eher auch, wie gebe ich mich,

Speaker2: wie spreche ich, wie bin ich von der Persönlichkeit denn?

Speaker2: Was habe ich in mir, was andere fühlen, welche Ängste habe ich in mir,

Speaker2: bin ich devot, bin ich eher jemand, der kontrollierend ist oder bin ich jemand,

Speaker2: der alles beherrschen möchte?

Speaker2: Das sind ja alles so Sachen, die natürlich in einer Beziehung vielleicht nicht

Speaker2: unbedingt schön sind für den Partner.

Speaker2: Wir haben ja alle unsere Themen und wir dürfen erstmal an uns arbeiten,

Speaker2: erstmal an unseren Themen, die wir haben, die dürfen uns bewusst sein.

Speaker2: Um sich das ins Bewusstsein zu holen, dürfen wir uns auch mit den Menschen umgeben,

Speaker2: die einem das ehrlich und klar sagen und nicht immer nach dem Mund reden.

Speaker2: Das ist natürlich auch wichtig.

Speaker2: Und ja, dann dürfen wir die Themen bearbeiten. Und da sind wir wieder beim Thema

Speaker2: Persönlichkeitsentwicklung. Das muss jetzt kein Code sein unbedingt.

Speaker2: Man kann ganz viel mit anderen Möglichkeiten machen. Man kann viel lesen.

Speaker2: Man kann, glaube ich, Sport machen.

Speaker2: Jeder hat ein Thema. Wir können heute alles lesen. Wir können ganz viel Podcasts

Speaker2: auch diesbezüglich hören, Hörbücher hören.

Speaker2: Wir haben alle ein Thema, wo wir sagen, das ist ein bisschen doof,

Speaker2: das ärgert mich, das mag ich nicht an mir, da möchte ich gerne raus und dann

Speaker2: dürfen wir uns dahingehend auch entwickeln.

Speaker2: Und wenn wir uns in der Persönlichkeit weiterentwickeln, werden wir andere Menschen

Speaker2: anziehen. Das ist ja das, was ich vorhin schon sagte.

Speaker2: Und dann werden wir auch den Partner anziehen, den wir uns wünschen.

Speaker2: Und ich glaube, wichtig ist auch wirklich manifestieren.

Speaker2: Das hört sich so super spirituell an.

Stefan: Also daran glauben.

Speaker2: Im Grunde genommen manifestieren wir jeden Tag. Wir tun es alle unbewusst.

Speaker2: Das tun wir seit unserer Kindheit. Das heißt, wir wünschen uns Dinge oder begeben

Speaker2: uns schon in die Situation hinein, die wir einfach schön finden.

Speaker2: Und natürlich wünschen wir uns alle einen Partner, der so und so aussehen soll

Speaker2: und der gewisse Sachen einfach mitbringen soll, die schön sind für uns,

Speaker2: wo wir mit uns wohlfühlen.

Speaker2: Das ist Manifestieren im Grunde genommen. Also uns gewisse Dinge vorstellen.

Speaker2: Und ich glaube auch, dass das wichtig ist und dass wir auf unseren Bauch auch hören dürfen.

Speaker2: Dieses Bauchgefühl ist bei ganz vielen Menschen auch mittlerweile verloren gegangen,

Speaker2: weil wir damit ja auch nicht mehr arbeiten dürfen.

Speaker2: Die Kinder dürfen es im Kindergarten.

Speaker2: In der Schule lernen wir rechnen, lesen, schreiben und wir lernen einfach,

Speaker2: dass Kopfarbeit das Allerwichtigste ist und vergessen dadurch,

Speaker2: auf unseren Bauch zu hören.

Speaker2: Manche können das intuitiv immer noch und hören auf ihr Bauchgefühl.

Speaker2: Bei manchen kannst du das auch wieder beleben.

Speaker2: Das kannst du aktivieren. Wir haben es alle in uns. Es darf aktiviert werden.

Speaker2: Und das ist, glaube ich, auch wichtig.

