Folge 24 - Maries Transformation – 40 Kilo rauf, 27 Kilo runter: Was wirklich dahinter steckt
Shownotes
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Stefan: Moin Giorno, liebe Freunde der Transformation, aber ich traue mich noch nicht.
Marie: Hallo zusammen, da sind wir wieder.
Stefan: Ja, wir haben heute wieder einen wunderbaren Gast.
Stefan: Heute ist Marie-Sophie bei uns. Sie hat eine Geschichte zu erzählen und wir
Stefan: werten das heute mal als wirkliche Motivationsfolge.
Stefan: Und Marie erzählt uns gleich mal, warum sie eigentlich hier sitzt,
Stefan: warum ich sie angesprochen habe.
Stefan: Wir kennen uns aus dem Club David Lloyd Meridian, Eppendorf und Alstertal.
Stefan: Das sind beides, hast du eine Drehtür?
Stefan: Wir sehen uns regelmäßig dort.
Stefan: Und Marie-Sophie wird uns heute was erzählen, warum sie heute hier ist und wie
Stefan: sie ihr Leben in die Hände genommen hat, Körper und Geist geformt.
Stefan: Und bitteschön, stell dich gerne vor.
Alex: Ja, hallo, ich bin Marie-Sophie und die meisten mich nennen Marie in Kurzform.
Alex: Ja, ich bin 35 Jahre alt und bin vom Beruf her Musikerin und habe vor ungefähr
Alex: einem Jahr eine Transformationsreise angetreten.
Alex: Ich habe in der Corona-Zeit, wie das wahrscheinlich bei so vielen war,
Alex: richtig ordentlich an Kilos zugelegt, also 40 Kilo insgesamt und habe im letzten
Alex: Jahr gesagt, so geht das auf keinen Fall weiter.
Alex: Das haut überhaupt nicht hin.
Alex: Ich hatte während dieser Zeit einfach extreme gesundheitliche Beschwerden.
Alex: Ich konnte keine Treppen laufen, ich konnte das alles nicht mehr.
Alex: Also ich habe es gemacht und ich habe es auch im Club gemacht,
Alex: weil man wird ja im Club quasi dazu erzogen, dass man Treppen läuft.
Alex: Es gibt natürlich auch einen Fahrstuhl, aber eigentlich die Motivation sagt, lauf die Treppen.
Alex: Und ich habe eben gemerkt im letzten Jahr,
Alex: dass mir das enorm schwer gefallen ist und ich dann während einer Yogastunde
Alex: bei der lieben Gabi in Eppendorf einfach das Weinen angefangen habe, wirklich.
Alex: Also ich lag da in Shavasana und sie sprach von maßvoll sein,
Alex: also von vielleicht mal ein Stück Schokolade essen, vielleicht mal ein Glas Rotwein.
Alex: Und ich habe mich da so ertappt gefühlt, also weniger beim Rotwein als bei der Schokolade,
Alex: weil das einfach zu mir gehörte, dieses ewige Essen, dieses Essen ohne Konzept,
Alex: dieses einfach nur reinstopfen.
Alex: Und da habe ich dann gedacht, Mann,
Alex: also wenn das jetzt sozusagen der Startschuss ist, dann nutze ich das.
Alex: Und ich war damals noch in einer Beziehung, die leider nicht so glücklich war
Alex: und ich habe zu meinem damaligen Ex-Freund gesagt, du, jetzt, jetzt geht's los.
Alex: Und er hat zu mir gesagt, ja, ja, jetzt geht's los, mhm.
Stefan: Das war nicht viel Rückenwind, was er dir mitgegeben hat.
Alex: Man muss auch zu seiner Verteidigung sagen, er hat schon lange dran geglaubt, dass ich anfange.
Alex: Ich bin ja seit ungefähr drei Jahren jetzt Mitglied und habe einfach immer wieder
Alex: angefangen, immer wieder.
Alex: Und es passierte einfach nichts.
Alex: Aber dieser Moment war es dann.
Alex: Und ja, wir haben dann, waren noch ungefähr drei, vier Wochen zusammen und während
Alex: dieser Zeit habe ich schon den Ernährungsmediziner Nils Schulz-Rutenberg besucht,
Alex: der hier ja unweit wohnhaft ist und seine Praxis in der Hafencity hat.
Alex: Und ich habe zu ihm gesagt, Herr Schulz-Rutenberg, ich weiß gerade nicht weiter.
Alex: Ich bin in Rissen gewesen, ich war in der Adipositas-Klinik.
Alex: Ich habe mir das alles angeguckt und habe auch gemerkt, wie mit Menschen umgegangen
Alex: wird, die eben dieses Krankheitsbild aufweisen.
Alex: Und da geht es dann fast nur so darum,
Alex: dass man sagt, okay, Magenband und Ernährungsumstellung und das war's.
Alex: Und ich habe auch damals, als ich in Rissen war, schon gedacht,
Alex: nee, das ist hier absolute Endstation.
Alex: Das war sozusagen Punkt 1.
Alex: Dann die Stunde bei Gabi war Punkt 2. Und der Besuch bei Nils Schulz-Rutenberg war dann Punkt 3.
Alex: Und ich habe ihm von diesem Erlebnis in Rissen erzählt und er hat zu mir gesagt, Frau Golz,
Alex: ganz im Ernst, Sie sind Musikerin, Sie sind diszipliniert, Sie wissen, wie das geht,
Alex: also Sie brauchen keine Magenband-OP, wir gucken, dass wir Sie einfach so fit
Alex: machen, ich gucke mir Ihre Blutwerte an, wir stellen Sie so mit den Supplements
Alex: ein, dass Sie erstmal losstarten können.
Alex: Und in Nullkommanichts ging es dann los. Und parallel dazu bin ich halt regelmäßig
Alex: immer ins Alster Tal gefahren,
Alex: habe regelmäßig mein Training durchgezogen, hatte damals noch einen anderen
Alex: Trainingsplan und dann ging die Reise los und die Funde putzelten.
Marie: Schön, ganz tolle Story.
Stefan: Ja, du standst mit dem Rücken nicht an der Wand, sondern lagst auf dem Fußboden.
Stefan: Ich habe von Yoga keine Ahnung, aber wahrscheinlich wird es das gewesen sein.
Alex: Genau so war es.
Stefan: Und dann kam die Zeit zum Besinnen. Wow. Und das hat den Schalter wirklich umgelegt.
Alex: Ja, definitiv.
Stefan: Kurze Frage noch, wie kann man 40 Kilo aufbauen in Corona?
Stefan: Was ist es, ist es die Entschleunigung, weil man nicht mehr viel raus darf unter
Stefan: Leute, nicht arbeiten und sagt, okay, jetzt brauche ich eine Ersatzbefriedigung,
Stefan: weil ich bin eine Naschkatze par excellence.
Stefan: Ich bin, Nutella war meine erste Gläschen-Nahrung und ich weiß, wie es ist.
Stefan: Ich bin der Süße und nicht der Salzige und von daher kann ich jeden den Nasch,
Stefan: ich kann es nachempfinden und ich bin da absolut dran.
Stefan: Ich kann das gar nicht verurteilen.
Stefan: Auch nicht belächeln.
Alex: Nee, nee, es ist ganz interessant, wenn man mal ganz zurück guckt,
Alex: also meine Eltern sagen mir immer, als Kind warst du eigentlich keine Naschkatze,
Alex: du warst eigentlich nie eine Naschkatze, du warst immer so die Herzhafte.
Alex: Und dieses Süße, diesen Janker auf was Süßes, das kam irgendwie in der Kindheit als Belohnung.
Alex: Und auch gleichzeitig war das in der Kindheit so, dass meine Mutter uns immer
Alex: so ein paar Regeln mitgegeben hat und gesagt hat, so und so machen wir das mit den Süßigkeiten.
Alex: Also das war immer sehr reglementiert und deswegen,
Alex: sobald was im Verbot ist, ist es natürlich schwierig und dann wird der Janker
Alex: danach noch immer viel, viel größer und das beschäftigt mich mein ganzes Leben lang.
