Folge 20 - Ich wusste, dass etwas nicht stimmt – und dann kam die Diagnose Krebs

Shownotes

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Stefan: Hallo zusammen, schön, dass ihr wieder dabei seid.

Alex;Olivia: Ihr habt gehört, eine dritte Stimme ist da. Heute begrüßen wir Olivia, Olivia Densch aus Kiel.

Speaker2: Hallo alle zusammen.

Alex;Olivia: Olivia ist Hypnose-Therapeutin, kennt jede Form von Angst und die Lösung der Bewältigung.

Speaker2: Vielen Dank.

Alex;Olivia: Aber das Thema Angst ist wahrscheinlich heute gar nicht unser Thema.

Alex;Olivia: Wir möchten noch gar nicht sagen, was das Thema ist, weil wir gehen gleich fließend

Alex;Olivia: rein. Das heißt, Olivia stellt sich uns mal vor und dann kannst du uns auch

Alex;Olivia: mal sagen, warum haben wir uns eigentlich getroffen?

Alex;Olivia: Wie haben wir uns gegenseitig vorgestellt? Weil du hast eine Geschichte zu erzählen

Alex;Olivia: und haben gesagt, dich wollen wir hier haben.

Speaker2: Ja, vielen Dank. Ich würde dann einfach starten. Genau, ich bin noch ein bisschen

Speaker2: aufgeregt. Das legt sich.

Alex;Olivia: Das legt sich alles.

Stefan: Ja, Olivia, also du bist ja heute aus Kiel hier angekommen. Was machst du in Kiel genau?

Speaker2: Also wir sind im August 25 nach Kiel gezogen, meine Familie und ich.

Speaker2: Und das war auch relativ spontan überlegt.

Speaker2: Also wir waren vorher in Flensburg, haben dort direkt an der Förde gewohnt, hatten es super schön.

Speaker2: Ich konnte da jeden Tag ins Wasser, habe Eisbaden gemacht.

Speaker2: Und ja, es war einfach toll. Und irgendwie haben wir gemerkt, wir brauchen was Neues.

Speaker2: Und dann haben wir uns überlegt, einen Neuanfang.

Speaker2: Wir ziehen in eine etwas größere Stadt. Wir brauchen ein bisschen mehr Trubel

Speaker2: und sind nach Kiel gezogen.

Speaker2: Das war relativ kurzfristig überlegt. Meine Tochter hat sofort gesagt,

Speaker2: ja, da will ich hin, das ist mein Volleyballverein, da habe ich Bock drauf.

Speaker2: Und dann haben wir alles verkauft in Flensburg und sind nach Kiel.

Speaker2: Ich habe dort jetzt eine eigene Praxis, auch mit im Wohnraum.

Speaker2: Ja, ich gewöhne mich noch dran.

Alex;Olivia: Schön. Schön. Du bist 36 Jahre jung.

Speaker2: Genau.

Alex;Olivia: Das dürfen wir sagen. Nur damit unsere Hörer auch immer wissen,

Alex;Olivia: wen haben wir denn hier. Wir haben Erik gestern das zweite Mal hier gehabt, auch gesagt, Erik 34.

Alex;Olivia: Also so, dass die Hörer wissen, okay, was sind das für Kaliber, die da sitzen.

Speaker2: Genau.

Stefan: Ja, und du hast eine ganz persönliche Geschichte mitgebracht für alle, die jetzt zuhören.

Stefan: Du hast etwas erlebt in deinem Leben, womit du nie gerechnet hast, richtig?

Speaker2: Ja, genau. Also soll ich schon richtig einsteigen?

Speaker2: Okay, also ich bin heute das erste Mal im Podcast und ich erzähle auch das erste

Speaker2: Mal über meine Geschichte.

Speaker2: Also wenn ich so an der einen oder anderen Stelle vielleicht den roten Faden

Speaker2: verlasse, dann helft ihr mir. auf den Weg.

Speaker2: Ja, also ich sage mal, meine Geschichte fing 2020 an,

Speaker2: also ist jetzt fast sechs Jahre her und ich habe damals schon die Jahre davor

Speaker2: als Fitnesstrainerin gearbeitet, also ich habe Kurse gegeben und es hat mir

Speaker2: auch viel Spaß gemacht, Bauchbeine, Po,

Speaker2: Langhantel, Pilates, Yoga,

Speaker2: also ich sage mal so als zweites Standbein und neben der Familie habe ich rauf

Speaker2: und runter Kurse gegeben.

Speaker2: Das war, ja, da habe ich mich ausgetobt und wohlgefühlt.

Speaker2: Und dann gab es einen emotionalen Schicksalsschlag in meiner Biografie.

Speaker2: Darüber würde ich heute nicht reden. Ich denke, wenn Interesse ist,

Speaker2: dann machen wir nochmal einen Podcast dazu.

Speaker2: Den klemmer ich heute ein bisschen aus.

Speaker2: Und ich habe nur damals zu meiner Mutter gesagt, Mama, weißt du,

Speaker2: das sind so die Momente, wo wir krank werden, wo wir emotional irgendwie etwas

Speaker2: zu verarbeiten haben, was uns einfach den Boden unter den Füßen wegnimmt.

Speaker2: Und ja, neun Monate später war ich dann auch krank. Also ich weiß nicht,

Speaker2: ob es so eine Selbstprophezeiung war.

Speaker2: Auf jeden Fall war ich dann richtig krank.

Stefan: Was war vor deiner Erkrankung? Wie hast du dich gesehen?

Stefan: Deine Energie, dein Körper, dein Selbstwertgefühl, wie hast du dich gefühlt? Wie ging es dir?

Speaker2: Also ganz interessant, weil ich war mega fit.

Speaker2: Also ich habe, wie gesagt, zu den Höchstzeiten habe ich zwölf Kurse in der Woche gegeben.

Speaker2: Habe dann auch für mich trainiert und ich war einfach fit. Ich habe mich gut

Speaker2: gefühlt in meinem Körper.

Speaker2: Ich habe mich gesund ernährt. Ich hatte, wie gesagt, so ein emotionales Thema.

Speaker2: Und ich glaube, auch deswegen habe ich sehr, sehr viel Sport gemacht,

Speaker2: um so erschöpft ins Bett zu gehen, dass ich da gar nicht ins Fühlen komme und

Speaker2: auch gar keine Zeit mehr zum Denken habe.

Speaker2: Und ich sage mal so, wenn ich mich im Spiegel betrachtet habe,

Speaker2: Dann habe ich immer gedacht, ja, jetzt nichts Besonderes und habe viel an mir

Speaker2: auszusetzen gehabt, obwohl zurückblickend war ich echt eine Granate, würde ich sagen.

Speaker2: Aber zu dem Zeitpunkt habe ich gedacht, ja, kaschier mal das ein oder andere oder versteck dich.

Speaker2: Also mein Selbstwertgefühl war jetzt nicht im rein optischen Bereich nicht so

Speaker2: ausgelabert, war jetzt nicht meine Kernkompetenz.

Alex;Olivia: Was völlig normal ist, wir kennen so viele Athleten und auch Bodybuilder,

Alex;Olivia: ob das Ambitionierte sind, ob das Profis sind.

Alex;Olivia: Wir haben alle eine gestörte Selbstwahrnehmung. Das ist lieb gemeint,

Alex;Olivia: das ist keine Kritik, das wissen sie alle.

Alex;Olivia: Wenn mir ein 1,89 Meter Mann mit 142 Kilo Körpergewicht bei 10 Gramm Körperfett

Alex;Olivia: sagt, er sieht aus flach wie ein Pfannkuchen.

Alex;Olivia: Also da wissen wir dann, okay, alle, alle haben eine gestörte Selbstwahrnehmung

Alex;Olivia: und niemand ist wirklich immer zufrieden.

Alex;Olivia: Aber das Lob von außen war doch immer da, oder? Ich meine, deine Kurse waren

Alex;Olivia: voll, du warst ein Leitwolf, Leitbild und bestimmt haben auch viele deiner Gäste

Alex;Olivia: gesagt, wow Olivia, irgendwann werde ich auch mal so aussehen wie du, ne?

Speaker2: Ja, also von außen kam das Lob, aber ich innerlich habe es nicht gefühlt.

Speaker2: So, das hätten die mir auch noch hundertmal sagen können. Ich innerlich habe

Speaker2: immer gedacht, oh, du musst mehr machen und ich glaube, deswegen habe ich dann

Speaker2: auch letzten Endes irgendwann extrem viel gemacht.

Stefan: Dann gab es einen Moment da ging es dir nicht so gut

Speaker2: Ja, ich hatte eine Schwellung am Brustkorb und da hatte sich Wasser gesammelt

Speaker2: und diese Schwellung ging einfach nicht weg.

Speaker2: Und ich habe gemerkt, dass ich so ein bisschen kraftlos wurde,

Speaker2: habe das natürlich erstmal ignoriert, das konnte ich gut.

Speaker2: Und habe dann, weil das am Brustbereich war, eine Frauenärztin gesucht und habe

Speaker2: gemerkt, dass ich in Flensburg, ich habe irgendwie gar keine Ärztin gefunden.

Speaker2: Also ich war super selten beim Arzt und habe dort gar nicht,

Speaker2: also ich habe alle möglichen Leute angerufen und ich hatte nirgendwo einen Platz

Speaker2: und dann bekam ich einen Termin bei einer Onkologin, die auch Gynäkologin ist.

Speaker2: Und dann habe ich mir gedacht, naja, was soll ich denn bei einer Onkologin?

Speaker2: Ich habe ja keinen Krebs, ich doch nicht.

Speaker2: Also ich fand das merkwürdig, dass das die einzige Ärztin war,

Speaker2: die gesagt hat, ja, wir nehmen noch neue Patienten auf.

Speaker2: Und dann bin ich dorthin und sie hatte mich untersucht und hat erstmal gesagt,

Speaker2: ja, wir versuchen es mit einem Penicillin.

Speaker2: Wir schauen erstmal, vielleicht ist da irgendein Bakterium, ein Erreger in ihrem Körper.

Speaker2: Und dann habe ich das Penicillin genommen. So.

Stefan: Und es ging nicht weg oder gab es eine Verbesserung dann?

Speaker2: Erstmal fand ich es ein bisschen merkwürdig, dass, wenn man gar nicht weiß,

Speaker2: was es ist, erstmal ein Medikament rein.

Speaker2: Und dann auch noch ein Medikament, was erstmal so ein Breitbandmedikament,

Speaker2: was erstmal alles im Körper runterfährt.

Speaker2: Und das war wie so ein Brandbeschleuniger. Also ich habe das eingenommen und

Speaker2: auf einmal bin ich müde geworden, ich war schlapp, meine ganze Haut ist kaputt

Speaker2: gegangen und die ist jetzt nicht so, dass man sagen kann, ja ein bisschen trocken, ein bisschen rau.

Speaker2: Sie war komplett offen, also mit offenen Stellen, meine Füße waren kaputt,

Speaker2: also von Kopf bis Fuß war alles kaputt.

Alex;Olivia: Das heißt, dein Körper hatte schon die Aufgabe, also dein Immunsystem war schon

Alex;Olivia: anderweitig beschäftigt, du wusstest das nicht, Arzt und Ärztin wussten das nicht.

Speaker2: Genau.

Alex;Olivia: Und dann kommt noch ein Brandbeschleuniger obendrauf.

Speaker2: Genau so, ich hätte es jetzt wunderbar zusammengefasst, genau so war es.

Speaker2: Und mein Körper war einfach überfordert und ich selber war ja auch überfordert.

Speaker2: Und da ich ja gut darin war, alles wegzudrücken und weiterzumachen,

Speaker2: habe ich natürlich erstmal versucht, meinen Sport weiterzumachen und das jetzt

Speaker2: nicht unbedingt zu reduzieren, sondern...