Speaker2: Es ist nicht unbedingt überlebenswichtig in unserer Gesellschaft heutzutage

Speaker2: und trotzdem ist es wichtig, auf den ersten Moment zu hören,

Speaker2: wenn uns Menschen begegnen.

Speaker2: Ah, ist das gut für mich, da ist doch irgendetwas oder egal, worum es geht.

Speaker2: Und ich glaube, das dürfen wir nicht überhören, das Bauchgefühl,

Speaker2: sondern das Bauchgefühl ist so der erste Indikator, der sagt,

Speaker2: ist super oder nee, hier stimmt was nicht, ist nicht richtig.

Speaker2: Manchmal kann man es nicht greifen, warum es nicht richtig ist.

Speaker2: Trotzdem aufs Bauchgefühl hören, das Aktivieren des Bauchgefühls.

Speaker2: Gibt es auch Tools, um das zu tun?

Speaker2: Auch wieder in der Rise Up in China University habe ich es gelernt.

Speaker2: Ich hatte es vorher schon, aber auch das ist ein Tool. Also wenn man so ein

Speaker2: ganzheitliches Coaching einmal macht, da gibt es so viele verschiedene Sachen,

Speaker2: die du wieder lernst zu aktivieren und damit zu arbeiten.

Speaker2: Und das, glaube ich, ist so ein ganz großes, rundes Thema. Auch das geht nicht von jetzt auf gleich.

Stefan: Ich sage ja, dass die Menschheit immer fauler wird, bequemer wird.

Stefan: Also wie gesagt, Diät brauche ich nicht. Ich habe ja Ausempik als Abnehmenspritze.

Stefan: Wenn ich jetzt sage, meinen Traumprinzen, den finde ich doch im besten Fall

Stefan: draußen, in der freien Wildbahn.

Stefan: Aber dafür müsste ich mich bewegen. Es gibt ja Dating-Apps. Ich kann das doch

Stefan: vom Sofa machen, vom Handy aus.

Stefan: Und dann wundere ich mich, dass ich vielleicht immer das Gleiche anziehe,

Stefan: weil meine Bilder vielleicht auch suggerieren.

Stefan: Das und das. Und trifft vielleicht immer die Charge von Männern. Kann das auch sein?

Stefan: Also, wo hast du deine Frau kennengelernt, Erik?

Alex;Erik: Tinder.

Stefan: Was waren denn die Attribute, die euch haben matchen lassen?

Stefan: Die Bilder. Also, es geht doch, ne?

Alex;Erik: Also, ich würde sagen, ja, ich bin da so ein bisschen auch bei Alex,

Alex;Erik: wenn sie sagt, hey, Dinge, die irgendwie zusammengehören oder alles fügt sich irgendwie.

Alex;Erik: Also, ich bin jetzt auch nicht so unbedingt spirituell, Aber ich glaube irgendwie

Alex;Erik: schon, in einigen Bereichen...

Alex;Erik: Finden sich die Dinge, die sich finden lassen sollen.

Alex;Erik: Und man ist ja zum Beispiel, man weiß ja auch nie, gerade bei einer Partnerschaft,

Alex;Erik: man weiß nie, hey, bleiben wir für ewig zusammen.

Alex;Erik: Weil sich ja bestenfalls beide auch stetig weiterentwickeln.

Alex;Erik: Toll ist es oder wäre es, wenn sich beide natürlich irgendwie mit den gewissen

Alex;Erik: Schnittmengen zusammen weiterentwickeln. Aber eine Garantie dafür gibt es ja nicht.

Alex;Erik: Und wenn wir jetzt irgendwie mal darauf gehen, was du anfangs gefragt hast.

Alex;Erik: Ich glaube, wenn du immer wieder den gleichen Typen anziehst von Mensch,

Alex;Erik: der dir nicht gut tut, dann musst du an dir arbeiten.

Alex;Erik: Weil das sind ja, würde ich einfach sagen, häufig Dinge.