Alex: Also das hat nicht nur was mit Corona zu tun, sondern ich hatte immer so eine
Alex: zunehmend Abnehmen Range von plus minus 20 Kilo.
Stefan: Ui, das ist ein großes Band.
Alex: Ja, also das war schon, das ging in der Jugend schon los. Dann hatte ich immer plus minus 20.
Alex: Und in Corona war das, wie du sagst, also es war, dass man sich nicht bewegen
Alex: konnte, dass man irgendwie zu Hause saß.
Stefan: Kontaktbeschränkung ebenso.
Alex: Furchtbar, furchtbar. Ich habe damals auch noch auf dem Land gelebt in Schleswig-Holstein.
Alex: Bin dann immer mal spazieren gegangen, habe mit meiner besten Freundin,
Alex: die in Fulda lebt, gesagt, so wir gehen jetzt immer spazieren,
Alex: wir machen jetzt immer so ein paar Spaziergänge.
Alex: Und ja, aber es ist dann geblieben und dann wird man frustriert und dann fällt
Alex: man zur Tankstelle und dann gönnt man sich und so.
Alex: Und ja, also es war, ich habe damals nicht nachgedacht, was ich esse.
Alex: Und das hat dann auch irgendwann nichts mehr mit Genuss zu tun,
Alex: sondern es ist dann einfach nur Völlerei.
Stefan: Ich fühle alles daran und gerade die Beschaffungskriminalität,
Stefan: deine Tankfolge, ist bei mir der Kiosk 37 in der Osterstraße.
Stefan: Grüße gehen raus, schön, dass du lange Öffnungszeiten hast.
Marie: Was ich ja so interessant finde, ist deine Aussage, dass du gesagt hast,
Marie: du warst in einer Yoga-Session.
Marie: Und diese Energie, die da war,
Marie: das kenne ich übrigens auch. Ich habe auch eine Zeit lang Yoga gemacht.
Marie: Und du bist ja völlig frei in dem Moment.
Marie: Ruhig. Es sind andere Energie, die dann dort sind. Und wenn du dann noch jemanden
Marie: hast, der eine tolle Stimme hat, der dich anleitet, der triggert dann natürlich etwas.
Marie: Und was ich so großartig finde, ist, dass man...
Marie: In dieser Yoga-Einheit einfach auch seinen Schmerz rauslassen kann.
Marie: Ich kenne viele, die dann weinen. Also die, oder die einfach,
Marie: ja, vielleicht das auch unterdrücken, aber am liebsten weinen möchten,
Marie: weil sich gerade ganz viel löst.
Marie: Und das finde ich so faszinierend. Das ist ganz, ganz großartig.
Marie: Das muss nicht beim Yoga passieren, kann ja auch beim Joggen passieren.
Marie: Bei allem, was meditativ ist, auf jeden Fall.
Marie: Und das finde ich toll. Also ich glaube, bei ganz vielen Menschen muss es so
Marie: richtig doll schmerzhaft sein und dann die Erkenntnis kommt und jetzt ist Schluss.
Alex: Ja, also ich habe mit dem Yoga schon recht früh,
Alex: was heißt recht früh, also mit 25 angefangen während meines Masterstudiums,
Alex: weil ich einfach einen Ausgleich zu dieser sehr kopflastigen Sache mit dem Orgelspielen
Alex: und Chorleiten und so weiter gebraucht habe.
Alex: Und damals wuch ich übrigens auch 20 Kilo plus und hatte da nämlich dann während
Alex: meiner Yoga-Zeit auch 20 Kilo wieder abgenommen.
Alex: Und ich bin auch meiner damaligen Yoga-Lehrerin noch so dankbar für diese Zeit,
Alex: auch diesen Ausgleich zu finden und auch wieder in meine Mitte zu kommen.
Alex: Und als ich dann vor einem Jahr bei Gabi im Training war.
Alex: War das so, dass diese Asanas, die saßen alle noch und egal wie viele Kilos
Alex: ich hatte, ich habe immer noch gespürt ungefähr, wie sich das alles anfühlt.
Alex: Aber dieser körperliche Widerstand, den ich überwinden musste,
Alex: der war doch durchaus spürbar.
Alex: Also ein herabschauender Hund ging nicht mehr so geschmeidig oder eine Kobra
Alex: ging nicht mehr so geschmeidig, sondern das war alles so, wie soll ich sagen,
Alex: wie in so einem Speckmantel gefasst.
Alex: Und mir wurde auch damals gesagt, dass du das überhaupt noch so kannst und so fühlst.
Alex: Und das fand ich auch damals so ein bisschen frech.
Stefan: Ist eine Wertung, die hört sich nicht. Ich kenne so viele üppige Damen,
Stefan: die so gelenkig sind, wo ich sage, die kommen mit den Fingern an den Fußboden. Ich nicht.
Stefan: Ich treffe maximal meine Schienbeine. Ich bin flexibel wie ein Amboss.
Stefan: Und meistens sind es wirklich die Damen, die ein bisschen was mit sich tragen,
Stefan: die super flexibel sind.
Alex: Mhm, mhm. Aber für mich ist dieses Körpergefühl, also das ist auch das,
Alex: wo ich dann wieder hin möchte,
Alex: ist einfach dieses Körpergefühl von, ich möchte leicht sein,
Alex: ich möchte mich gut fühlen, ich möchte springen können, ich möchte zum Bus rennen
Alex: können, ohne dass mir irgendwie die Puste ausgeht.
Stefan: Oder das Knie wegfliegt durch die Ruhebelastung.
Alex: Oder das, mit den Knien ist das ohnehin so eine Sache,
Alex: weil durch diese enorme Gewichtszunahme von 40 Kilo ist natürlich auch diese
Alex: Gesamtlast auf den Knien enorm und,
Alex: Ich erinnere mich noch, als ich nach Hamburg zog, hatte ich massive,
Alex: wirklich massive Knieprobleme.
Alex: Das war jetzt so vor drei Jahren ungefähr. Und ich bin dann auch auf Anraten
Alex: eines damaligen Trainers zum Orthopäden und der hat zu mir gesagt, ja,
Alex: also sie haben das und das, sie haben Arthrose in dem Stadium,
Alex: sie haben das und das. Und dann habe ich gedacht, ja wunderbar.
Alex: Und da habe ich aber diesen Knall noch nicht gehört, sondern der kam jetzt erst
Alex: vor ein paar Wochen, wo ich erneut beim Orthopäden saß und der zu mir sagte,
Alex: also Frau Golds, ich muss Ihnen sagen, Sie haben jetzt gerade mal die achtfache
Alex: Last Ihres Gewichts auf Ihren Knien gehabt.
Alex: Ist Ihnen das überhaupt bewusst, was Sie Ihren Knien damit angetan haben?
Alex: Und wenn man das dann so einfach rückblickend sieht, dann wird man einfach auch
Alex: sauer mit sich und sagt, was habe ich meinem Körper da bloß zugemutet.
Alex: In dem Stadium bin ich jetzt. Aber es gab auch mal Zeiten, wo ich dann gesagt hätte, mir doch egal.
Stefan: Das heißt aber in der Summe, du hast ja verschiedene Up and Downs gehabt.
Stefan: Du hast eine Spielmasse von 20 Kilo plus minus gehabt. Und heute eine Erleuchtung,
Stefan: die du damals, aber während deiner Achterbahnfahrt nicht hattest, richtig?
Stefan: Das heißt, deine Rückfallquote dürfte jetzt deutlich gesunken sein.
Alex: Das hoffe ich.
Stefan: Mehr Selbstachtung, mehr Selbstliebe, mehr Selbstverantwortung.
Alex: Definitiv. Also es ist ja auch so, wie man dann so, die Außenwahrnehmung ändert sich natürlich auch.
Alex: Also ich merke jetzt zum Beispiel im Club, also in beiden Clubs,
Alex: dass man anders ins Gespräch kommt.