Speaker2: Und das so hinzunehmen, habe dann bei der Ärztin versucht, wieder einen Termin

Speaker2: zu bekommen. Das hat dann wieder zehn Tage gedauert.

Speaker2: Und ja, dazwischen gab es eine Situation. Ich glaube, die ist nochmal ganz interessant.

Speaker2: Ich bin also mit dieser ganzen Kaputtheit, also mein Körper kaputt,

Speaker2: meine Haut kaputt, meine Haare.

Speaker2: Ich habe schon richtig gemerkt, ich konnte meine Haare greifen und die sind

Speaker2: so ein bisschen ausgefallen.

Speaker2: Und ich habe immer noch gedacht, das wird alles, das ist eine Phase.

Speaker2: Ich habe nachts extrem geschwitzt, ich habe ganz viel Energie gebraucht,

Speaker2: um mein Körpergewicht zu halten, sonst wäre ich immer schlanker geworden und

Speaker2: dann bin ich zu meiner Mutter gefahren.

Speaker2: Sie wohnt in Göttingen und wir haben ja da in Flensburg noch gewohnt.

Speaker2: Ich habe mich ins Auto gesetzt, bin losgefahren. Ich wollte nämlich mich zu

Speaker2: einem Hirox anmelden und ich wollte einen Halbmarathon laufen.

Speaker2: Und ich brauchte neue Schuhe und ich dachte, ich fahre mal zu meiner Mama und

Speaker2: dann kaufen wir für mich neue Schuhe.

Speaker2: Und während ich im Auto saß, hatte ich mir eine Playlist zusammengestellt und

Speaker2: irgendwann wurde mir in diese Playlist ein Podcast gespielt und da ging es um

Speaker2: das Thema Non-Hodgkin-Lymphom.

Speaker2: Also da hat ein junger Mensch erzählt, wie er am Non-Hodgkin erkrankt ist und

Speaker2: hat auch so seine Symptome geschildert und ich habe diesen Podcast weggedrückt,

Speaker2: weil ich mich dafür nicht interessiert habe. Und dann kam der nochmal.

Speaker2: Und dann dachte ich, okay, jetzt hörst du ihn dir mal an. Vielleicht ist er

Speaker2: ja ganz interessant. Wird ja einen Grund geben, warum ich ihn jetzt zweimal

Speaker2: vorgeschlagen bekomme.

Speaker2: Und ja, dann habe ich den gehört, so eine Viertelstunde. Und dann musste ich

Speaker2: erst mal auf den Parkplatz fahren, weinen, weil ich wusste, diese Symptome habe

Speaker2: ich auch. Ich hatte diese Symptome eins zu eins.

Speaker2: Meine Haut war kaputt. Meine Organe waren am Leiden. Meine Lymphflüssigkeit floss nicht ab.

Speaker2: Ich bin schlanker geworden. Ich habe nachts geschwitzt. Ich hatte keine Energie

Speaker2: mehr. Ich war richtig auf.

Speaker2: Und der Mensch, der von seinem Non-Hodgkin erzählt hat, dem ging es genauso.

Speaker2: Ja. Und dann bin ich weitergefahren und bin dann bei meiner Mama angekommen.

Speaker2: Und sie hat mich gesehen. Und wir wussten das beide.

Speaker2: Wir wussten beide, ich bin krank. Und nicht nur ein bisschen,

Speaker2: sondern richtig doll. weil ich hatte noch keine Diagnose und ich weiß noch,

Speaker2: wie ich ausgestiegen bin und ihr Blick. Und wir haben natürlich nicht drüber gesprochen.

Speaker2: So über den Elefanten im Raum spricht man einfach nicht.

Stefan: Wie war das für dich mit dem Wissen, die ganze Zeit jetzt bei Mama zu sein?

Stefan: Im Unterbewusstsein hat es ja sicherlich auch was gemacht mit dir, ne?

Speaker2: Ja, ich habe erstmal alles weggedrückt und sie musste mir dann auch den Rücken

Speaker2: einkräben und musste mir so ein bisschen helfen in die Schuhe,

Speaker2: weil die Füße einfach so auf waren und so wund waren und auch irgendwie schon

Speaker2: mit Wasser so ein bisschen gefüllt.

Speaker2: Ja, ich war sehr, sehr müde und habe gesagt, so, jetzt gehen wir los und wir

Speaker2: kaufen die Schuhe, ich will doch den Halbmarathon laufen und sie ist mit mir mit,

Speaker2: und wir haben da gesessen sogar der Verkäufer guckte mich an so nach dem Motto

Speaker2: sie wollen Sport machen also ich muss schon ganz schön fertig ausgesehen haben,

Speaker2: und natürlich haben wir die Schuhe gekauft wussten aber beide,

Speaker2: ich laufe den nicht mehr ich mache auch nichts anderes mehr,

Speaker2: ja Ja, aber wir haben nicht gesprochen darüber. War kein Thema. Okay.

Alex;Olivia: Ja, die Wahrheit tut weh, ne?

Speaker2: Absolut. Vor allem, wenn es dein Kind ist, ne? Also so für meine Mutter war

Speaker2: es, ich möchte ja nicht, dass ihr Kind vor ihr stirbt.

Speaker2: Und ich glaube, du hast als Mutter auch ein Gefühl für dein Kind und weißt,

Speaker2: hier geht es nicht um Schnupfen oder um eine Erkältung.

Speaker2: Wir haben beide Gefühl, das ist was anderes.

Speaker2: Und dann bin ich irgendwann von ihr wieder zurück, bin nach Hause und dann hatte

Speaker2: ich auch nochmal einen Termin bei der Onkologin und die hatte mich auch nur

Speaker2: gesehen und hat mich dann gleich in die Klinik überwiesen.

Speaker2: Ich habe dann noch ein MRT gemacht, dann bin ich in die Klinik gekommen,

Speaker2: dann sollte mir ein Lymphknoten entnommen werden für die Biopsie.

Speaker2: Genau und so ist es dann weitergegangen.

Stefan: Also ich sage ja immer, es gibt keine Zufälle im Leben. Jede Begegnung ergibt

Stefan: ja letztlich einen Sinn.

Stefan: Alles ergibt einen Sinn. Es war schon gut, dass du bei ihr gelandet bist und

Stefan: auch, dass du den Podcast gehört hast. Unglaublich.

Alex;Olivia: Jetzt gerätsch ich mal wieder rein, wie in jeder Folge. Die Diagnose,

Alex;Olivia: das war ja jetzt der Fachbegriff.

Alex;Olivia: Wie lautet der denn im Volksmund, dass ich ihn auch verstehe?

Speaker2: Lymphdrüsenkrebs. Boom. Genau.

Alex;Olivia: Und das ist von den ganzen Krebsarten nicht unbedingt die Light Edition.

Alex;Olivia: Also das ist nicht so der Schnupfen unter den Krebsorten, oder?

Speaker2: Nee, gar nicht. Also ich hatte den aggressiven Verlauf.

Speaker2: Also das heißt, dass dann letzten Endes irgendwann Organversagen ist.

Speaker2: Und dass der Prozess, in dem es zum Organversagen kommt, also zum Tod, relativ zügig ist.

Speaker2: Also man spricht so von einem halben Jahr bis maximal einem Jahr.

Speaker2: Also dein Immunsystem ist halt einfach nicht mehr, arbeitet nicht mehr, ist überfordert.

Speaker2: Und es geht halt nicht schleichend, sondern in meinem Fall dann ziemlich rasant, was aber gut war.

Speaker2: Manchmal sind rasante Sachen ziemlich gut, dann schlägt auch die Chemo besser an.

Speaker2: Ich erzähle euch nochmal ganz kurz, was ich für eine Erfahrung gemacht habe

Speaker2: im Klinikum. Das fand ich ganz spannend, weil ich bin dann dorthin, das war der 20.

Speaker2: März 2020 und am 22.

Speaker2: März war Lockdown und der erste Lockdown.

Speaker2: Und ich bin am 20. halt hin und war ja auch immer noch so in dem Glauben,

Speaker2: der Kelch geht an mir vorbei.

Speaker2: Also da ist irgendwie eine Verwechslung. Das kann nicht ich sein.

Speaker2: Also ich hatte es ja nicht schwarz auf weiß. Also irgendwie hatte ich ja noch

Speaker2: die Hoffnung, das hat nichts hier alles mit mir zu tun.

Speaker2: Und dann hatte ich eine Zimmergenossin und die war so ein bisschen grantig,

Speaker2: weil sie so lange warten musste auf ihr Ergebnis.

Speaker2: Wir hatten also beide morgens unsere OP und sie haben auf den Chirurgen gewartet,

Speaker2: dass der uns dann einfach sagt, was ist dabei herausgekommen.

Speaker2: Und dann kam der mittags und mit dem Ergebnis konnten wir dann auch nach Hause.

Speaker2: Und dann hat er ihr das Ergebnis gesandt, hat gesagt, bei Ihnen ist alles in

Speaker2: Ordnung, Sie können nach Hause befinden, ist einwandfrei, da ist nichts zu finden.

Speaker2: Und dann kam er zu mir und sagte, ja, Ihr Befund, ich muss Ihnen leider mitteilen,

Speaker2: Sie haben Krebs, Sie haben Nymphdrüsenkrebs, das ist nur ein Hodgkin-Lymphom.

Speaker2: Und dann war ich total sauer auf sie.

Speaker2: Ich dachte so, blöde Kuh.

Speaker2: Nein, also warum? Ich war die ganze Zeit nett und sie war hier zickig und sie

Speaker2: kriegt irgendwie die gute Diagnose und ich war hier so freundlich und kriege

Speaker2: die doofe und ich habe das überhaupt nicht verstanden. und er sagte mir meine

Speaker2: Diagnose und dann habe ich gesagt, ja und was soll ich jetzt machen?

Speaker2: Dann sagt er, ja jetzt gehen Sie erstmal nach Hause, wir haben Lockdown,

Speaker2: also wir schließen das Krankenhaus.

Speaker2: Sie können jetzt hier sowieso nicht bleiben. Dann habe ich gesagt,

Speaker2: ja aber es ist Freitag, also was mache ich denn jetzt? Und dann sagt er,

Speaker2: ja das besprechen Sie dann mit Ihrer Onkologin.

Speaker2: Dann habe ich gesagt, ja aber die sind auch im Lockdown, also wo gehe ich denn jetzt hin?

Speaker2: Was soll ich denn tun? Also sterbe ich am Wochenende? Ich hatte gar keine Ahnung.

Alex;Olivia: Nein, menschlicher Beistand war das noch nicht. Empathisch war das nicht geprägt.

Speaker2: Nee, war es auch nicht. Er war auch überfordert mit der ganzen Situation.

Speaker2: Wir waren ja alle überfordert. Und dann bin ich aus dem Krankenhaus raus.

Speaker2: Mein Mann hat mich abgeholt.

Speaker2: Und es war ein wunderschöner Tag. Die Sonne schien.

Speaker2: Also alles war toll. Und überall schlossen die Läden. Also alles machte zu.

Alex;Olivia: Oh Gott, ist ja wieder ein Vorhang.

Speaker2: Aber weißt du, es war total schön, weil ich bin nach Hause, ich saß also dann

Speaker2: in meinem Lieblingsstuhl, konnte so nach draußen gucken, alles war wunderschön und ich wusste,

Speaker2: meine Welt steht still, aber die der anderen Menschen auch. Ich verpasse nichts.

Speaker2: Ich muss, also ich hatte ja immer Angst, ich verpasse irgendwas.

Speaker2: Und jetzt machen alle Sport und alle können irgendwo hin, nur ich nicht.

Speaker2: Nee, wir konnten alle nirgendwo hin. Und nicht nur ich und meine Nachbarn, sondern alle.

Stefan: Ja, bestimmt. Also wir können es, glaube ich, alle noch fühlen, wie es uns damals ging.