Alex;Erik: Die ja auch wieder weit zurückliegen. Ich glaube, bestes Beispiel,

Alex;Erik: was wir jetzt nehmen können, ist irgendwie so, wie nennt man das denn,

Alex;Erik: nicht Papa-Komplex, sondern doch Vater-Komplex, ganz genau.

Alex;Erik: Dass du immer wieder solche Menschen dann anziehst, die dich ja vielleicht dann irgendwie,

Alex;Erik: am Anfang ist alles toll und schön und dann geht die Blase langsam weg und dann

Alex;Erik: fängt es an und die Leute sind manipulativ,

Alex;Erik: bauen Druck auf was auch immer, weil die das irgendwie gewohnt sind,

Alex;Erik: in so einem Umfeld zu sein. Und das Unbekannte macht ja immer Angst.

Alex;Erik: Warum sollte ich jetzt einen Partner nehmen, der mal ganz anders ist?

Alex;Erik: Ich kenne es ja gar nicht. Und das würde mir auch wieder Angst machen, das Ganze irgendwie.

Alex;Erik: Also gehe ich doch wieder zurück in das Unbekannte. Und gerade auch so Thema

Alex;Erik: Beziehung oder Partnerschaft.

Alex;Erik: Ich weiß nicht, wie es bei euch war.

Alex;Erik: Meine Erfahrung, die ich gemacht habe, ist, wenn alles irgendwie zu schnell

Alex;Erik: gegangen ist und man sich gar nicht richtig hat kennenlernen dürfen,

Alex;Erik: dann ist zuerst alles ganz toll und wird alles ganz scheiße.

Alex;Erik: Weil einfach diese Schnittmengen, die Ebenen, auf denen wir uns da begegnen,

Alex;Erik: noch gar nicht richtig ausgelotet wurden und was gibt es da überhaupt alles?

Alex;Erik: Was ist das überhaupt ein Mensch, den ich gegenüber habe?

Alex;Erik: Ich meine, auch ihr werdet sicherlich immer nochmal neue Dinge an euch erkennen.

Alex;Erik: Und passt eigentlich auch wieder zu dem, was wir gesagt haben.

Alex;Erik: Alles, was irgendwie ein bisschen langsamer vonstatten geht,

Alex;Erik: das hat auch eine gewisse Qualität.

Alex;Erik: Und ich kann nur sagen, mit meiner Partnerin jetzt, ich hatte noch nie jemanden,

Alex;Erik: mit dem ich so viel Konfliktpotenzial hatte.

Alex;Erik: Weil wir aber für uns beide weiterkommen wollen. Weil wir dann an einem Tisch

Alex;Erik: sitzen und über diese Dinge sprechen

Alex;Erik: können, ohne dass der Gegenüber sich persönlich angegriffen fühlt.

Alex;Erik: Weil es ist doch ein anderer Mensch vor mir.

Alex;Erik: Und wenn ich jetzt möchte, dass mir jemand nach dem Mund redet,

Alex;Erik: dann hol ich mir einen Papagei.

Alex;Erik: Aber ich möchte ja daran wachsen dürfen. Wie oft habe ich schon irgendeinen

Alex;Erik: Input von ihr bekommen, wo ich mal meine Sichtweise überdenken durfte.

Alex;Erik: Du hast Danke gesagt. Und habe Danke gesagt, ganz genau.

Alex;Erik: Also habe ich wirklich einige Nachrichten, wo sie sagt Danke,

Alex;Erik: ich sage Danke. weil wir einfach mal eine andere Sichtweise aufgezeigt bekommen,

Alex;Erik: immer mit dem Hintergrund, hey, wir möchten uns entwickeln.

Alex;Erik: Und das ist etwas ganz, ganz Großartiges. Und ich wünsche mir natürlich,

Alex;Erik: dass das meine letzte Partnerin ist, aber selbst wenn das nicht passiert,

Alex;Erik: bin ich jetzt in der Zeit, wo wir zusammen sind, wo wir uns kennenlernen durften,

Alex;Erik: schon gerade was Sache Partnerschaft angeht, also ist sie diejenige gewesen,

Alex;Erik: wo ich am meisten von lernen durfte.