Alex: Ich hatte zum Beispiel letztes Jahr eine Begegnung mit einem Mitglied und sie
Alex: sagte zu mir nur, also du an der Hipthrust, ich glaube, das machst du öfter.
Alex: Und ich so, wow, was ist das denn?
Alex: Und ich hatte Manschetten vor der Hips-Rust-Maschine ganz, ganz lange.
Alex: Ich hab da wirklich, ich hab's immer an der freien Hand gemacht,
Alex: weil ich immer gedacht hab, oh, ich versteh dieses Gerät nicht.
Alex: Und als ich dann das erste Mal dran saß, habe ich gedacht, oh,
Alex: das ist aber cool, das möchte ich jetzt wissen, wie das funktioniert.
Alex: Ja, und dann kam irgendwann in Eppendorf ein Mitglied auf mich zu und sagte,
Alex: kannst du mir das mal erklären?
Alex: Und ich habe gesagt, ich, ich werde gebracht.
Alex: Also, und dann denkt man immer so, die hat mich halt noch nicht gesehen mit
Alex: plus 20 oder 26 Kilo mehr auf den Ritten, da hätte sie mich vielleicht nicht gefragt.
Alex: Und einerseits finde ich das schade, dass man so jemanden nicht fragen würde,
Alex: wenn er auch mehr Kilos drauf hat.
Alex: Auf der anderen Seite freut es mich jetzt, dass ich jetzt gefragt werde.
Stefan: Ja, sehr, sehr schön.
Marie: Das ist immer noch so dieses typische Bild, glaube ich, dieses Voreingenommene,
Marie: was wir Menschen oft haben.
Marie: Wir schieben in eine Schublade und das tun wir alle, bewusst und unbewusst.
Marie: Und es ist nicht fair, das muss man auch ganz klar sagen.
Marie: Denn jemand, der einfach mehr Gewicht drauf hat, der kann ja trotzdem sehr gut
Marie: und sehr sauber in der Übungsausführung sein.
Marie: Aber ich glaube, diese Verbindung ist bei vielen nicht da.
Marie: Wobei ich auch glaube, viele beobachten erstmal die Leute eine ganze Weile.
Marie: Also das empfinde ich so bei mir.
Marie: Wenn man irgendwo neu ist, die beobachten erstmal und sehen dann auch,
Marie: Mensch, ja, ist ja doch ganz ordentlich und ganz sauber und gutes Tempo, gute Gewichte.
Marie: Da kann ich doch mal ins Gespräch gehen.
Stefan: Ich wollte noch anmerken, was ich nicht für ausgeschlossen halte.
Stefan: Alex und ich haben über die Jahre unheimlich viele Trainingspartner gehabt,
Stefan: auch weibliche Trainingspartner schon gehabt.
Stefan: Und wir können gleich mal aufzählen, wie viele von denen heute eine Trainerlizenz
Stefan: in der Tasche haben. Denn wir haben einen sehr guten Freund,
Stefan: Wladimir Waltrowitsch, Grüße gehen raus an dich, der Fitnesslehrer.
Stefan: Der Mann ist Dozent an verschiedenen Akademien und bildet Fitnesstrainer B-Lizenz,
Stefan: A-Lizenz, Functional Training, Personal Training, Personal Training,
Stefan: Medical Fitness aus und wir haben schon wirklich
Stefan: ganz viele bekannte Freunde zu ihm geschickt und die haben heute alle ihre Trainerlizenzen,
Stefan: arbeiten gar nicht in dem Job, haben aber gesagt, das, was ich hier mache oder
Stefan: was ihr uns beigebracht habt, das möchte ich verbrieft haben.
Stefan: Wer weiß, wofür auch immer, die Lizenz verfällt nicht.
Stefan: So, und sieben, acht Mädels?
Marie: Bestimmt.
Stefan: Allein in den letzten anderthalb Jahren, nur in den letzten anderthalb Jahren,
Stefan: die eine B-Lizenz, Fitness B, das befähigt dich auf der Fläche in jedem Fitnessclub
Stefan: zu arbeiten und auch Personal Trainer Lizenz.
Stefan: Das heißt, du lernst nochmal den gesamten Körper in seiner Anatomie,
Stefan: lernst wirklich da nochmal alles und das halte ich bei dir gar nicht für ausgeschlossen,
Stefan: wenn du ein wissbegieriger Mensch bist und wenn du sagst,
Stefan: ob ich es beruflich brauche, weiß ich nicht, aber haben ist immer besser als brauchen.
Stefan: Ich schließe das bei dir auch nicht aus und dann drehst du den Spieß nochmal um.
Alex: Das ist ganz interessant. Ich habe letztes Wochenende mit meiner Familie zusammengesessen,
Alex: wir hatten ein Familienfest und ich berichte meiner Familie immer sehr gerne
Alex: über das Fitness und Romanian Deadlifts und Bulgarian Split Squats und mein Bruder immer so, ach,
Alex: was redet die da für ein Kauderbild.
Alex: Und aber es gab einen Moment auf der Fläche im Alstertal,
Alex: da hatte ich meine Schwester dabei und ich habe zu ihr gesagt,
Alex: oh du musst unbedingt mal an der langen Hand den Romanian Deadlifts ausprobieren
Alex: und probiere einfach nur mal mit der 20 Kilo Stange und ich habe ihr das,
Alex: vorgemacht und hatte die 20er dann in der Hand und ich so, oh ist ja leicht,
Alex: oh das geht ja so geschmiert und sie dann, sie hat es dann ausprobiert und ich
Alex: habe sie richtig angefeuert.
Alex: Ich habe ihr gesagt, so sauber, sauber und hier und sie macht auch sehr gerne
Alex: viel Sport und da habe ich gedacht, boah,
Alex: du kannst ja motivieren, was ist denn da los und so, dass du das auf einmal
Alex: so pushen kannst und so weiter und um auf deinen Hinweis zu kommen,
Alex: mein Bruder hat nämlich letzte Woche zu mir gesagt, ey, willst du nicht?
Stefan: Es lag so nah, gerade.
Alex: Es lag so nah.
Stefan: Wirklich.
Marie: Einfach um noch mehr Verständnis auch für vieles zu bekommen.
Marie: Also mehr Wissen, mehr Verständnis, wie funktioniert was.
Marie: Und das macht das eigene Training auch nochmal intensiver. Du kriegst nochmal
Marie: einen anderen Blickwinkel einfach auf dein Training.
Stefan: Nochmal zu einer Eingangsgeschichte, als du sagtest, okay, und dann hast du
Stefan: angefangen mit dem Training. Training ist Training. Wir kennen den 2. Januar.
Stefan: Alle gehen in den Klopp, alle melden sich an, zahlen ihren Beitrag.
Stefan: Und die Cardiogeräte sind alle voll besetzt und am Eisen kaum einer zu sehen.
Stefan: Das heißt für Neueinsteiger, die kein Körperbewusstsein haben,
Stefan: die aber sagen, jetzt ist die Zeit für Veränderung.
Stefan: Komisch, immer genau mit dem Kalenderblatt, 1. Januar, 2. Januar.
Stefan: Die dann die Cardiogeräte belegen, das sind meistens natürlich auch dann die
Stefan: Mitglieder, was ich traurig finde, die du nach acht Wochen nicht mehr siehst,
Stefan: weil das Cardio war nicht die Lösung für die große Transformation.
Stefan: Wie hast du denn dein Training angefangen? Ich weiß ja, dass du heute schwer
Stefan: heben kannst, dass du akkurat heben kannst, aber wenn du sagst,
Stefan: du hast dann und dann angefangen, war nach diesem Yoga-Crash erst Cardio oder
Stefan: hast du gesagt, gleich ans Eisen?
Alex: Also ich war ja schon eigentlich die Jahre zuvor, also als ich auch angefangen
Alex: habe, schon immer am Eisen.
Alex: Aber eben nicht so schwer wie jetzt. Also ich war so die typische,
Alex: ich sag mal in Anführungszeichen, die typische Frau, die immer gedacht hat,
Alex: oh bloß nicht zu schwer, bloß nicht zu schwer.