Stefan: Und ich glaube, es ist auch völlig normal, wenn man so eine Diagnose wie du

Stefan: bekommt, dass man das erstmal gar nicht wahrhaben möchte. Das schiebt man weg.

Stefan: Verwechslung, Blut, Analyt, alles ist verwechselt worden. Das kann nicht ich

Stefan: sein. Ich glaube, das ist völlig normal.

Speaker2: Ich dachte immer noch, diese Bettnachbarin, das ist eigentlich ihre, weil sie ja so...

Speaker2: Die war eigentlich, glaube ich, ganz nett. Ich glaube, die war nur ein bisschen

Speaker2: zickig und die hat meinen ganzen Frust ab und die kannte ich gar nicht.

Alex;Olivia: War eine Übersprungsreizung bei dir,

Speaker2: Ja.

Alex;Olivia: Ich wollte jetzt nicht glauben, dass du ein böser Mensch bist.

Alex;Olivia: Nicht in einem Coaching-Beruf, nicht als Therapeutin.

Speaker2: Nee, das war.

Stefan: Dann gab es das Wochenende, nichts ist passiert. Wie ging es dann weiter?

Stefan: Hast du einen Termin bekommen bei deiner Onkologin?

Speaker2: Ja, also das Wochenende war total schön, weil mein Mann, ich weiß noch,

Speaker2: ich saß in meinem Lieblingsdessel und der saß auf so einem kleinen Hocker davor

Speaker2: und guckte mich an und sagte, pass auf, du kündigst als allererstes deinen Job.

Speaker2: Ich sagte, nee, ich mache meinen Job total gerne.

Speaker2: Wieso sollte ich den kündigen? Also ich habe damals noch im sozialen Bereich

Speaker2: gearbeitet, als Pädagogin.

Speaker2: Und dann sagte er, okay, pass auf, dann machen wir eine Weltreise.

Speaker2: Ich kündige und du bist ja eh erst mal krankgeschrieben, wir machen eine Weltreise.

Speaker2: Und man dachte so, naja, wir brauchen schon irgendwie ein sicheres Einkommen,

Speaker2: also bleib mal in deinem Job.

Speaker2: Und eine Weltreise brauche ich nicht, weil ich wüsste gar nicht,

Speaker2: wohin. Also ich habe den Sinn nicht verstanden. Warum soll ich jetzt eine Weltreise machen?

Alex;Olivia: Ich kann das verstehen, warum und wie er das gesagt hat. Ich wäre auch so,

Alex;Olivia: erstmal die ganze Welt zu Füßen legen.

Alex;Olivia: Jeder normale Mensch würde sagen, wo kriege ich meine Medikationen,

Alex;Olivia: ich brauche Strukturen, ich habe jetzt ganz bestimmte Termine,

Alex;Olivia: ich habe immer wieder Diagnostiken und und und.

Alex;Olivia: Aber natürlich, ich würde auch sagen, komm Schatz und jetzt die ganze Welt.

Alex;Olivia: Also ich kann ihn 100% verstehen.

Speaker2: Ja, es war echt. Naja und dann, also die erste Frau von meinem Mann ist an Krebs

Speaker2: gestorben, muss man vielleicht dazu sagen. Also er war ein gebranntes Kind.

Speaker2: Und hatte jetzt die zweite Frau an seiner Seite mit einer Krebsdiagnose.

Speaker2: Und das war für ihn, glaube ich, einfach zu viel.

Speaker2: Und da war es eben auch so, dass sie noch versucht haben, alles mögliche zu

Speaker2: installieren und dann letzten Endes hat es nicht gereicht.

Speaker2: Und ja und dann sagt er, okay was willst du,

Speaker2: was können wir machen, wir verkaufen alles, also er war, er wollte mir wie du

Speaker2: schon sagst, die Welt zu Füßen legen und ich hab dann gesagt,

Speaker2: also ich hätte richtig Lust auf eine Pizza und ich würde total gerne erstmal was essen,

Speaker2: bevor wir hier irgendwie weiter planen und wir mussten so lachen und dann haben

Speaker2: wir genau das gemacht, was wir immer gemacht haben, wir haben gegessen,

Speaker2: wir waren mit unseren Hundis draußen,

Speaker2: Wir waren spazieren, also es ging genauso weiter, nur dass wir uns auf den Lockdown

Speaker2: vorbereitet haben, nochmal so Hamsterkäufe gemacht.

Speaker2: Ja genau. Und dann habe ich am Montag natürlich versucht bei meiner Ärztin einen

Speaker2: Termin zu bekommen, das hat dann auch alles geklappt, aber man denkt ja immer,

Speaker2: man hat eine Krebsdiagnose und dann geht das so ineinander über.

Speaker2: Dann weiß jeder, was zu tun ist und dann kommt die Therapie und du bist in guten Händen.

Speaker2: Nein, dazwischen sind immer ganz viele Tage, an denen nichts passiert.

Speaker2: Und wenn du nicht selber dich bemühst um Termine, dann kommt auch niemand und

Speaker2: sagt, apropos Frau Dinsch, wollen Sie noch einen Termin haben.

Speaker2: Also du musst schon selber machen.

Stefan: Hat man dir damals gesagt, wie viel Lebenserwartung du noch hast?

Speaker2: Ja, also mit dem Non-Hodgkin im aggressiven Verlauf hat man,

Speaker2: wie gesagt, je nach Konstitution ein halbes Jahr bis einem Jahr ungefähr.

Speaker2: Also es ist halt ein Organversagen und wenn du fit bist, startest du erstmal mit fitten Organen.

Speaker2: Aber wenn du schon Vorschädigungen hast oder dich nicht gesund ernährst oder

Speaker2: viele andere Faktoren hinzufügen,

Speaker2: dazu beitragen, dass du in keiner gesundheitlichen guten Konstitution bist,

Speaker2: dann geht es vielleicht auch schneller.

Alex;Olivia: Also ein richtig harter Trinker hätte wahrscheinlich Leber und Nieren,

Alex;Olivia: die zuerst aussteigen dann.

Speaker2: Ja, genau.

Alex;Olivia: Weil da einfach keine Widerstandskraft ist.

Speaker2: Ja, genau. Und auch wahrscheinlich, wie du mental mit dem ganzen Thema umgehst. Das kommt dazu, ja.

Speaker2: Okay.

Stefan: Und dann hast du, also der Alter ging ja ein Stück weit weiter im Lockdown,

Stefan: auch so wie man ihn dann leben musste, mit allen Einschränkungen, Beschränkungen.

Stefan: Wir konnten ja zum Glück noch Lebensmittel kaufen und waren des täglichen Bedarfs.

Stefan: Du hast dann eine Therapie gehabt, eine Chemotherapie oder was hast du dann bekommen?

Speaker2: Ja, genau. Also es war das standardisierte Verfahren. Also es wird jetzt nicht

Speaker2: geguckt, okay, du bist zu groß, so alt, so schwer,

Speaker2: du bist in einer bestimmten Konstitution, sondern es wird einfach geguckt,

Speaker2: welche Standardtherapie-Maßnahme wird für diese Art von Krebs gut vertragen

Speaker2: und wo sind gute Ergebnisse zu erwarten und die wird dir vorgeschlagen. Genau.

Speaker2: Und dann habe ich begonnen mit der ersten Chemotherapie und habe dazu natürlich

Speaker2: noch eine ganze Tüte mit Medikamenten erhalten und war ein bisschen entsetzt,

Speaker2: weil das waren so viele Medikamente.

Speaker2: Und ich dachte, ich kriege ja schon die Chemo, wozu muss ich dann immer noch

Speaker2: ein Penicillin nehmen, wozu muss ich immer noch, wozu muss ich noch Kortison,

Speaker2: also das waren, ich weiß nicht, sieben, acht Medikamente in dieser Tüte und

Speaker2: das war jetzt kein Nasenspray.

Speaker2: Und ja, dann bin ich erst mal zu meiner Ärzte und habe gesagt,

Speaker2: so, das nehme ich alles nicht, das soll sie mir mal erklären und dann konnten

Speaker2: wir uns einigen, dass ich ein paar Medikamente wirklich reduzieren konnte,

Speaker2: einige habe ich weggelassen, auf eigenes Risiko, immer alles auf eigenes Risiko.

Speaker2: Macht Angst, da die Verantwortung zu übernehmen für sich, aber ich habe mich

Speaker2: damit einfach wohler gefühlt.

Speaker2: Und ich finde, Einfluss nehmen ist immer gut.

Alex;Olivia: Ja, ja,

Alex;Olivia: Ich weiß ja schon, wie deine Story weitergeht und warum die ja auch heute hier sitzt in 2025.

Speaker2: Absolut.

Alex;Olivia: Zwei Tage vor Heiligabend, weil letztendlich ist die ganze Story ja mit einem

Alex;Olivia: schönen Happy End weitergegangen.

Alex;Olivia: Und wir kommen ja auch noch dazu, was dich dadurch wirklich getragen hat.

Speaker2: Ja.

Stefan: Hast du deine Ernährung auch umgestellt?

Speaker2: Also ich habe mich sowieso immer schon sehr gesund ernährt. Was ich aber dann

Speaker2: gemacht habe, ist, dass ich Zucker komplett so weit reduziert habe, wie ich es konnte.

Speaker2: Man muss sagen, durch die Chemo hast du Heißhunger.

Speaker2: Der Heißhunger ist permanent schlecht.

Speaker2: Ich hatte immer das Gefühl, ich muss irgendwas im Mund haben und irgendwas kauen.

Speaker2: Aber davon ist mir jetzt nicht unbedingt weniger schlecht geworden.

Speaker2: Aber es bindet ein bisschen die Magensäure.

Speaker2: Ich hatte mich vorher vegan ernährt. Und habe dann aber gemerkt,

Speaker2: ich brauche mehr Fleisch. Ich hatte richtig Appetit auf Fleisch.

Speaker2: Und dann habe ich angefangen Fisch und Fleisch und ich sage mal so in Richtung Paleo-Kost.

Speaker2: Und das habe ich gut vertragen. Also das war so Hülsenfrüchte,

Speaker2: Nüsse, Fleisch, Beeren, solche Sachen.

Alex;Olivia: Ja, Clean Food.

Speaker2: Ja, Clean Food, genau.

Speaker2: Das habe ich gegessen und ich habe als Kurstrainerin weitergearbeitet.

Speaker2: Ich konnte nicht mehr viele Kurse geben und es war Lockdown,

Speaker2: das heißt ich habe sie online gegeben.

Speaker2: Ich war die Einzige im Kursraum, wir haben dann immer alles aufgenommen und

Speaker2: dann online gestellt, sodass die, die sonst in meinem Kurs gewesen wären,

Speaker2: natürlich weiter im Workout bleiben konnten.

Speaker2: Und ich habe noch zwei die Woche geschafft.

Speaker2: Aber das war ein riesengroßer Kraftakt.

Speaker2: Und es war gut, weil wenn ich einen Pilates-Kurs gegeben habe,

Speaker2: den ich ja dann auch voll mitgemacht habe, dann hat sich das positiv auf die Übelkeit ausgewirkt.

Speaker2: Also das Aktivieren in einem moderaten Modus der Bauchmuskulatur hat dazu gefühlt,

Speaker2: dass es mir einfach nicht mehr schlecht war.

Speaker2: Schön. Das war total gut.

Stefan: Total interessant, ja. Richtig schön. Und hattest du damals,

Stefan: du hattest ja nun die Turnschuhe schon gekauft für den Marathon.

Stefan: Hattest du das noch als Ziel, ich schaffe das und ich laufe den Marathon irgendwann.

Speaker2: Brauchte ich ja nicht mehr, weil wir hatten Lockdown.

Alex;Olivia: Es gibt keine Großveranstaltung.

Stefan: Aber wir haben ja schon damit gerechnet, dass es irgendwann vorbei ist mit dem

Stefan: Lockdown und alles wieder normal wird.