Speaker2: Schön und

Alex;Erik: Das ist etwas ganz großartiges.

Speaker2: Ich habe ein Beispiel ich habe eine Freundin die ganz lange Jahre Männer angezogen

Speaker2: hat die nicht gut waren für sie und immer wieder ist sie darauf eingefallen immer wieder

Speaker2: Und das war natürlich nicht schön für sie und hat sich selber irgendwann mal

Speaker2: gefragt, warum das so ist. Und wir haben dann auch immer mal ein bisschen drüber gesprochen.

Speaker2: Sie ist dann auch länger krank gewesen und haben viel in der Zeit miteinander

Speaker2: geredet und sie hat gute Unterstützung, glaube ich, auch von vielen engen Freundinnen gehabt.

Speaker2: Und sie hat ihr ganzes Leben aufgearbeitet.

Speaker2: Sie hat ein Buch geschrieben, nur für sich, über ihr Leben und hat ganz viele

Speaker2: andere Dinge noch gemacht, weil sie gesagt hat, es liegt an mir und ich darf

Speaker2: erst mal mich kennenlernen und in meine Entwicklung reingehen.

Speaker2: Ja, und dann hat sie auch über Tinder tatsächlich ihren jetzigen Freund kennengelernt.

Speaker2: Die sind jetzt im Dezember auch schon ein paar Jahre zusammen, vier oder fünf Jahre.

Speaker2: Sie sind super glücklich, ist ein ganz anderer Typ Mann, als das,

Speaker2: was sie vorher hatte und das zeigt einfach,

Speaker2: dass es wirklich Zeit braucht, sich mit Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen

Speaker2: und dann siehst du einfach auch andere Leute in dein Leben und das freut mich

Speaker2: für sie einfach so unheimlich,

Speaker2: weil das vorher alles immer Grütze war und ja, sie ist eine ganz,

Speaker2: ganz tolle Frau und ich mag sie unheimlich gern, sie ist jetzt auch Mama geworden,

Speaker2: wir haben eine ganz süße Tochter und das ist einfach alles wunderschön so zu

Speaker2: sehen, wie sich das entwickeln kann.

Speaker2: Großartig. Ja, toll. Ja, so kann das gehen.

Alex;Erik: Ja.

Speaker2: Und dir habe ich es ja auch schon mal gesagt, ich habe dich ja auch manifestiert.

Stefan: Ja, wir hatten keine Balzzeit, auch keine Promotion-Zeit oder sowas,

Stefan: wir hatten keine Schokoladenseiten, die wir jeden Tag rauskehren mussten.

Stefan: Wir kannten uns einfach schon unendlich lange bevor wir zusammengekommen sind. Unter

Stefan: Alltagslast, Sorgennöte des jeweils anderen. Und von daher gab es keine Promotion-Wochen.

Stefan: Wir mussten uns gar nicht bemühen, um uns überhaupt nicht.

Stefan: So, na gar nicht. Haben aber irgendwann festgestellt, gleich und gleich gesellt

Stefan: sich gerne, kann man auch aus einem Napp fressen.

Alex;Erik: Schön pragmatisch.

Stefan: Ja, auf jeden Fall war das nicht, Gegensätze ziehen sich an,

Stefan: weil davon halte ich heute gar nichts mehr.

Stefan: Gegensätze ziehen sich an, das unterschreibe ich gar nicht mehr.

Stefan: Ich sage, gleich und gleich gesellt sich gern.

Speaker2: Ja, absolut. Das ist ja auch im Befreundes- oder Bekanntenkreis so.

Speaker2: Also wenn du viele Punkte hast, wo du einfach miteinander Verknüpfungen hast,

Speaker2: das hält einfach auch länger. Das ist schöner.

Speaker2: Und ja, ich denke auch, gleich und gleich gesellt sich gern.