Alex: Und ich hatte dann maximal die Fünfer-Scheiben auf der Langhantel,
Alex: wenn ich Romanians gemacht habe.
Alex: Und dann habe ich nur gedacht, ja okay, da passiert ja nichts.
Alex: Also bei mir ist halt auch in den Jahren nichts passiert, weil ich auch einfach
Alex: keine Progression aufgebaut habe.
Stefan: Achso, ich dachte, da passiert nichts mit Unfällen.
Alex: Das auch.
Alex: Aber grundsätzlich, also wenn ich eine Einheit starte, dann starte ich schon
Alex: mit acht Minuten Cardio.
Alex: Aber ich gönne mir auch immer ein ordentliches Warm-up, weil mir einfach super
Alex: wichtig ist, dass mir eben nichts passiert.
Alex: Und bei einem Zweiersplit in der Woche muss man auch einfach darauf achten,
Alex: dass da nichts passiert.
Stefan: Für unsere Gasthörer, was ist ein Zweiersplit?
Alex: Also ich habe einen Oberkörper-Unterkörpersplit. Das heißt, ich starte am Montag
Alex: immer mit meinem Unterkörper und gehe dann am.
Stefan: Dienstag in den
Alex: Oberkörper, habe Mittwoch dann mein Cardio und dann geht die ganze Sache wieder
Alex: los. Also Unterkörper, Oberkörper und dann Cardio und Sonntag ist natürlich Rest Day.
Stefan: Das Vokabular sitzt auch schon komplett wunderbar.
Alex: Genau, ja und also mit der Progression habe ich dann einfach nach und nach angefangen,
Alex: weil ich dann auch immer wieder mal von Trainern gehört habe, die gesagt haben,
Alex: hey du kannst als Frau schwer heben, das ist überhaupt kein Ding.
Alex: Also scheue dich nicht vor schweren Gewichten und so.
Alex: Gut, beim Seitheben bin ich jetzt trotzdem bei vier bis fünf Kilo.
Stefan: Ja, kleiner Muskel, der schnell beleidigt. Was willst du da hochheben?
Stefan: Das langt schon die Einkäufe in die
Stefan: dritte Etage zu tragen mit angezogenen Schultern, dann sind die auch warm.
Alex: Nee, aber das mit dem Warm-up zum Beispiel, das ist jetzt erst,
Alex: weiß ich nicht, seit wann mache ich das? Ungefähr seit vier, fünf Monaten.
Alex: Aber ich merke, dass das einfach auch richtig, richtig gut tut und auch diese
Alex: Aufwärmsätze vorher, das ist schon nice.
Alex: Und also für mich ist immer dieser Blick in den Spiegel, wenn man auf einmal
Alex: sieht, huch, was denn mit deiner Schulter passiert.
Alex: Ich liebe diese Blicke in den Spiegel, wo du denkst, ach das kann aber jetzt
Alex: nicht sein, was da denn passiert.
Alex: Also das zahlt sich dann auch aus. Also diese Kontinuität, die zahlt sich einfach
Alex: aus und das merkt man im Alltag oder auch im Spiegel.
Stefan: Du hast eben ein Wort gesagt, das wird nicht jeder verstehen,
Stefan: Progress. Es ist einfach der Fortschritt deiner muskulären Entwicklung.
Stefan: Also du baust mehr Muskulatur auf, du wirst stärker, kannst dann wieder mehr Gewicht heben. Gut.
Stefan: Du hast natürlich jetzt schon 27 Kilo rausgezogen in 15 Monaten oder in 12 Monaten?
Alex: In ungefähr 13 Monaten.
Stefan: In 13 Monaten 27 Kilo rausgezogen. Wir wissen, da sind keine Unterstützerchen
Stefan: drin, kein Osempik, keine Abnehmenspritze, keine Tabletten.
Stefan: Nichts, was man unterm Ladentisch kauft, sondern du warst einfach deinen Kopf umgeschaltet.
Stefan: Hast du gemerkt, dass durch den Kraftsport und die Fortschritte, die du machst,
Stefan: bestimmte Nahrungsmittel aus dem Blick verschwinden, dass du sagst,
Stefan: nee, das würde ich heute mit der Zange nicht mehr anfangen, wo du dich früher
Stefan: drauf gestürzt hast, ohne dich selber maßregeln zu wollen.
Stefan: Mir geht es nämlich darum, mir wurde schon von einigen meiner Coaches und Gästen
Stefan: gesagt, Stefan, seitdem wir hier trainieren, bestimmte Sachen gucke ich mir
Stefan: gar nicht mehr an, die sind weg.
Stefan: Ich habe mich neu orientiert in der Nahrungsmittelauswahl. Ist bei dir auch?
Alex: Das ist bei mir auch so. Also ich war total das Fastfoodie, ganz, ganz furchtbar.
Alex: Also alle sämtlichen Läden waren meine Freunde und das auch zu,
Alex: sagen wir mal nicht, orthodoxen Zeiten.
Alex: Und, naja, und darauf, also zum Beispiel jetzt so einen richtig,
Alex: richtigen Cheeseburger oder sowas, ne,
Alex: mit so richtig dieser quaddeligen Ketchup-Soße, kann ich nicht mehr. Ja.
Alex: Ich habe hier, Unweit ist ja ein Dönerladen, der sehr gut ist.
Alex: Den habe ich frequentiert ohne Ende. Aber...
Alex: Ich war, weiß nicht, im letzten Jahr war ich nochmal da und habe mir einen Halloumi-Dürum gegönnt.
Alex: Ich habe gedacht, warum schmeckt dir das nicht mehr?
Alex: Das schmeckt mir einfach nicht mehr. Ich saß da und habe gedacht,
Alex: nee, nee, komm, komm, geh mir weg mit dem Zeug.
Alex: Und stattdessen achte ich einfach drauf, dass meine Nahrungsmittel frisch sind,
Alex: dass ich viel Gemüse esse, dass ich meinen Protein kriege.
Alex: Und dass ich einfach darauf achte, dass es wirklich frisch ist und zum Beispiel
Alex: im Club drüben kriegt man auch super frisches Essen,
Alex: was richtig, richtig lecker ist und also ich sag mal so vom Double Mac, whatever,
Alex: was es da gibt, zum,
Alex: tollen Caesar Salad oder Feel Good Salad oder was auch immer oder jetzt gerade Spargelsaison,
Alex: großartig.
Alex: Man lernt, also dieses Gefühl fürs Essen lernt man wieder anders.
Alex: Und man muss überhaupt nicht hungern, das ist es.
Alex: Also vielleicht denken jetzt viele, ja bei 27 Kilo, die muss doch irgendwie
Alex: hungern oder muss irgendwelche Proteinshakes oder was weiß ich was noch was trinken.
Alex: Und nee, also es ist einfach auch ganz, hat ganz viel damit zu tun,
Alex: dass man auf seinen eigenen Körper und sein eigenes, worauf habe ich Hunger hört.
Stefan: Richtig.
Alex: Und das konnte ich lange Zeit nicht. Ich konnte das nicht auf meinen Hunger
Alex: hören, weil das war ausgeschaltet.
Alex: Das war einfach nur rein, fertig. Und sobald man einfach mal die Handbremse
Alex: anzieht und guckt, was schmeckt mir eigentlich, dann merkt man,
Alex: also jetzt zum Beispiel Milchschnitte all night long oder keine Ahnung,
Alex: könnte ich nicht, kann ich nicht mehr, also Schokolade sowieso bin ich nicht.
Alex: Bist du raus? Bin ich raus. Also auch so zum Beispiel diese ganzen Gummibärchen oder was weiß ich.
Alex: Auch Chips oder sowas. Manchmal, aber ich kann nicht so gut Fett essen.
Alex: Das merke ich sofort im Gesicht.
Marie: Ah, okay, ja, in der Haut dann auch. Was war schwerer für dich,
Marie: die Ernährungsumstellung, die ja Stück für Stück sicherlich auch vorangegangen
Marie: ist, oder ins schwere Krafttraining zu gehen?