Speaker2: Ja, also ich wusste immer, ich werde wieder gesund. ich wusste das einfach,

Speaker2: Ich hatte daran nie Zweifel. Ich war auch nicht ängstlich, komischerweise.

Speaker2: Ich habe sehr viel Einfluss genommen. Also einmal Einfluss durch die Ernährung

Speaker2: und ich habe Einfluss genommen durch den Sport.

Speaker2: Ich habe halt meine zwei Kurse, die konnte ich noch schaffen.

Speaker2: Das war ein Pilates, der aber ein bisschen kraftvoller war.

Speaker2: Ein Yoga und ab und an mal ein Bauch, Beine, Po. Das konnte ich noch.

Speaker2: Und als du das nach den Ton schon gefragt hast, ich habe sie immer noch.

Speaker2: Die sind jetzt sechs Jahre alt und ich habe neulich noch gedacht,

Speaker2: warum kaufe ich mir eigentlich keine neuen Schuhe für den Sport?

Speaker2: Jetzt weiß ich es, glaube ich.

Stefan: Schön.

Speaker2: Total ausgelacht.

Alex;Olivia: Ich mache mal ganz kurz einen Ausflug zu mir, um dann sofort die Überleitung zu dir zu bringen.

Alex;Olivia: Ich habe drei Schulter-OPs, mir ist dreimal die Supraspinatus-Szene abgerissen durch Kraftsport.

Alex;Olivia: Und ich habe immer den gleichen Chirurg der macht das beruflich,

Alex;Olivia: der macht das gut und der sagt, Trost, sie werden nie wieder schwer heben sie

Alex;Olivia: werden nie wieder das machen, nie wieder das und für ihn sind Kraftsportler bescheuerte Menschen

Alex;Olivia: Aber ich bin natürlich sein bester Patient. So, und dann irgendwann hatte ich

Alex;Olivia: mal vor drei Jahren eine Meniskus-OP.

Alex;Olivia: Da hat er mir eine ganze Menge in Meniskus rausgehört. Sie werden nie wieder

Alex;Olivia: Kniebeugen machen, nie wieder Kreuz heben, das garantiere ich Ihnen.

Alex;Olivia: Danach habe ich meine persönlichen Rekorde gedrückt. Nach 48 Stunden waren auch die Krücken in der Ecke.

Alex;Olivia: Und dann konnte ich schon wieder im Beinstrecker sitzen und konnte schon ein bisschen was machen.

Alex;Olivia: So, das heißt, Ärzte sind des Sportlers Feind. Zumindest sind sie nicht unsere Kooperationspartner.

Alex;Olivia: Hast du irgendjemandem aus deiner Chemo, aus deinem Ärzteteam gesagt,

Alex;Olivia: dass du Sportlerin bist und dass du Sport weiterhin machst?

Alex;Olivia: Und wenn, wie sind die damit umgegangen?

Speaker2: Nee, gar nicht. Ich habe meine Onkologin gefragt. Ich mag sie auch immer noch sehr.

Speaker2: Und sie war wirklich an meiner Seite. Und ich habe zu ihr gesagt,

Speaker2: okay, ich möchte gerne meine Kurse weitermachen. Geht das?

Speaker2: Mit Sicherheit nicht. Also ich kenne auch keine Person hier,

Speaker2: die hier sitzt und Sport macht. Und dann habe ich mir auch das Gruselkabinett da mal angesehen.

Speaker2: Und wir hingen da alle an unseren Beutelchen.

Speaker2: Und wir sahen alle wirklich schlecht aus. Da war keine Person dabei,

Speaker2: die irgendwie noch zum Sport ging.

Speaker2: Oder wo ich das Gefühl hatte, die gibt mir vielleicht mal ein bisschen Kraft,

Speaker2: weil ich so ein bisschen aufschauen kann. Und die geht da vielleicht auch fit durch.

Speaker2: Also in der Praxis, wie wir da so saßen, Und die Infusion erhalten haben,

Speaker2: da war keine sportliche Person dabei, gar nicht.

Speaker2: Und auch gerade bei Lymphdrüsenkrebs, du bist halt auch einfach wirklich fertig.

Speaker2: Das ist nochmal was anderes, wenn du vielleicht Bestrahlung bekommst oder keine

Speaker2: Chemo erhältst oder die Chemo jetzt wird sie ja auch besser vertragen als noch vor sechs Jahren.

Speaker2: Das war ja schon vor fünf Jahren ganz schön Chemie.

Alex;Olivia: Achso, da ändern sich die Rezepturen immer nach neuster Studienlage oder?

Alex;Olivia: Ich habe da gar keine Ahnung von.

Speaker2: Also mittlerweile ist es glaube ich so, dass dir nicht mehr unbedingt die Haare

Speaker2: ausfallen. Also ich hatte ja Glatze, ich hatte gar keine mehr.

Speaker2: Und auch dieses Übelsein, das lehnt dich ja auch.

Speaker2: Also wenn dir eigentlich den ganzen Tag lang schlecht ist, sich dann noch zu

Speaker2: denken und jetzt muss ich mich auch noch bewegen und springen oder irgendetwas machen.

Speaker2: Du hast gar nicht die Vorstellungskraft, dass das funktionieren kann.

Speaker2: Du tust es einfach nicht, weil du denkst, das kann gar nicht funktionieren.

Speaker2: Und ich habe gemerkt, es hat doch funktioniert. Und ich habe damals geguckt,

Speaker2: ob ich irgendeine Frau finde, die so einen Slogan hat wie fit und schön und

Speaker2: fit und gesund oder fit und mobil durch die Chemo.

Speaker2: Und ich habe keine einzige Person gefunden. Keine.

Speaker2: Vielleicht habe ich auch falsch gesucht, ich weiß es nicht. Und ich wollte wissen,

Speaker2: welche Pflegeprodukte kann ich nehmen, welche Ernährung,

Speaker2: welchen Sport kann ich machen, was kann ich für mich tun, damit ich einfach

Speaker2: durch diese Chemo gehe und nicht aussehe wie Scheintot.

Speaker2: Naja und letzten Endes habe ich dann für mich überlegt, ich mache in den guten

Speaker2: Phasen definitiv so viel Sport, wie ich kann, weil es immer nach der Chemo ein

Speaker2: paar Tage gebraucht hat,

Speaker2: in den ging es wirklich nicht, da habe ich mich halt einfach reihenweise übergeben,

Speaker2: da ging das einfach nicht.

Speaker2: Und dann habe ich ja durch die Ernährung viel machen können.

Speaker2: Der Sport ist geblieben, reduziert. Mein Eisbaden habe ich gemacht.

Speaker2: Also ich war mindestens einmal am Tag im Wasser.

Speaker2: Es war dann natürlich Frühjahr, Sommer. Die Förde ist nie irgendwie jetzt,

Speaker2: das sind keine karibischen Temperaturen.

Speaker2: Aber ich sage mal, im Sommer war das kein Eisbaden, natürlich.

Speaker2: Aber da war einfach dieses Schwimmen und dieses Salzwasser einfach eine schöne,

Speaker2: eine, ja ich hatte immer das Gefühl, ich gebe diese ganze Chemie ans Wasser ab.

Speaker2: Das zieht so die Chemie aus meinem Körper.

Speaker2: Und dann bin ich dabei geblieben, als es dann kälter wurde, dann war ich natürlich

Speaker2: auch wieder beim Eisbaden mit dabei.

Stefan: Glaubst du, dass es dir geholfen hat, schneller gesund zu werden,

Stefan: überhaupt gesund zu werden, weil du das vorher schon gemacht hast?

Stefan: Viel Sport, viel Eisbaden, viel Bewegung?

Speaker2: Also ich bin der festen Überzeugung, dass die,

Speaker2: Ich sage mal, es ist immer so ein Konglomerat aus allen Ereignissen.

Speaker2: Du kannst halt nicht nur auf die Chemo vertrauen und sagen, die Chemo macht

Speaker2: es schon und du kannst auch nicht sagen, ich mache nur Sport und nutze nichts anderes.

Speaker2: Also ich glaube, du brauchst immer so einen Mix aus Schulmedizin,

Speaker2: Naturheilverfahren, Natur an sich, Bewegungssport ist das A und O,

Speaker2: würde ich mal so in dem Fall sagen.

Speaker2: Also immer dich wieder selber spüren, selber auch wieder an so körperliche Grenzen

Speaker2: bringen, um einfach zu wissen, hey, ich funktioniere noch. Ich bin ja nicht

Speaker2: nur ein Brack, sondern es gibt ja immer noch Dinge in meinem Leben,

Speaker2: die ich gut machen kann, die ich gut meistern kann.

Speaker2: Und so ein Glücksgefühl auch auszusenden und dich einfach in deinem Körper noch zu Hause zu fühlen.

Speaker2: Also ich habe schlimm ausgesehen. Ich hatte keine Haare, meine Haut war kaputt,

Speaker2: Kortison macht ein Pfannkuchengesicht.

Speaker2: Und klar, wenn ich die Fotos sehe, dann gab es immer schöne Tage,

Speaker2: an denen hat man das mir nicht unbedingt angesehen, aber es gab auch Tage,

Speaker2: an denen war ich echt ein richtiges Wrack. Ja.

Stefan: Wahnsinn. Also ich finde das mutig.

Stefan: Einfach mutig zu dir selber zu sagen, ich mache jetzt meine Kurse weiter und

Stefan: auch unter diesen Einschränkungen, die es ja damals gab, ich finde das ganz,

Stefan: ganz stark von dir. Also jetzt ziehe ich meinen Hut.

Alex;Olivia: Normalerweise bringe ich immer zum Schluss ein kleines Fazit,

Alex;Olivia: aber dann kann ich ja jetzt schon mal sagen, dass eine gestärkte Persönlichkeit

Alex;Olivia: eben durch Sport und auch durch Sport wahrscheinlich auch dadurch auch ein gestärktes

Alex;Olivia: Mindset, Durchhaltevermögen,

Alex;Olivia: Selbstwertgefühl, Selbstliebegefühl, du tust ja was für dich, für Körper und Geist.

Alex;Olivia: Eher in der Lage ist, mit so starken Rückschlägen umzugehen.

Alex;Olivia: Das heißt also, Standard Netflixer hätte wahrscheinlich nicht die Chance gehabt, oder?

Alex;Olivia: Ich will das nicht abgrenzen, aber ich bitte ja in jedem Podcast drum,

Alex;Olivia: bewegt euch alle etwas mehr.

Alex;Olivia: Es macht ja nicht nur körperlich stark, sondern eben auch die Software.

Speaker2: Ja, also ich sage mal, wenn du in so einem Gedankenkarussell feststeckst,

Speaker2: ist das Beste, was du tun kannst, es zu verlassen.

Speaker2: Und das ist einfach manchmal wirklich nur in die körperliche Bewegung zu gehen.

Speaker2: Also wenn ich die ganze Zeit denke, oh Gott, wie schlimm und jetzt ist mir schlecht

Speaker2: und ich brauche irgendeine Unterbrechung, also stehe ich auf,

Speaker2: ziehe mir meine Schuhe an und wenn ich erstmal nur walken gehe.

Speaker2: Ich glaube, wenn man ein Couch-Potato isst und mit Bewegung nichts am Hut hat

Speaker2: und man wird dann krank, kommt in die Chemo, dann mit Leistungssport anzufangen,

Speaker2: wird nicht funktionieren.

Speaker2: Und dann ist auch für den Körper zu viel. Wenn ich aber aus dem Sport komme,

Speaker2: dann erinnert sich ja meine Muskulatur.

Speaker2: Und dann kann ich auch sagen, auch wenn der Kopf gerade noch nicht mitmacht

Speaker2: und es vielleicht ein paar Baustellen gibt, ich weiß ja, dass ich meinem Körper

Speaker2: zumuten kann, ich kenne meinen Körper und ich kann ein moderates Training machen.