Stefan: Gudi, sind wir auf der Zielgeraden? Habt ihr noch Themen? Hast du was auf der

Stefan: inneren Kladde noch, wo du sagst, da willst du noch ein?

Alex;Erik: Wir könnten noch stundenlang weiterspringen.

Stefan: Okay, dann sind wir durch.

Alex;Erik: Genau, ich glaube es geht einfach, oder wir haben denke ich den Hörern auch,

Alex;Erik: die Menschen, die sich das jetzt, wie lange haben wir jetzt aufgenommen?

Stefan: Genau wie letztes Mal. Wow.

Stefan: 103 Minuten, Stunde 43.

Alex;Erik: Ich fand es auch heute wieder sehr schön und was du gesagt hast,

Alex;Erik: das finde ich auch ganz toll.

Alex;Erik: Habt den Mut, ins Außen zu gehen.

Alex;Erik: Habt den Mut, etwas an euch zu verändern, euer Leben weiter zu entwickeln und

Alex;Erik: wenn ihr diesen Mut fasst, dann werdet ihr in der Regel auch dafür belohnt.

Stefan: Genau, habt den Mut und nimm dir

Stefan: die Zeit. Wie gesagt, Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht.

Speaker2: Und startet direkt, Wartet nicht.

Stefan: Ja, neues Jahr, neue Wege.

Stefan: Wann, wenn nicht jetzt? 2026 steht vor der Tür. Wie viel sehe ich bei Instagram

Stefan: oder WhatsApp in dem Status oder in Storys?

Stefan: Und was war das doch wieder von verkorkstes Jahr? Und 26 wird übrigens ja für

Stefan: alle besser, weil ja auch eine ganz andere Sternenkonstellation ist.

Stefan: Und da sage ich dann auch zu den Leuten, ach so, die Sterne waren jetzt für

Stefan: 25 verantwortlich, nicht du, oder wie?

Stefan: Es waren ja die Sterne, es war eine verkorkste Konstellation.

Stefan: Und 26 ist die viel bessere. Dann komme ich aber gerne im Juni 26 nochmal auf

Stefan: dich zurück und gucke, ob die Sterne wirklich so gut waren.

Stefan: Das ist ketzerisch, ich weiß das. Aber ich lege gerne den Finger in die Wunde.

Speaker2: Ja, gerne.

Stefan: Ja, es ist einfach so. Gut, vielen Dank fürs Zuhören.

Stefan: Und Erik wird jetzt hier eine Drehtür kriegen. Die bauen wir gleich ein.

Stefan: Er hat das Werkzeug mitgebracht, weil wir eben gesagt haben, er hat so viel im Köcher.

Stefan: Und das heißt, wir werden auch einige Shorts machen. Also es können sieben Minuten

Stefan: Podcast sein, es können 15 Minuten Podcast sein, 20 Minuten Themen sein,

Stefan: wenn wir sagen, komm, das geht jetzt hier rubbel die Katz, das muss aber gesagt

Stefan: werden oder wir haben gerade einen Geistesblitz und das wird eben auch sein,

Stefan: dass wir dann mal einen Tag wegschließen und vielleicht fünf Folgen hintereinander

Stefan: aufnehmen, weil wir gerade sprudeln, weil du hast ja auch gesagt,

Stefan: wir könnten ewig weitermachen und so werden wir das dann auch im nächsten Jahr

Stefan: machen. da finden wir dann auch unsere Zeiten.

Stefan: Wir wissen, dass du sonntags jetzt dann im Beschlag bist.

Stefan: Aber wir finden auch andere Tage, andere Abende und wir sind ja auch Nachbarn.

Stefan: Letztendlich können wir jederzeit aufnehmen.

Stefan: Wir können vorproduzieren und ja, Themen haben wir mehr als genug.

Speaker2: Absolut. Also ihr Lieben, vielen Dank fürs Zuhören und habt einfach eine schöne Zeit.

Stefan: Erik, vielen, vielen Dank.

Alex;Erik: Danke euch, bis bald.

Alex;Erik: Das ist mein Besten. Ich bin hier in der Lage.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.