Alex: Also dadurch, dass diese Geschichte mit den Supplements und dem Krafttraining parallel passierte,
Alex: war beides gleich schwer oder nicht schwer, würde ich sagen.
Alex: Also das ging eigentlich Hand in Hand und witzigerweise haben mir diese medizinischen
Alex: Supplements dafür einfach geholfen,
Alex: genauer hinzuhören und genauer zu schmecken und so weiter.
Alex: Und da, das war nicht schwer.
Alex: Das war einfach nicht schwer. Und ich glaube, wir haben ja eben vom Schalter
Alex: gesprochen, der einmal umgelegt wird.
Alex: Wenn der einmal umgelegt ist, dann bleibt der hoffentlich auch umgelegt.
Stefan: Ja, man sagt ja, für die Änderung einer Gewohnheit oder um sich was abzugewöhnen
Stefan: oder aus einer Sucht auszusteigen, braucht der Körper oder braucht der Geist
Stefan: wahrscheinlich, was hast du immer gesagt, 21 bis 28 Tage oder sowas.
Stefan: So lange dauert eine Rauchentwöhnung, so lange dauert die Entwöhnung aus der
Stefan: Coca-Cola, so lange dauert die Entwöhnung einfach schlechte Angeboten hätten ablegen müssen.
Stefan: Aber das geht nicht von heute auf morgen. Da brauchst du einen guten Monat für
Stefan: und dann sind die auch weg.
Marie: Was waren das denn für medizinische Supplements, die du bekommen hast?
Alex: Also darf man hier die Marke sagen?
Stefan: Also wir sind ja völlig frei.
Alex: Okay, ja. Also es waren Mittel von Formed.
Alex: Formed ist eine Marke, ich glaube, die sitzen in Frankfurt.
Alex: Und Daniel Schulz-Rutenberg arbeitet eben mit denen zusammen.
Alex: Und das waren jetzt zum Beispiel Stoffwechselaktivatoren, das war Vitamin D, Omega 3,
Alex: ich habe auch Öl zu mir genommen, Selen, Tabletten, also das waren so die Punkte,
Alex: die er mir mitgegeben hat.
Alex: Also er wollte einfach ein Reset setzen von den Nährstoffen bei mir,
Alex: weil eben bei manchen Dingen eine Mangelversorgung vorlag.
Alex: Und ja, das haben wir dann ausgeglichen und dann ging das ganz ratzifatzi. Ah, schön.
Marie: Das ist unglaublich, dass du diesen Arzt gefunden hast und dein Bauchgefühl
Marie: gesagt hast, ich bin hier in dieser Klinik falsch, ich brauche was anderes. Ganz, ganz großartig.
Alex: Also er ist auch jemand, ich glaube, er ist auch selber sehr sportlich aktiv, soweit ich das weiß.
Alex: Er ist auch im Longevity-Bereich jetzt gerade sehr aktiv.
Alex: Und alleine, dass er zu mir gesagt hat, also ich war gerade frisch getrennt
Alex: und saß dann bei ihm und dann hat er gesagt, Frau Goiz, das ist jetzt Ihr Moment.
Alex: Das ist Ihr Moment. Sie können, also es kann gar nicht mehr schlimmer werden
Alex: als jetzt, also stehen sie auf und machen sie.
Alex: Und dann, ja, dann ging es los.
Stefan: Großartig. Ich habe eine Frage, weil viele Menschen haben den Wunsch,
Stefan: sich zu verändern, aus verschiedenen Gründen. Das eine ist der Look.
Stefan: Ich gefalle mir nicht mehr, ich kann nicht mehr im Spiegel, das bin nicht ich.
Stefan: Der zweite, und das kriege ich ja oft als Trainer auch gesagt,
Stefan: ja Stefan, mein Arzt schickt mich eigentlich hier zu dir, Blutwerte,
Stefan: nicht gut, gar nicht gut.
Stefan: Ich habe auch schon Gäste gehabt, die gesagt haben, Stefan, wenn ich jetzt nicht
Stefan: anfange, habe ich noch drei Jahre. Oh Gott, oh Gott, ja. So, das auch.
Stefan: Also es gibt immer entweder die Not, ich muss was tun oder es gibt den Wunsch,
Stefan: ich möchte was tun, weil ich nicht mehr in diesem Kleid rumlaufen möchte,
Stefan: was ich jetzt gerade trage.
Stefan: Und trotzdem gibt es Widerstände am Anfang. Wie fange ich richtig an?
Stefan: Bei dir hört es sich aber so an, dass nach dem Schalter umlegen du gar keine
Stefan: Widerstände mehr hast. Du hast einfach losgelegt.
Stefan: Du hattest keine Anfangshemmung, du bist nirgendwo von Poller gelaufen,
Stefan: sondern sagst, ich nehme es jetzt in die Hand und ich mache es.
Alex: Okay, super. Also das von Pollerlaufen, das habe ich mir schon ein Jahr zuvor gegönnt.
Alex: Da habe ich mir nämlich mal richtig schön die Bänder gerissen und so.
Alex: Und da ging das Gewicht nochmal richtig nach oben.
Alex: Also da war gar nichts mehr. Und ich erinnere mich an eine Peinlichkeit,
Alex: die werde ich auch nie vergessen,
Alex: dass ich nämlich im Club drüben mit einem Lastenaufzug hochgefahren werden musste,
Alex: weil die Treppen ja nicht möglich waren für mich.
Alex: Und die hatten irgendwie einen Ausfall des Liftes da und dann wurde ich echt
Alex: mit dem Lastenaufzug da neben den Wäschekarren gefahren und ich habe gedacht, oh Gott, nee.
Alex: Das kann jetzt echt, das ist jetzt gerade echt ein schlechter Scherz, was dir hier passiert.
Alex: Aber auch da war der Moment noch nicht gekommen, dass der Schalter umgelegt war.
Alex: Ich habe es einfach hingenommen, ich habe es akzeptiert und habe gedacht, ja gut, dann ist es so.
Alex: Und ich muss ehrlich sagen, meine Familie, die waren auch sehr traurig,
Alex: die waren betrübt, mich so zu sehen, weil sie haben ja auch ein anderes Bild
Alex: von mir gehabt und ich habe auch ein anderes Bild von mir gehabt.
Alex: Und wenn man dann so einen Polster um sich herum baut und die Umwelt,
Alex: auch die nähere Umwelt sieht einfach, wie können wir ihr helfen,
Alex: wir können ihr irgendwann nicht mehr helfen.
Alex: Und meine Mutter sagte das noch neulich zu mir, sie sagte, ach,
Alex: also ich habe echt gedacht, ich habe dich nicht lang, du wirst mir 50 Jahre alt und dann war es das.
Alex: Und wenn man das dann jetzt auch so hört, wie auch die Umwelt mit einem mitgelitten
Alex: hat, das beschäftigt mich schon jetzt auch.
Alex: Und nochmal zu deiner Frage, ob ich jetzt mein Körperbild nicht gut gefunden habe.
Alex: Ja, na klar habe ich mein Körperbild nicht gut gefunden.
Stefan: Also Motivator Nummer eins war der Look.
Alex: Ja, also es war einer, auf jeden Fall der Look war einer, aber auch die Gesundheit
Alex: an und für sich, die Knie, dieses Schwerfällige, dieses… Das ist mechanisch.
Stefan: Aber über Blutbilder hast du dir nie Gedanken gemacht, über Leberwerte,
Stefan: über hormonelle Werte, weil das spielt ja auch noch mit rein,
Stefan: dass die Leute gar nicht im Blick, die nicht zum Arzt gehen und eine Blutbildbesprechung machen.
Stefan: Also es gibt ja auch den schleichenden Tod irgendwann.
Alex: Ja, also es war tatsächlich, das war tatsächlich auch ein Thema,
Alex: dass die Werte gesagt haben, ja sie haben eine Fettleber.