Speaker2: Ich kann erstmal dabei bleiben, muss mich ja nicht komplett aufgeben.

Speaker2: Und was ich vielleicht nochmal ergänzend sagen möchte, die erste Chemotherapie

Speaker2: hat sich für mich angefühlt wie, so jetzt hat mein Körper nochmal das Signal

Speaker2: bekommen zu kämpfen und die Krebszellen zu besiegen.

Speaker2: Die zweite Chemotherapie hat mich schon Körner gekostet, auch die gesunden habe ich gemerkt.

Speaker2: Also das war nicht mehr ganz so einfach wegzustecken.

Speaker2: Die dritte war dann schon mit Knochenschmerzen verbunden und ich brauchte immer

Speaker2: länger, um mich zu regenerieren.

Speaker2: Und da wusste ich schon, jetzt tut sie mir nicht mehr gut.

Speaker2: Ich für mich wusste, jetzt ist der Punkt, wo ich es alleine schaffen könnte.

Speaker2: Ich könnte es jetzt mit meiner Methode schaffen.

Speaker2: Natürlich kannst du nicht einfach eine Chemotherapie unterbrechen und wenn du

Speaker2: das tust, dann ist das immer alles

Speaker2: auf eigenes Risiko, in eigener Verantwortung, das macht so viel Druck.

Speaker2: Ich habe mich gar nicht getraut. Ich weiß auch nicht, wie viele Menschen sich

Speaker2: das trauen. Ich weiß auch nicht, ob es richtig ist, keine Ahnung.

Speaker2: Und ich habe es dann, sechs sollte ich machen und ich wurde immer kränker.

Speaker2: Also es war dieser Peak, ich werde gesund und dann hat es mich mit der Chemo dahin gerafft.

Alex;Olivia: Wie lange dauert eine Chemotherapie?

Speaker2: Also du sitzt halt mehrere Stunden, bis die ganzen Beutel durchgelaufen sind.

Speaker2: Und ich hatte einen Port am Brustkorb, das ist wie so ein Stöpsel und da wird

Speaker2: halt die Nadel oder die Bronüle sozusagen reingepiekt. und dann laufen mehrere

Speaker2: Beutel nacheinander durch und da ist auch so ein schönes Zeichen auf dieser

Speaker2: Totenkopf so durchgestrichen.

Alex;Olivia: Also radioaktiv?

Speaker2: Nee, nicht das Radioaktiv, sondern einfach, dass es Chemie ist.

Alex;Olivia: Das heißt also, eine Chemotherapie dauert einen Tag?

Speaker2: Ja, so einen halben, das ist so einen Vormittag.

Alex;Olivia: Okay, also ich wollte es nur für mich greifen, weil ich überhaupt gar keine

Alex;Olivia: Erfahrung damit habe. Ich habe auch keine Ahnung, deswegen frage ich immer so

Alex;Olivia: zwischendurch, weil ich weiß nicht, ob die Hörer alles wissen.

Alex;Olivia: Und wenn ich schon was nicht weiß, Deswegen frage ich immer stellvertretend

Alex;Olivia: auch für unsere Zuhörer.

Alex;Olivia: Und okay, also sechs hättest du gehabt in der Staffel.

Alex;Olivia: Wie sind die Unterbrechungsintervalle von einer Chemo zur nächsten?

Alex;Olivia: Sind die fix oder sind die auch wieder nach Zwischendiagnosen?

Speaker2: Nee, die sind festge... Ich glaube, das waren immer fünf Wochen dazwischen.

Alex;Olivia: Fünf Wochen dazwischen. Okay, sechsmal.

Speaker2: Genau, und dann sitzt du da einen Vormittag. Ich habe mich immer schön gemacht.

Speaker2: Ich hatte meine Kuscheldecke dabei, Lieblingskissen.

Speaker2: Dann hatte ich ganz viel Obst und Gemüse.

Speaker2: Und Lieblingsklamotten, ich habe mich immer ein bisschen, ja,

Speaker2: einfach dafür, als würde ich in so einem... Me-Time. Me-Time, genau.

Speaker2: Und dann bin ich da immer rein, relativ kraftvoll und rausgekrochen.

Speaker2: Ja, und dann ging der ganze Dreck los mit übergeben und alles,

Speaker2: was dann sozusagen im Anschluss dann ist, was man auch so ein bisschen noch

Speaker2: aus dem Fernsehen kennt, so von Filmen.

Speaker2: Es ist einfach so, es geht einem danach nicht gut.

Speaker2: Und wenn es mir dann wieder besser ging, musste ich halt wieder hin.

Speaker2: Dann sind die fünf Wochen um gewesen und dann gibt es die nächste.

Alex;Olivia: Die Verweildauer der verabreichten Medikamente am Therapietag ist wie lange

Alex;Olivia: im Körper, wie lange ist das im System, wie lange arbeitet das nach?

Alex;Olivia: Auch in Bezug auf die Übelkeit und die Niedergeschlagenheit?

Speaker2: Also unterschiedlich. Es ist

Speaker2: ja so, dass es erstmal die guten wie die schlechten Zellen kaputt macht.

Speaker2: Ausbremst, killt. Und wenn du dann immer weniger Reserve hast,

Speaker2: dann brauchst du auch immer eine längere Rekonvaleszenz.

Speaker2: Weil du hast nichts mehr, was du noch zurückgreifen kannst. Ja, aber hat nichts mehr.

Speaker2: Das bisschen an gesunden Zellen, was er dann wieder aufgestockt hat,

Speaker2: ist dann auch sofort wieder weg.

Speaker2: Und deswegen hatte ich das Gefühl, so nach der dritten Chemo wurde es eigentlich immer krasser.

Speaker2: Und dann habe ich nach der fünften gesagt, Nach der fünften wusste ich,

Speaker2: ich werde nicht viele davon noch packen.

Speaker2: Ich wusste das einfach und dann habe ich aufgehört.

Speaker2: Ich habe es dann auf eigenes Risiko,

Speaker2: Und da war auch keiner mit einverstanden. Dann gesagt, ich bin gesund,

Speaker2: ich habe keinen Krebs mehr, ich weiß es, ich fühle das.

Speaker2: Ich mache mit meinem Verfahren weiter und durfte auf eigenes Risiko abbrechen.

Stefan: Okay, das ist natürlich krass. Was wäre denn passiert, wenn du einen Rückschlag

Stefan: bekommen hättest? Man hätte sich ja weiter behandeln müssen.

Speaker2: Genau, du wirst weiter behandelt. Wahrscheinlich hätten alle gesagt,

Speaker2: naja, ist ja kein Wunder.

Speaker2: Und dann kriegst du vielleicht das eine oder andere Schuldgefühl,

Speaker2: wird dir gemacht, das weiß ich nicht. Das will ich auch niemandem unterstellen.

Speaker2: Es ist nur einfach immer schwierig, Dinge für sich zu entscheiden,

Speaker2: wenn man in so standardisierten Therapieverfahren ist.

Speaker2: Ich wusste aber einfach, der Krebs war kein Problem mehr, der war weg.

Speaker2: Die Chemo war mein Problem. Die hat mich richtig dahin gerafft.

Alex;Olivia: Gibt es denn danach weitere Tests und Diagnosen, dass du wirklich irgendwann

Alex;Olivia: verbrieft krebsfrei bist?

Speaker2: Ja, genau.

Alex;Olivia: Und das war nach der fünften?

Speaker2: Genau, du machst weitere Tests

Speaker2: und es wird auch weiter geprüft und die Abstände werden immer größer.

Speaker2: Und ich war krebsfrei, ich war das eine ganze Zeit lang, habe ich die Tests noch gemacht.

Speaker2: Ich glaube ein Jahr lang habe ich mich testen lassen und ich hätte das auch

Speaker2: weiterhin machen können. Aber ich habe dann für mich gesagt,

Speaker2: ich brauche das nicht mehr. Wenn ich krank werde, spüre ich das.

Speaker2: Ich fühle mich gesund.

Speaker2: Und ich lebe noch, ich fühle mich gesund. Also für mich war das in Ordnung,

Speaker2: weil auch, ich sage mal, jedes Mal wieder in die Röhre zu gehen,

Speaker2: jedes Mal Kontrastmittel gespritzt zu bekommen, ist jetzt für den Körper auch

Speaker2: nicht auch eine Prozedur.

Stefan: Ja, absolut, ja. Also was ich ganz großartig finde, ist, dass du die ganze Zeit

Stefan: auf dein Bauchgefühl gehört hast.

Stefan: Du hast gefühlt, was dir gut tut und du hast das einfach gemacht.

Stefan: Du hast gar nicht lange drüber nachgedacht, du hast es gemacht.

Stefan: Und so schön auch, dass du sagst, genau für diese Chemo, was ja wirklich schlimm

Stefan: ist in dem Moment, ich habe mich hübsch gemacht, ich habe mir was Gutes zu essen eingepackt.

Stefan: Also du hast ja wirklich versucht, du hast es nicht versucht,

Stefan: sondern du hast es getan, alles drumherum schön zu machen, dir etwas Gutes auch

Stefan: in diesen weniger guten Momenten zu tun.

Stefan: Und ich glaube, das macht dir auch was im Kopf.

Stefan: Da kann ja nur ein Heilungsprozess im Grunde genommen auch vorangehen.

Stefan: Bei all den positiven Schritten nach vorne, die du gemacht hast,

Stefan: du hast es einfach gemacht, du hast nicht überlegt,

Stefan: du bist nicht in deinem Kämmerlein geblieben, in das, glaube ich,

Stefan: jeder erstmal reingeht, wenn er so eine Diagnose bekommt, sondern es passt gar

Stefan: nicht zu mir. Das kann alles weggehen.

Alex;Olivia: Also eine Chemotherapie zu zelebrieren, das muss man erstmal können.

Alex;Olivia: Also ich lerne heute unheimlich viel.

Alex;Olivia: Jetzt wieder eine völlig platte Frage. Ich bin bekannt dafür,

Alex;Olivia: immer sehr flache Fragen zu stellen, weil ich die Welt ganz einfach sehe.

Alex;Olivia: Wir haben 100% deines Verlaufes. Von der ersten Chemo bis zum Attest, dass du frei bist.

Alex;Olivia: Wie viel Anteil hatte dein Kopf, dein Mindset und dein Gefühl nach innen daran?

Alex;Olivia: Verstehst du die Frage?

Speaker2: Ja.

Alex;Olivia: Jeder Arzt würde sagen 100% Chemo-Anteil,

Speaker2: Oder? Mittlerweile glaube ich nicht mehr. Ich glaube, da ist auch ein Umdenken passiert.

Speaker2: Je nachdem, wen man da als Arzt irgendwie an seiner Seite hat.

Speaker2: Meine war sehr gut und sie hat immer, Frau Dinsch, wenn Sie der Meinung sind,

Speaker2: Sie gehen diesen Weg und Sie wollen das so machen, dann tun Sie das, probieren Sie aus.

Speaker2: Sie hatte nur vorher einfach noch sich da keine Gedanken zugemacht,

Speaker2: ob das jetzt nun hilfreich ist, Sport zu machen oder nicht. Ja,

Speaker2: ein bisschen walken können sie ja. Ich rede hier nicht von walken.

Speaker2: Ich meine, ich brauche eine Po oder Yoga oder Pilates. Also ich will schon auch

Speaker2: in die Kräftigung gehen.

Alex;Olivia: Ich war schon beeindruckt, dass du sagst, du gibst zwölf Stunden die Woche.

Alex;Olivia: Das heißt, du machst sie ja mit. Ich kenne ja keinen normalen Mensch,

Alex;Olivia: der überhaupt zwölf Kurse nimmt.

Speaker2: Du gibst sie.

Alex;Olivia: Natürlich hast du mehr Adrenalin als

Alex;Olivia: die Teilnehmer, weil du bist ja die Vorbildfunktion. Du powerst alle an.