Alex: Und auch da habe ich dann einen Schock gekriegt, weil ich dann gedacht habe,
Alex: oh Gott, eine Fettleber, du bist 34, also damals auch 34. Ich habe gedacht,
Alex: das kann doch nicht sein.
Alex: Du kannst, du stehst quasi in der Blüte deines Lebens und hast eine Ergebnisliste
Alex: wie so eine, weiß ich nicht, 85-Jährige oder so.
Alex: Das ist schon dann Endstation und wenn man das dann so sieht,
Alex: dann ist der Motivator auf jeden Fall, jetzt gib Gas und krieg die Kurve und
Alex: mit 35 geht das ja noch immer ganz gut.
Alex: Aber wenn es später gewesen wäre, ich glaube es wäre immer schwerer geworden.
Alex: Also gehe ich stark von aus. Ja.
Marie: Was würdest du denn einer Frau sagen, die in deiner Situation von vor zwei Jahren
Marie: heute steht und die Angst hat anzufangen oder nicht an sich glaubt,
Marie: das zu schaffen, was würdest du ihr mitgeben?
Alex: Also ich hatte gerade dieses Erlebnis im Club auch mit jemandem,
Alex: der so anfing und sie sagte auch, ich weiß nicht, was ich tun soll.
Alex: Und dann habe ich zu ihr gesagt, weißt du was, wir fangen zusammen an.
Marie: Oh, schön.
Alex: Also ich habe sie leider nicht mehr gesehen. Ich weiß nicht,
Alex: ob es da nicht gereicht hat, sie so zu motivieren, aber ich habe ihr auch einfach
Alex: meine Geschichte erzählt und wie es für mich angegangen ist.
Alex: Und ich würde auch zu jemandem sagen, geh mal zum Arzt, lass dein Blutbild checken
Alex: und hör mal in dich rein, wie es dir so geht damit.
Alex: Und ich bin wirklich eine, wenn ich ein neues Mitglied sehe bei uns,
Alex: dann denke ich jedes Mal, toll, dass sie da ist.
Stefan: Genau, das ist es nämlich.
Alex: Ich freue mich jedes, jedes Mal und ich kann euch eins sagen,
Alex: als ich vor drei Jahren anfing.
Alex: Ich habe nur schöne Menschen gesehen im Meridian. Ich habe nur schöne Menschen
Alex: gesehen und ich habe gedacht, boah, ich passe hier nicht her.
Alex: Ich passe, ich darf hier nicht sein.
Alex: Und das war auch so ein Moment, wo ich gedacht habe, passe ich hier überhaupt her?
Alex: Und bis ich dann eine sah, die ungefähr so in meiner Körperform damals war,
Alex: dann habe ich gesagt, du passt hier her, du darfst hier sein.
Alex: Und das ist glaube ich auch so ein Ding, wo viele dann auch zurückschrecken.
Alex: Also wo viele dann auch sagen, oh Gott, die sehen ja alle so gut aus,
Alex: aber keiner sieht den Weg,
Alex: den diese Menschen gegangen sind oder was sie für innere Sachen mit sich rumtragen,
Alex: warum sie überhaupt im Gym sind. Und das sieht ja keiner.
Alex: Das ist ja auch immer so ein Thema.
Alex: Aber ich habe einfach dann gedacht, nein, du darfst hier sein, du tust was für dich.
Alex: Und das würde ich jedem sagen, der so ein bisschen im Struggle ist,
Alex: darf ich hier sein, natürlich.
Stefan: Und ganz ehrlich, es zwingt einem keiner jetzt, dass du gleich mit der engsten
Stefan: und kürzesten Teveo-Hose startest, sondern oder im Kompressionst-T-Shirt,
Stefan: du kannst auch mit dem Hoodie arbeiten.
Stefan: Zum Beispiel ganz viele Bodybuilder, die wollen ja gar nicht gesehen werden.
Stefan: Wie ist der Look gerade, weil das sind zum Beispiel Wettkampfathleten,
Stefan: da soll man möglichst nicht sehen, wie weit derjenige schon ist oder diejenige,
Stefan: auch wenn wir das im Legatum sehen, die Mädels, die sind dick eingepackt und
Stefan: das sind fast alles Bühnenartikel.
Stefan: Athleten, dann verhüllt man sich halt, dann nimmt man ein Oversized Pullover,
Stefan: Oversized T-Shirt, da siehst du keine Konturen und du kannst trotzdem da reingehen.
Stefan: Und ganz ehrlich, ich sehe das ganz genauso wie du.
Stefan: Natürlich gibt es immer, aber das sind halt eben Menschen, die nicht ganz so
Stefan: weit denken können, die sagen, was will die denn hier, hat die sich verlaufen?
Stefan: Nee, ich sage auch jeder, der bei uns in den Club reinkommt.
Stefan: Ich feiere das. Und was ich auch, das habe ich in einigen Folgen schon mal gesagt
Stefan: und ich höre nicht auf, das zu wiederholen, die Leute, die unterjährig sich anmelden in den Club,
Stefan: das sind mir die allerliebsten, weil die haben wahrscheinlich auch gerade die
Stefan: letzte Mahnung bekommen.
Stefan: Oder mit sich selbst standen sie im Gericht und sagen, ja, okay, es ist 27.
Stefan: Juli, dann fange ich jetzt halt an.
Stefan: Weil sie zur Erkenntnis gekommen sind. Oder der Arzt sie schickt.
Stefan: Aber finde ich zehnmal besser als den zweiten Januar.
Marie: Und selbst wenn die Menschen kein gesundheitliches Thema haben oder nicht abnehmen
Marie: möchten, mental macht es auch unheimlich viel aus.
Marie: Und jeder, der im Fitnessstudio trainiert, der geht mit ganz vielen Themen seines
Marie: Lebens auch anders um. Der Blickwinkel verändert sich, weil du einfach voll konzentriert bist.
Marie: Du bist in deiner Ausführung, du bist im Tunnel oder du bist im meditativen
Marie: Zustand, wie auch immer, gerade wenn du Cardio machst oder wenn du Yoga machst oder schwimmst.
Marie: Und das macht unheimlich viel mit dem Kopf, mit dem Kopf, mit der Seele natürlich auch.
Marie: Und viele Veränderungen passieren dann automatisch. Das klickert einfach dann im Kopf.
Marie: Und wir kennen ganz, ganz viele Menschen, die ein hartes Krafttraining machen,
Marie: weil sie aus einer Essstörung kommen oder weil sie sich körperlich nicht mehr
Marie: gefühlt haben oder verschiedene Dinge einfach gemacht haben,
Marie: um sich körperlich zu fühlen und einfach irgendwann gemerkt haben,
Marie: das ist nicht der richtige Weg.
Marie: Ganz, ganz viele, die ins ganz harte Krafttraining deswegen eingestiegen sind
Marie: und so einfach ein optimierteres Leben jetzt führen.
Alex: Das kann ich nur bestätigen, dieses sich nicht fühlen, das hatte ich nämlich auch.
Alex: Dieses, nun gut, ich habe einen sehr kopflastigen Beruf und eigentliches Orgelspielen
Alex: und das professionell zu machen, auch schon ein eigenes Workout.
Alex: Und ich habe,
Alex: immer gedacht, als ich dann so mehrgewichtig war, ich schaffe diese ganzen Läufe
Alex: mit den Pedalen, ich schaffe das alles nicht.
Alex: Und deswegen auch diese Abnahme jetzt hat auch dazu geführt,
Alex: dass ich mein Instrument wieder so spielen kann,
Alex: wie ich es damals zu meinem Masterexamen gespielt habe und einfach auch wieder so flink bin.
Alex: Und das ist auch so ein Ding, diese Behäbigkeit in meiner Professionalität.
Alex: Ganz furchtbar.
Alex: Und auch dafür habe ich abgenommen. Also ich bin ja jetzt, also es ist alles
Alex: noch auf dem Weg, es dauert noch ein bisschen,
Alex: aber das jetzt wiederum festzustellen und zu merken, ich kann wieder professionell
Alex: so arbeiten, wie ich es eigentlich gewohnt bin, das ist auch das größte Geschenk,
Alex: muss ich wirklich sagen.
Alex: Denn als Organist, man kann natürlich auch mehr gewichtig als Organist sein.
Alex: Klar, es gibt auch solche Kollegen und das ist auch in Ordnung.
Alex: Aber ich merke das einfach, dass es eine andere Kondition halt hat.
Stefan: Wenn wir nochmal zum Kraftsport zurückkommen und zur Ernährung,
Stefan: dann sagst du wahrscheinlich auch nicht nein zu Kreatin, richtig? Hast du Kreatin an Bord?
Alex: Noch nicht.
Stefan: Ach, noch gar nicht? Nee. Ich dachte, dass du da schon weiter wärst,
Stefan: weil dann kann ich dir eins sagen, das Kreatin ist natürlich ein Stoff,
Stefan: ist das meist erforschte Nahrungsergänzungsmittel, was es gibt.
Stefan: Es lässt dich natürlich schneller regenerieren, es gibt dir mehr Kraft,
Stefan: es speichert Wasser in deiner Muskulatur.
Stefan: Du siehst nicht aus wie ein Schwamm, aber du kannst gut regenerieren,
Stefan: du wirst den Schlaf etwas verbessern, aber die kognitiven Fähigkeiten von Kreatin,
Stefan: das ist gerade das, was am meisten noch erforscht wird.
Stefan: Ich glaube auch, dass du dann nochmal eine ganz andere Performance oder auch
Stefan: mit deiner Gedankenstruktur am Instrument, da wirst du auch noch einen kleinen Schalter umlegen.
Stefan: Weil gerade die kognitiven Fähigkeiten, was Kreatin wirklich bietet,
Stefan: also du machst noch ein paar PS frei, das ist dein nächster Turbo, den du zündest.
Alex: Dann weiß ich ja, was ich zu tun habe.
Stefan: Fang erst mal ganz leicht an mit 3 Gramm oder 4 Gramm, weil manche Leute,
Stefan: die es gar nicht kennen, der Darm kennt es nicht.
Stefan: Und wenn der dann sagt, okay Marie, das überlegen wir uns nochmal,
Stefan: aber wenn du sagst, okay, das hat alles super geklappt, dann empfehle ich dir
Stefan: einfach nur als Coach 1 Gramm pro 10 Kilo Körpergewicht.
Stefan: Das ist auf jeden Fall ein gutes Maß.
Stefan: Auf den Dosen steht halt immer 3 Gramm oder 5 Gramm, das brauchen sie für die Zulassung.
Stefan: Aber man darf eine Schippe mehr nehmen. Und in dem Fall ist mehr auch mehr.
Alex: Ja, also ich habe viel von Kreatin gehört und natürlich sagen dann einige,
Alex: oh, da nimmst du gleich wieder zu und was weiß ich.
Stefan: Wasser in der Muskulatur.
Alex: Ja, das ist ja in Ordnung.
Stefan: Das ist gewünscht. Überleg mal, wenn du eine Zerrung hast oder eine Prellung,
Stefan: dann kriegst du ja meistens so ein Ödem, also eine Ansammlung von Wasser.
Stefan: Das ist ja ein Schutz des Körpers, dass er Wasser an die entzündete oder beleidigte
Stefan: Stelle bringt, um sich zu schützen.
Stefan: In dem Fall ist es Kreatin, was sich gleichmäßig in deine belastete Muskulatur
Stefan: legt, um dich zu schützen, um es auch geschmeidiger zu machen,
Stefan: widerstandsfähiger. Du wirst neue Kraftwerte haben, verlass dich drauf.
Stefan: Kann man sagen, und das ist nämlich mein Appell, den ich meinen Coaches im Club immer mitgebe,
Stefan: wenn ich sehe, dass die wirklich ambitioniert vom ersten Training mitarbeiten
Stefan: und wenn ich sehe, die sind akkurat, die werden sich nie verletzen,
Stefan: die arbeiten so, wie ich es mir vorstelle und wie ich es auch anlerne,
Stefan: Und viele von denen haben wirklich Herzblut. Dann sage ich immer,
Stefan: mein Wunsch ist, so nach den drei Trainings, die wir fertig haben,
Stefan: dann mein Wunsch ist, dass du süchtig nach dir selbst wirst.
Stefan: Hast du dieses Stadium schon erreicht?
Alex: Definitiv. Und deswegen ist es halt auch so hart, weil ich hatte jetzt eine
Alex: Woche erkältungsbedingte Trainingspause und ihr glaubt nicht, wie es mir geht.
Alex: Ich bin so ein hungriger Wolf und möchte eigentlich besser gestern als heute
Alex: wieder starten und merke aber, dass ich jetzt so ein bisschen noch Vorsicht walten lassen muss,
Alex: damit es halt nicht irgendwie eine langgezogene Erkältung wird,
Alex: die mich dann noch mehr Kraft kostet und so weiter.
Stefan: Ganz genau.
Alex: Und das ist jetzt so eine Erfahrung, auf die ich gerne verzichtet hätte,
Alex: weil ich auch leidenschaftliche Saunagängerin bin und einfach auch gucke,
Alex: dass mein Immunsystem auch mit Sauna in Gleichgewicht kommt.
Alex: Und ich habe immer rumgetönt und habe gesagt, ich werde nicht krank,
Alex: mein Immunsystem ist bombenfest.
Alex: Ja, und zack hat es mich hingeledert.
Alex: Und ja, und da muss ich halt jetzt noch ein bisschen vorsichtig sein.
Stefan: Du hast in diesen sieben Tagen oder lass es noch zehn in Summe werden,
Stefan: gar nichts verloren, überhaupt nichts.
Stefan: Und du wirst dich wundern, du fängst natürlich die ersten beiden Trainingsoberkörper,
Stefan: Unterkörper mit Halblast an und nicht deine alten Gewichte, weil das Erste,
Stefan: was wieder angelernt werden muss, sind deine Bänder und Gelenke. Das ist das Allererste.
Stefan: Die Muskulatur ist geblieben, 100 Prozent bei deiner Ernährung.
Stefan: Und nur, dass du dir nicht gleich ein Band abrubfst. Wenn du sagst,
Stefan: okay, ich nehme mal das Gewicht wieder.
Stefan: Aber du hast ja auch vorhin geschildert, ziemlich klug, wie du reingehst mit Aufwärmsätzen.
Stefan: Das ist auch schon mal gut, ganz wichtig.
Stefan: Aber du wirst rückblickend stärker zurückkommen, weil das war eine
Stefan: Regenerationspause, ja, und glaubt man, in drei Wochen, heute in drei Wochen,
Stefan: wirst du an jedem deiner Geräte oder auch Stangen einen kleinen neuen Zettel
Stefan: dran haben mit einem persönlichen Rekord.
Stefan: Ich weiß das, ich weiß das, du kommst von gleich stärker zurück.
Stefan: Und deswegen ist es so wichtig, dass
Stefan: Und auszukurieren, das ist klug, das ist richtig.
Stefan: Ich habe schon so viele Leute aus dem Rennen nehmen müssen, die sagen,
Stefan: noch rotze ich rum, aber ich gehe schon mal rein.
Stefan: Ich sage, mit diesem einen Training, was du dir heute gönnst,
Stefan: wirst du in deinem Look nichts verändern.
Stefan: Aber wenn da die Klatsche zurückkommt, dann bist du drei Wochen flach.
Stefan: Und wenn wir es ganz schlemmen und Alex und ich sind nur positive Menschen,
Stefan: wir kennen keine negativen Energien, aber ich muss immer wieder die mögliche
Stefan: Herzmuskulenzündung mit entspülen.
Alex: Na klar.
Stefan: Wenn du was verschleppst, Nebenhüllentzündung, bronchiale Geschichten und das
Stefan: legt sich aufs Herz, dann bist du sechs Monate weg.
Stefan: Und dann war es die eine Stunde wert?
Alex: Ja, eben.