Alex;Olivia: Du treibst die Leute an. Aber ich meine, zwölf Intervall-Kardiostunden pro Woche ist ja völlig...

Speaker2: Also war ja auch Yoga dabei. Ja, okay. Aber ich glaube, das war auch ein bisschen viel.

Speaker2: Also nicht, dass der Sport an sich zu viel war, sondern das,

Speaker2: was ich kompensieren wollte. Na klar.

Alex;Olivia: Du hast ja gesagt, dass du dich da auch reingeflüchtet hast.

Alex;Olivia: Da gehen noch so zwei, drei Stündchen extra drauf, um noch andere Sachen zu verstoffwechseln.

Speaker2: Genau. Und das war auch gar nicht Ziel, aber in der Chemo, sondern einfach nur dabei zu bleiben.

Speaker2: Und nicht, dass ich, ich nehme immer gern Einfluss auf die Dinge.

Speaker2: Und ich wollte mir einfach nicht da die Butter vom Brot nehmen lassen.

Speaker2: Also ich konnte einfach niemandem so sehr vertrauen, dass ich sage,

Speaker2: okay, sie regeln mal alles für mich.

Speaker2: Sondern ich habe ja auch noch ein Mitspracherecht und eine Tüte mit Medikamenten

Speaker2: wollte ich nicht nehmen. Wozu denn? Ich muss ja nicht jedes Mal...

Speaker2: Kortison durchnehmen und dann wieder, also ich habe ja schon,

Speaker2: ich habe immer zugegeben, ich mache doch schon die Chemo, warum muss ich denn

Speaker2: dazwischen auch noch so viel nehmen? Das macht ja für mich gar keinen Sinn.

Speaker2: Und dann konnten wir uns, wie gesagt, da einigen und dieses einfach mal mit zu quatschen.

Speaker2: Einfach mal zu überlegen, was nehme ich denn da eigentlich gerade alles ein?

Speaker2: Ist das überhaupt sinnvoll?

Speaker2: Muss ich immer ein Penicillin nehmen? Muss ich immer die Medikamente durchnehmen?

Speaker2: Und das ist ja auch nur ein Richtwert.

Speaker2: Und wenn man dann mit den Ärzten nochmal vernünftig spricht,

Speaker2: dann kann man da auch nochmal ein bisschen was nachjustieren.

Speaker2: Aber man muss auch mal wenigstens den Mund aufmachen und einfach mal fragen,

Speaker2: können sie mir das nochmal erklären, kann ich was reduzieren und dann funktioniert das auch.

Speaker2: Und das innere Bauchgefühl und vor allem auch in der Hoffnung zu bleiben.

Speaker2: Wenn ich keine Hoffnung mehr habe, dann macht mir die Chemo jetzt auch keine Hoffnung.

Speaker2: Ich muss ja selber für mich auch wissen, will ich überhaupt wieder gesund werden?

Speaker2: Das ist ja so die erste Frage, die ich mir stellen muss. Und was kann ich selber

Speaker2: dafür tun, um mich auf den Weg zu machen?

Speaker2: Und wenn ich mir das noch beantworten kann, dann nehme ich alles hinzu,

Speaker2: was mich auch gesund macht.

Stefan: Schön. Was hat sich verändert, seitdem du geheilt bist, gesund bist?

Stefan: Gibt es so große Dinge, die sich verändert haben, wo du gesagt hast,

Stefan: das sind Ziele, die ich immer hatte, das werde ich jetzt unbedingt machen und

Stefan: nicht mehr aufschieben? Gibt es da so große Themen?

Speaker2: Ja, auf jeden Fall. Also zuerst, als ich wieder gesund war und auch alles,

Speaker2: ich sag mal so ein gutes halbes Jahr dann so danach,

Speaker2: dann habe ich gedacht, alle um mich herum werden weise und sagen immer,

Speaker2: nach so einer Erkrankung sehe ich die Welt ganz anders und ich bin viel ruhiger

Speaker2: und ich ruhe in mir und bei mir hat sich nichts verändert gehabt,

Speaker2: gar nichts. Ich war noch genauso drauf wie vorher.

Speaker2: Und dann habe ich mich darüber so gewundert, dass bei mir so gar keine Weisheit gekommen ist.

Speaker2: Ich dachte so, müsste ich nicht auch ruhiger sein? Müsste ich nicht auch besonderer

Speaker2: sein? Das Leben mehr genießen?

Speaker2: Also ich habe genauso weitergemacht wie vorher auch.

Speaker2: Und irgendwann habe ich gemerkt, ich glaube so nach zwei Jahren,

Speaker2: doch, da ist ganz viel passiert. Es brauchte nur seine Zeit.

Speaker2: Und das ist so die Eingangsfrage mit diesem Schönsein, mit diesem Schönheitsideal, mit dem Selbstwert.

Speaker2: Das hat sich verändert. Wenn ich jetzt in den Spiegel gucke,

Speaker2: mein Körper hat sich verändert.

Speaker2: Auch durch die Chemotherapie bin ich sofort in die Wechseljahre gekommen.

Speaker2: Und das merkt man einer Frau an. Wenn eine Frau so in die Wechseljahre kommt

Speaker2: und dann in die Menopause, dann siehst du einfach anders aus und fühlst dich auch anders.

Speaker2: Und das ist, wenn ich jetzt in den Spiegel gucke, finde ich mich schön. so.

Alex;Olivia: Wow.

Speaker2: Und das musste ich mir nicht erarbeiten. Das ist einfach, ich glaube, das war so ein Prozess.

Speaker2: Weil es gibt so viele andere Dinge, die so viel wichtiger sind,

Speaker2: als der reine Blick in den Spiegel.

Speaker2: Wie sehe ich mich von außen? Ich will ja wissen, wie fühle ich mich von innen? Mhm.

Alex;Olivia: Bis zur Erkrankung, was war da dein Hauptberuf?

Speaker2: Da habe ich als Fachkraft im sozialen Bereich gearbeitet, also als Pädagogin

Speaker2: in sozialen Einrichtungen, auch als Leitung, als Gruppenleitung.

Speaker2: Und ich habe neben meinem Beruf teilselbstständig Kurse gegeben.

Alex;Olivia: Okay, und jetzt bist du Hypnose-Therapeutin, erste Gesprächspartnerin,

Alex;Olivia: wenn Menschen Ängste haben, Angst vor Ablehnung, vor großen Aufgaben stehen.

Alex;Olivia: Das heißt, die holst du ab.

Alex;Olivia: War das vorgezeichnet schon vor deiner Erkrankung? Oder hast du gesagt,

Alex;Olivia: ich werde irgendwann Coach?

Alex;Olivia: Oder ist das mit oder erst nach der Erkrankung gekommen, dass du sagst,

Alex;Olivia: ich habe jetzt so meinen inner Peace und ich habe jetzt die Lebensaufgabe vom lieben Gott bekommen.

Alex;Olivia: Ich begleite Menschen.

Speaker2: Also das kam danach. Also ich habe einfach wenig Ängste.

Speaker2: Und vorher hatte ich sehr, sehr viele Ängste. Also wirklich viele Ängste.

Speaker2: Aber das ist ein Prozess gewesen. Also man kann jetzt nicht sagen,

Speaker2: okay, ich werde krank, habe eine Schema und bin angstfrei. Also so hat es dann nicht funktioniert.

Speaker2: Aber ich habe ganz wenig Ängste nur noch. Ich habe auch keine Angst mehr davor

Speaker2: nochmal zu erkranken oder ich fühle mich mega gesund.

Speaker2: Trotzdem kann ich ja auch wieder krank werden. Also ich habe ja jetzt keinen

Speaker2: Impfstoff erhalten gegen Krebs. Ganz im Gegenteil.

Speaker2: Und ich glaube, natürlich gibt es Dinge, vor denen habe ich Respekt,

Speaker2: aber ich habe keine inneren, auffressenden Ängste.

Alex;Olivia: Nicht Angst essen Seele auf.

Speaker2: Ja, genau. Und ich habe ein gewisses Standing im Leben und ich weiß,

Speaker2: dass wenn die Menschen zu mir kommen, ich habe das Gefühl, ich kann es erstmal

Speaker2: alles, was da kommt, halten.

Speaker2: Und ich glaube, das ist das, was du brauchst, wenn du Coach bist oder wenn du

Speaker2: als Therapeutin arbeitest oder gerade in dem Bereich Hypnose.

Speaker2: Der Mensch geht in tiefe Trance.

Speaker2: Ich weiß nie, wo der landet.

Speaker2: Und wenn es dann um das Thema Missbrauch geht oder eine Vergewaltigung oder

Speaker2: ein Überfall oder also wirklich dramatische Geschichten kommen,

Speaker2: dann kann ich nicht weglaufen, weil dann gehe ich mit den Menschen da gemeinsam durch.

Speaker2: Und dann stehen wir das durch bis zu dem Punkt, wo es besser wird.

Speaker2: Alle Gefühle sind temporär und in dem Moment hilft mir einfach mein Standing,

Speaker2: weil ich sage, egal was da kommt, wir gehen da zusammen durch,

Speaker2: du musst dann nie wieder alleine durch und dann lösen wir das auf.

Speaker2: Und ich glaube, das wäre vor der Erkrankung, hätte ich mir das nicht zugetraut.

Stefan: Schön. Also du hast eine ganz große innere Stärke auch nochmal gewonnen.

Speaker2: Ja, jetzt wo du mich so fragst, ja, ich glaube schon. Schön.

Stefan: Wann läufst du deinen Marathon oder deinen Halbmarathon?

Speaker2: Ich glaube, den laufe ich gar nicht mehr. Ich finde Laufen toll.

Speaker2: Ich laufe so wie heute Morgen, gestern bin ich gelaufen.

Speaker2: Ich merke, Krafttraining passt besser zu mir. Einfach durch die Wechseljahre.

Speaker2: Und Laufen ist nur kopffrei. Und ansonsten bin ich jetzt beim High Rocks,

Speaker2: mache die Class mit, habe ein tolles Studio gefunden in Kiel.

Speaker2: Und ich brauche mehr, einfach, ich brauche eine starke, kraftvolle Muskulatur.

Speaker2: Davon zehre ich gerade mehr.

Stefan: Schön, dass du das so entdeckst für dich. Weil viele machen ja ihr Leben lang

Stefan: einfach weiter und höre nicht auf den Körper oder auf das Bauchgefühl.

Stefan: Und ich glaube auch daran, dass sich das immer mal verändert.

Stefan: Also auch die Lust, etwas zu

Stefan: tun im sportlichen Bereich, auf gewisse Dinge verändert sich ja auch mal.

Stefan: Und darauf darf man auch hören und diesen Weg dann einfach gehen.

Speaker2: Ja, und spannend, ich habe ja sonst auch bei eine Po-Kurse gegeben,

Speaker2: weil ich einen tollen Po haben wollte.

Speaker2: So, und jetzt mache ich High Rocks und mache mir so funktionale Übungen,

Speaker2: weil ich einfach kraftvoll sein möchte.

Speaker2: Ich möchte wieder auf eine Box springen und ich möchte mich dabei sicher fühlen

Speaker2: und der Po kommt ganz automatisch mit in Form, so wie alles andere auch.

Speaker2: Aber ich habe nicht den Fokus, ich mache Sport, um gut auszusehen,

Speaker2: sondern ich mache Sport, um mich gut zu fühlen.

Speaker2: Das hat sich verändert.

Alex;Olivia: Das erkläre ich auch vielen Menschen, wenn wir um das Thema Körpertyp sprechen.

Alex;Olivia: Also wenn jemand sagt, ich möchte kein Krafttraining machen,

Alex;Olivia: weil ich will ja nicht aussehen wie ein Bodybuilder.

Alex;Olivia: Dann sage ich zu vielen Anfängern, du wirst auch nicht aussehen wie ein Bodybuilder.

Alex;Olivia: Da bedarf es schon einiger Zeit und vielleicht auch Ernährungsweisen,

Alex;Olivia: Sichtweisen, vielleicht sogar Unterstützendenmittelchen.

Alex;Olivia: Und das zweite ist ein Bodybuilder, der schmiedet seinen Körper,

Alex;Olivia: weil er ganz klar sagt ich habe ein Idealbild und ich forme mir jede Körperpartie

Alex;Olivia: genauso wie ich sie brauche,

Alex;Olivia: um nachher im Gesamten dieses Bild zu erschaffen, im besten Fall auf einer Bühne,

Alex;Olivia: das Kampfrichter, das Bewerten, Linie, Symmetrie, Fülle, Definition

Alex;Olivia: all das und ein Crossfit Athlet oder ein High Rocks Athlet

Alex;Olivia: Die sehen so aus, wie sie aussehen, sehen ja nicht aus wie ein Bodybuilder,

Alex;Olivia: aber sind sehr athletisch, auch muskulär, tief geteilte Muskulatur,

Alex;Olivia: geringer Körperfettanteil und die haben halt diese unendliche Kraft, die sehen so aus,

Alex;Olivia: weil sie einfach funktionale Kraft jederzeit über lange Zeit bereitstellen können.

Alex;Olivia: Macht ja auch was mit dem Körper.

Alex;Olivia: Also da formt sich der Körper durch die funktionale Sache, die sie machen und

Alex;Olivia: Bodybuilder schmiedet sich.

Alex;Olivia: Der modelliert sich partiell, sagt, Mensch, ich brauche noch mehr Oberschenkel,

Alex;Olivia: denn ist das im Fokus und dann werden die Schultern noch nebensächlich behandelt, wie auch immer.

Alex;Olivia: Also ich will nicht sagen, wie ein Bodybuilder jetzt arbeitet,

Alex;Olivia: aber ich kann es mir schon ganz gut vorstellen nach 40 Jahren.

Alex;Olivia: Aber die High Rocks und Crossfit Athleten,

Alex;Olivia: das sind für mich die absoluten Modellathleten. Männlein wie Weiblein.

Alex;Olivia: Das Einzige, was die Frauen verlieren, den X-Shape. Sie haben alle keine Taille

Alex;Olivia: mehr, weil sie halt eben auch olympisches Gewicht heben, machen gerade im Crossfit.

Alex;Olivia: Und das geht natürlich auch mit extrem seitlicher Bauchmuskulatur und schon

Alex;Olivia: hast du nicht mehr diesen X-Shape.

Alex;Olivia: Also weite Schultern, dann die schmale Taille und dann schon wieder die weiten Beine.

Alex;Olivia: Also gut, ist trotzdem ein Körpertypus, den ich auch bei den Frauen sehr, sehr gerne leiden mag.

Alex;Olivia: Das ist halt eben genau dein Körper, so wie du aussiehst, weil du so arbeitest, wie du arbeitest.

Alex;Olivia: Aber du hast nicht das Schmiedeeisen in der Hand, sondern du sagst,

Alex;Olivia: ich bin einfach nur eine Maschine. Deswegen sehe ich so aus.

Speaker2: Ja, ich habe einfach Bock, springen zu können, laufen zu können und mich in

Speaker2: meinem Körper sicher zu fühlen.

Speaker2: Und das finde ich ist beim High Rocks, da machst du ja alles,

Speaker2: auch manchmal Übungen und da frage ich mich, warum, wer hat sich die ausgedacht,

Speaker2: wann muss ich hier so einen Handstand über Kopf machen und an der Wand hoch, also weiß ich nicht.

Speaker2: Aber ich mache es dann und merke, hey, das funktioniert ja.

Speaker2: Und ihr habt auch immer wieder ein bisschen was mit aus der Komfortzone raus

Speaker2: und Übungen mal zu machen, die ich so noch nicht kenne.

Speaker2: Ich erweitere mich in meinem Bewegungsfeld, also umgekehrt.

Speaker2: Ja, und ich mache es, weil es mir Spaß macht. Es macht einfach Spaß.

Alex;Olivia: Ja, das ist so vielschichtig, gerade die acht Disziplinen im High Rocks und

Alex;Olivia: ich glaube die 50 Disziplinen im Crossfit.

Stefan: Ja, und das ist ja auch das Wichtigste, dass wir wirklich sowas tun, weil es uns Spaß macht.

Stefan: Und ich sage immer, jeder findet auch eine Bewegung oder Sportart,

Stefan: die einem Spaß machen kann.

Stefan: Das denke ich wirklich. Du hast anfangs gesagt,

Stefan: dass dir so ein Netzwerk gefehlt hat, um dich auszutauschen mit Frauen,

Stefan: mit Menschen, die gerade die gleiche Erkrankung haben, denen es nicht gut geht.

Stefan: Gibt es sowas mittlerweile oder ist es ein Gedanke von dir für dich,

Stefan: so etwas vielleicht zu initiieren, gerade auch für Frauen vielleicht,

Stefan: weil das ja auch viel mit der Weiblichkeit macht, wenn man in so einer Situation ist?

Speaker2: Und es gab damals natürlich auch schon Selbsthilfegruppen.

Speaker2: Ich wollte aber nicht in so eine klassische Selbsthilfegruppe und darüber sprechen,

Speaker2: wie schlecht es mir geht.

Speaker2: Also ich wollte einfach wissen, kann man trotz Chemo sich gut fühlen,

Speaker2: Sport machen, gut aussehen, sich pflegen.

Speaker2: Also ich wollte ein bisschen mehr, als mich nur krank zu fühlen.

Speaker2: Ich wollte eigentlich mehr in diesem Gesundheitsaspekt sein.

Speaker2: Und da habe ich damals nichts gefunden. Aber wie gesagt, das ist auch schon

Speaker2: wieder ein paar Jahre her und ich glaube, dass es da auch mittlerweile viel mehr Angebote gibt.

Speaker2: Und ich wusste auch damals gar nicht, wo suche ich denn?

Speaker2: Und es war Lockdown. Es war also gar nicht unser Thema. Unser Thema war Corona, aber nicht Krebs.

Speaker2: Also es war ein ungünstiger Zeitpunkt, würde ich mal sagen.

Alex;Olivia: Danach hätte keiner mehr gegoogelt, weil bei Covid googelst du erstmal alles.

Alex;Olivia: Das ist der Weltuntergang, der wird jetzt prophezeit und da war Krebs ja nur anders parken.

Speaker2: Ja, also das war, wenn ich dann jemanden, das hatte auch keiner für Krebs interessiert,

Speaker2: das war halt gerade irgendwie Covid genau.

Speaker2: Und dann komme ich dann mit einer Krebserkrankung um die Ecke und alle so,

Speaker2: hä, wir haben Covid, nicht Krebs.

Speaker2: Und ich so, ja stimmt, habe ich verpasst. Aber ja, und jetzt ist es schon wieder

Speaker2: etwas länger her und bei mir sind es jetzt einfach die Wechseljahre,

Speaker2: die halt durch die Chemo gekommen sind.

Speaker2: Das ist mehr mein Thema. Hormone und solche Geschichten.

Speaker2: Und da versuche ich halt eben auch wieder durch gesunde Ernährung und durch

Speaker2: Eisbaden, was ich ein bis zweimal täglich mache.

Speaker2: Bei Wind und Wetter bin ich in meiner Eistonne oder in der Förde.

Speaker2: Und dadurch produzierst du wieder braunes Fett. Und das ist wieder der Killer

Speaker2: für Zuckermoleküle und Fette im Körper.

Speaker2: Und gleichzeitig baut es dein Immunsystem auf und reduziert Entzündungswerte.

Speaker2: Und das ist einfach so das, womit ich viel arbeite. Und es macht den Kopf frei.

Speaker2: Weil wenn ich mal eine Eistonne sitze, kann ich mich nicht mehr ärgern oder

Speaker2: irgendwas nachgrübeln. Dann möchte ich einfach nur atmen.

Alex;Olivia: Da fehlen einem die Worte.

Stefan: Es ist einfach nur kalt.

Speaker2: Genau.

Alex;Olivia: Können deine Coachings, die du anbietest, auch online stattfinden?

Speaker2: Ja, genau. Also ich mache jetzt auch Hypnose, biete ich auch online an.

Speaker2: Bei mir gibt es immer so Pakete, die man kaufen kann, weil ich festgestellt

Speaker2: habe, wir brauchen drei Sitzungen, um ein Thema zu lösen.

Speaker2: Das heißt, wenn jemand mit einem Blumenstrauß an Problemen zu mir kommt,

Speaker2: dann kann ich nicht sagen, okay, wir gucken uns jetzt alles an,

Speaker2: sondern gehen wir ganz strukturiert vor und schauen einfach, was gucken wir uns an.

Speaker2: Und ich sage mal, vergleiche das mal mit so einer Wiese. Da ist ganz viel Löwenzahn

Speaker2: drauf. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger.

Speaker2: Und dann kommen die Kunden zu mir und sagen, Oliver, auf meiner Wiese,

Speaker2: da wächst ein einziger Löwenzahn und der stört mich, den will ich weghaben,

Speaker2: ich will einen englischen Rasen. Dann sage ich, okay, dann gucken wir uns den an.

Speaker2: Dann kommen manchmal Menschen, die sagen, oh, du, auf meiner Wiese sind bestimmt

Speaker2: fünf, sechs, sieben, acht, noch mehr Löwenzähne.

Speaker2: Und dann sage ich, wir fangen mal an, einzuziehen. Welcher ist denn der wichtigste?

Speaker2: Und dann ziehen wir diesen ein und dann gehen vielleicht drei,

Speaker2: vier andere noch mit ein.

Speaker2: Oder der Mensch sagt, weißt du was, ich mag meine Wiese und die anderen lassen wir.

Speaker2: Und deswegen sage ich immer, ob wir nun online arbeiten oder in Präsenz,

Speaker2: schauen wir ein bisschen nach Thema und auch ein bisschen nach Anliegen und

Speaker2: hat die Person die Möglichkeit zu mir zu kommen.

Speaker2: Und dann arbeiten wir Stück für Stück den englischen Rasen entgegen.

Alex;Olivia: Meine Frage war nicht ohne Hintergedanken. Du hast den lupenreinen Website,

Alex;Olivia: ich habe sie mir angeguckt durchgelesen.

Alex;Olivia: Wenn jetzt jemand, eine Frau, in deiner Altersklasse, mit deiner damaligen Diagnose,

Alex;Olivia: in deiner sportlichen Verfassung, nämlich das, was du damals gesucht hast,

Alex;Olivia: ein Leidenspartner, für Co-Mentoring,

Alex;Olivia: um da durchzugehen, Austausch von Erfahrung.

Alex;Olivia: Wenn du deine Website anreicherst um das Thema, nur in einem Blogbeitrag,

Alex;Olivia: dann könnten ja Leute, die googeln, bei dir landen und die wissen, das ist die beste Hilfe.

Alex;Olivia: Die hat alles erlebt, wo ich gerade vorstehe. Ist das eine Idee?

Alex;Olivia: Deswegen frag dich nach online anbieten, weil es kann ja nicht jeder mal eben

Alex;Olivia: von Garmisch nach Kiel kommen und sagen, halt mir die Hand. Na?

Speaker2: Ja.

Alex;Olivia: Das, was du damals gesucht hast, könntest du heute anbieten.

Speaker2: Ja, da hast du recht. Das ist eigentlich eine gute Idee. Womit ich denn da selber

Speaker2: noch nicht drauf gekommen bin.

Alex;Olivia: Deswegen stehe ich mir mal sehr genau zu und deswegen stelle ich immer so blöde Fragen.

Alex;Olivia: Deswegen wollte ich erstmal das Business noch verstehen, wenn das online geht.

Alex;Olivia: Du schreibst noch einen schönen Blogbeitrag.

Speaker2: Ja.

Alex;Olivia: Dass der nur die Google-Bility steigt mit diesen Keywords da drin.

Alex;Olivia: Und dass man weiß, okay, weil es gibt ganz viele Menschen, die heute auch noch

Alex;Olivia: Krebs bekommen. Es gibt ganz viele sportliche Menschen.

Alex;Olivia: Es gibt Menschen in unserem Alter, die einen Anker suchen. Nämlich genau das, was du gesucht hast.

Alex;Olivia: Nicht gefunden hast. Mit Erik hatte ich genau so ein Thema.

Alex;Olivia: Wo er sagt, ja, jetzt drehe ich den Spieß um.

Stefan: Ja, und es ist ja...

Alex;Olivia: Weil Erik hatte nie einen Mentor. Da sage ich, jetzt ist Zeit für dich, du wirst einer.

Speaker2: Ja, werde ich darüber nachdenken.

Alex;Olivia: Nur eine Idee.

Stefan: Ja und du bist ja auch eine großartige Motivatorin genau für diese Menschen,

Stefan: weil du einfach auf dein Bauchgefühl gehört hast, das ist ja nicht bei jedem

Stefan: aktiv und du kannst sie ja auch dazu bringen, in das Bauchgefühl reinzugehen,

Stefan: das kann man ja aktivieren.

Speaker2: Die Hypnose ist grandios dafür.

Stefan: Ja, und dass die Leute dann einfach sich wieder fühlen und spüren,

Stefan: was wird ihnen gut tun. Einfach mal ausprobieren, einfach testen.

Stefan: Weil du bist ja nun der Beweis dafür, dass das, was Ärzte sagen in der Schulmedizin,

Stefan: was ja auch so ein Sicherheitsthema natürlich ist.

Stefan: Sie wollen ja auch auf sicher gehen und den Patienten nicht überfordern,

Stefan: deswegen sagen sie ja auch gewisse Dinge, das kann ich schon auch ein bisschen verstehen.

Stefan: Das scheint aber ja nicht für jeden richtig zu sein, das ist ja einfach pauschal

Stefan: und wir sind ja alle individuell und deswegen ist es glaube ich ganz hilfreich,

Stefan: dass deine Geschichte einfach mal nach draußen getragen wird und du die Menschen motivierst.

Speaker2: Ja, also ich kann mir gut vorstellen, da, ich denke, jeder muss seinen Weg finden.

Speaker2: Aber einfach, ja auch, ich sag mal, dank der Hypnose habe ich ja ein gutes Tool,

Speaker2: um zu sagen, wenn du dir gerade noch nicht mit deinem Bauchgefühl so sicher

Speaker2: bist, dann geh doch mal in deine Trance und schau mal, was dein Unterbewusstsein dir sagen möchte.

Speaker2: Was du dort findest, welche Gefühle dort sind, um diesen, ich sag mal,

Speaker2: diesen logischen Verstand, das was ja für uns häufig logisch ist,

Speaker2: ist ja nicht unbedingt das, was wir fühlen.

Speaker2: Wir reden uns etwas ein und fühlen aber was ganz anderes und dann kommen so

Speaker2: emotionale Herausforderungen im Leben und plötzlich sind wir gar nicht mehr

Speaker2: im rationalen Handeln, sondern gehen wieder voll in diese Emotionsschiene und handeln Hals über Kopf.

Speaker2: Und gerade mit einer Diagnose ist man die ganze Zeit zwischen,

Speaker2: ja also vom Verstand her müsste ich jetzt das und das tun und das ist auch logisch

Speaker2: und das sagt mir auch der Arzt und das ist das Therapieverfahren,

Speaker2: aber mein Gefühl sagt mir vielleicht was ganz anderes.

Speaker2: Und da ein bisschen für Klarheit zu sorgen, das finde ich ganz wichtig.

Stefan: Schön. Okay. Olivia, ich danke dir sehr für deine Geschichte.

Stefan: Ich finde sie ganz, ganz großartig und ja, ich wünsche mir,

Stefan: dass viele Menschen diesen Podcast hören und einfach ganz viel Mut haben,

Stefan: auf sich zu hören, auf ihren Bauch, in ihre Intuition zu gehen und ja,

Stefan: sich nicht alles vorschreiben zu lassen, sondern einfach fühlen,

Stefan: was ihnen gut tut, egal wo sie gerade sind.

Alex;Olivia: Ja, und wir werden natürlich deine Website, dein Insta, alles mit in die Beschreibung

Alex;Olivia: dieser Episode mit reinnehmen, dass man dich kennenlernen kann,

Alex;Olivia: dass man sieht, okay, wie sieht dein Insta aus, dass man deine Praxis findet,

Alex;Olivia: deine Website, das packen wir natürlich alles da mit rein.

Alex;Olivia: Alles durchgeklickt, durchgelinkt und vielleicht findet sich ja auch jemand,

Alex;Olivia: der sagt, Mensch, ich habe noch ganz andere Themen, ich muss mal Olivia kennenlernen.

Alex;Olivia: Ja, ich danke euch. Ich finde Hypnose so wahnsinnig spannend,

Alex;Olivia: ich habe nur so wahnsinnig Angst davor. Und wenn du sagst auch noch Fernhypnose,

Alex;Olivia: wenn ich falsch abbiege und bis Meppen fahre, also gedanklich,

Alex;Olivia: wie holst du mich denn zurück? Ich bin der größte Angsthase, den es gibt.

Speaker2: Oh, wunderbar. Dann funktioniert Hypnose super. Ich werde dein Stammgast.

Alex;Olivia: Glaub man.

Speaker2: Also Hypnose ist eben spannend, weil man kann natürlich wirklich so arbeiten,

Speaker2: dass man den kritischen Verstand aushebelt und ich zähle bis drei,

Speaker2: schnippse und du bist in Hypnose. Das funktioniert.

Speaker2: Der klassische Weg, aber es funktioniert auch ganz sanft. Und es funktioniert auch über die Ferne.

Alex;Olivia: Vielleicht ist das ja was für eine weitere Folge, weil ich denke mal,

Alex;Olivia: das wird nicht unsere letzte Episode gewesen sein.

Alex;Olivia: Wenn wir noch Themen haben, du Themen hast, vielleicht kriegen wir was in die

Alex;Olivia: Kommentare geschrieben.

Alex;Olivia: Da wünsche ich mir, dass noch viel mehr in die Kommentare geschrieben wird.

Alex;Olivia: Weil wir haben sehr viele Hörer.

Alex;Olivia: Wir wissen, wie viel gestreamt wird, wie viel Reichweite pro Episode gerade ist.

Alex;Olivia: Erik hat das Krönchen auf, der führt gerade unsere gesamte Rangliste mit seiner

Alex;Olivia: ersten Episode bei uns, wo er seine Lebensgeschichte halt erzählt hat.

Alex;Olivia: Und ja, wir würden uns natürlich freuen, dich wieder zu begrüßen,

Alex;Olivia: vielleicht auch für andere Themen.

Alex;Olivia: Ich würde dann das Thema Hypnose mir einfach wünschen, weil ich gar keine Ahnung davon habe.

Alex;Olivia: Was kann Hypnose? Wie geht sowas alles vonstatten? Das kann ein 15-Minuten-Take sein.

Alex;Olivia: Muss ja nicht immer eine Stunde oder zwei Stunden sein, sondern wir machen ja

Alex;Olivia: auch gerne mal einen kurzen Podcast.

Alex;Olivia: Im Moment schaffen wir es nicht, weil wir wirklich immer von Höchstein auf Höchstein

Alex;Olivia: kommen und so interessante Gäste haben. und wir gucken nie auf den Tacho.

Alex;Olivia: Aber man kann ja auch so ein paar Shortcuts mal machen, wo man sagt,

Alex;Olivia: das ist ein Thema, das ist ein Thema, du weißt jetzt, wie es hier aussieht,

Alex;Olivia: du weißt, wie wir hier so mit dir umgehen,

Alex;Olivia: du hast die Räumlichkeiten kennengelernt, unser kleines Ministudio und wenn

Alex;Olivia: du sagst, pass auf, ich habe hier noch zwei, drei Dinger, mach dir eine Kladde,

Alex;Olivia: wir haben immer Zeit für dich.

Alex;Olivia: Du fährst ja von Kiel hier runter.

Speaker2: Ach, für euch bin ich noch weiter.

Alex;Olivia: Aber nur, dass du einfach, dass du weißt, Die Tür steht hier offen, für egal welche Themen.

Alex;Olivia: Mindset, Regeneration, das sind alles unsere Themen. Training, Ernährung, Wellness.

Alex;Olivia: Wir möchten Körper und Geist komplett abbilden, suchen dafür auch immer wieder

Alex;Olivia: Kompetenzen in den jeweiligen Fachbereichen,

Alex;Olivia: weil wir einfach gar nicht alles können, aber eben weil wir uns schmücken mit

Alex;Olivia: echten Kompetenzen, die das eben auch beruflich machen, die die Lebenserfahrung

Alex;Olivia: haben, Schicksalserfahrung haben, dass wir sagen,

Alex;Olivia: solche Menschen brauchen wir einfach hier.

Alex;Olivia: Da kriegst du eine Bühne. Wir schmücken uns mit dir.

Alex;Olivia: Und alle sind glücklich.

Speaker2: Ich danke euch. Es war ganz wundervoll hier. Ich komme wieder.

Speaker2: Du hast so ein Zeitgefühl gehabt.

Alex;Olivia: Wie lange das heute gedauert hat.

Speaker2: Überhaupt nicht. Ich würde jetzt so denken, halbe Stunde, dreiviertel Stunde.

Alex;Olivia: Eine Stunde und sechs Minuten.

Speaker2: Wow, super. Aber es ist, glaube ich, eine gute Zeit. Eine Stunde, ne?

Alex;Olivia: Ja, absolut. Und wir haben noch nicht alles abgebildet. Du hast ja noch viel mehr im Köcher.

Alex;Olivia: Also, liebe Gäste, vielen Dank fürs Zuhören. Wir bedanken uns wirklich ganz,

Alex;Olivia: ganz, ganz doll bei Olivia.

Stefan: Ja, vielen Dank, dass du da warst. War super, super schön. Sehr spannend.

Speaker2: Ich danke euch, dass ihr mir zugehört habt und die Fragen euch.

Speaker2: Das hat sehr geholfen. Vielen Dank.

Alex;Olivia: Ja, und alles ungeskriptet. Gibt kein Fragenkatalog.

Speaker2: Nichts abgelesen hier.

Alex;Olivia: Nein, nochmal für unsere Hörer, wirklich, das ist absolut live und sehr authentisch.

Alex;Olivia: Ich möchte das immer nochmal sagen.

Alex;Olivia: Wir hatten natürlich ein kurzes Vorgespräch über Sprachnachrichten.

Alex;Olivia: Ich glaube, wir haben nicht mal telefoniert.

Alex;Olivia: Also Monologe. Wir haben nur WhatsApp-Sprachnachrichten in und her geschickt.

Alex;Olivia: Und dann fragt Olivia natürlich, worauf kann ich mich vorbereiten?

Alex;Olivia: Gibt es einen Fragenkatalog? Gibt es No-Gos? Gibt es Stoppwörter?

Alex;Olivia: Und dann hat er gesagt, nein, es ist Adalas.

Alex;Olivia: Du machst die Arme lang, wir stecken da die Nadeln rein und dann darfst du sprudeln.

Alex;Olivia: Nicht anders ist das ja auch heute geworden.

Speaker2: Dafür danke ich euch. Ein toller Adalas.

Alex;Olivia: Also ihr Lieben, dann bis zum nächsten Mal. Tschüss.

Speaker2: Bis dann. Es ist Zeit für Sie, zu schauen in sich selbst. Und zu entscheiden.

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