Stefan: Also, genau.
Alex: Ja, ja, das ist so, aber man muss sich dann auch wieder disziplinieren,
Alex: da auch entspannt zu bleiben und zu sagen, okay, alle anderen ziehen durch und
Alex: du sitzt jetzt hier und starrst deine Bilder zu Hause an.
Alex: Das ist natürlich, aber man kann dann auch viel mit Ernährung wieder ausgleichen
Alex: und einfach gucken, ja, dann gönnt man sich eine Gemüsesuppe,
Alex: die einen wieder fit hält oder was weiß ich.
Alex: Also man kann da ja auch ganz gut in der Zeit dann auch mit keinem Krafttraining weitermachen.
Marie: Absolut, ja. Eiweiß ein bisschen hochfahren und dann Dann funktioniert das ganz gut.
Marie: Gab es in deinem Umfeld Menschen, die das ein bisschen komisch fanden,
Marie: dass du jetzt ins Krafttraining gehst, deine Ernährung umstellst,
Marie: die das nicht gefeiert haben?
Marie: Weil die meisten finden ja eine Optimierung erstmal ganz, ganz toll.
Marie: Gab es auch Leute, die gesagt haben, nee, muss doch gar nicht sein und so viel Kraftsport?
Alex: Also es ist so, ich, das ist natürlich, viele glaube ich denken, warum macht sie das?
Alex: Sie ist doch professionelle Musikerin, wie kommt sie jetzt da drauf,
Alex: sich da so irgendwie in die Fitnessbubble reinzulegen?
Alex: Aber ich denke mir einfach, nee, ich bin ja mehr als nur die Musikerin.
Alex: Ich bin ja auch ein Mensch, der auf sich achtet.
Alex: Und witzigerweise einer meiner Mentoren im musikalischen Bereich ist Läufer.
Alex: Und der zieht auch immer beim Marathon durch, der macht sämtliche Sachen.
Alex: Und ich brauche den Sport einfach, um auch das andere gut machen zu können und
Alex: deswegen sage ich mal so, diejenigen, die das vielleicht belächeln,
Alex: das ist mir total egal, weil ich einfach denke, ich bin mehr als nur eine Musikerin,
Alex: ich darf zum Sport gehen, ich brauche das für meinen inneren Seelenfrieden, sage ich mal so,
Alex: Und um nochmal wieder auf das Spüren zu kommen, ich muss mich auch spüren können.
Alex: So und dieses Gefühl nach einem saftigen Satz Romanian Deadlifts einfach richtig
Alex: nice den ganzen Körper zu fühlen, es gibt nichts Besseres.
Stefan: Ich bin so bei dir, das ist so wunderbar. Aber übrigens sollte es quere Stimmen
Stefan: geben in diese Richtung. Was machst du denn da?
Stefan: Und Neid kommt immer von unten, habe ich mal gelernt.
Alex: Stimmt.
Marie: Merkst du das eigentlich auch mit deiner Atmung, dass du jetzt anders atmest, freier, tiefer?
Alex: Also ich, witzigerweise bei meinen Chören, ich bin ja auch Chorleiterin,
Alex: nehme ich ganz viel von der sportlichen Atmung mit ins Einsingen.
Alex: Oh, schön. Also die sagen jetzt schon manchmal nicht mehr zu mir,
Alex: wir singen uns jetzt ein, sondern wir machen jetzt Turnen mit Marie. So heißt das.
Alex: Wir müssen immer turnen bei ihr und so.
Alex: Und dann machen wir immer so ein paar Aufwärmsachen, damit einfach auch der
Alex: Atem runterkommt, dass sie auch selber in den Körper kommen mit Atemübungen,
Alex: auch mit einigen körperlichen Sachen, die wir machen.
Alex: Weil wieder das Wort Corona hat einfach dazu geführt, dass wir das Atmen verleert haben.
Alex: Und das ist auch bei Chören so. Und dieses ständige mit der Maske rumrennen und so weiter,
Alex: dieses ständige, ich habe meinen Atem angehalten, nur damit ich irgendwie durch
Alex: den Tag komme, das merke ich auch eben bei meinen Chören und die profitieren
Alex: von dieser neuen Version von Marie.
Marie: Oh, das ist toll, schön. So viele Menschen kannst du jetzt noch glücklicher
Marie: machen. Ich hoffe, ja. Ja, großartig, sehr gut.
Marie: Wenn du jetzt in Urlaub fährst, planst du das dann auch so, dass du genau schaust,
Marie: wo ist ein Fitnessstudio, buche ich mir ein Hotel mit Fitnessstudio oder wie
Marie: funktioniert das dann für dich?
Alex: Ja, ich habe das tatsächlich, es war jetzt nicht Urlaub, es war ein Arbeitstrip,
Alex: aber ich gucke tatsächlich nach Hotels mit Fitnessstudios und ich finde das total spannend.
Alex: Jetzt zum Beispiel hatten wir einen Auftritt in Stralsund und ich habe da geguckt,
Alex: wo ist ein Hotel mit Fitnessstudio.
Alex: Ich brauche diesen Freitagabend für mich. Ich möchte das unbedingt noch,
Alex: dass ich für den nächsten Tag für die Orgel präpariert bin und auch für den
Alex: Chor präpariert bin, dass ich einfach noch mein Fitness dann so mache.
Alex: Und das hat und das sollte man vielleicht auch sagen,
Alex: falls jetzt einige denken, oh die ist ja süchtig oder so nach Fitness das hat
Alex: nichts mit Sucht zu tun, sondern das eine greift in das andere das ist wie so
Alex: eine Werkzeugkiste die ich benötige,
Alex: um meinen Beruf gut machen zu können und deswegen ist es mir einfach wichtig,
Alex: dass Sport und Musik zusammenhängen und das passiert bei mir einfach super und deswegen ja,
Alex: auch wenn ich jetzt in Urlaub fahre im Juli, ich habe auch wieder ein Hotel
Alex: mit Fitnessstudium gebucht.
Marie: Sehr gut. Und es gibt ja auch, wenn es mal kein Fitnessstudium im Hotel gibt,
Marie: irgendwo gibt es ein Gym.
Marie: Oder man kann sich auch mal mit so ein bisschen Homeworkout dann im Hotelzimmer,
Marie: wie auch immer, so ein bisschen behelfen. Das geht schon.
Marie: Auf jeden Fall. So ein paar kleine Handeln sind meistens noch vorhanden.
Alex: Ja, genau. Und die packe ich mir sonst auch ein. Ja, sehr gut.
Stefan: Bei den Flugpreisen. Das wird eine Auto- oder Bahnreise.
Alex: Genau, das wird es.
Marie: Sehr gut.
Marie: Du bist mit einem Bänder ist trotzdem trainieren gegangen. Das feiere ich ja schon mal sehr hart.
Marie: Also deine Bänder waren kaputt. Du hast trotzdem gesagt, es war im Fuß wahrscheinlich.
Marie: Dann kann ich den Oberkörper trainieren. Das machen nicht viele.
Marie: Viele nehmen das als Ausrede, um dann wirklich zum Couch-Protato zu werden,
Marie: kommen dann nicht wieder rein.
Marie: Du hast deine Ernährung umgestellt, du bist zu einem Arzt gegangen und hast
Marie: gesagt, meine ganzen Blutwerte bitte alles checken, das fühlt sich nicht gut
Marie: an für mich, wo ich war, ich möchte da jetzt komplett nochmal von Null starten.
Marie: Du hast so viel gemacht, was macht das kopfmäßig, hat das da auch was bei dir verändert, mental?
Alex: Also ja, ich war zuvor weniger gelassen mit vielen Dingen, also im Alltag.
Alex: Also man hat ja immer so den Eindruck oder ich hatte immer so den Eindruck, dass viele Aufgaben,
Alex: auch organisatorische Aufgaben jetzt mit der Musik, das ist ja nicht nur das
Alex: blanke Musikieren, sondern da gehört auch ganz viel Organisation mit dazu.
Alex: Da gehört auch Menschenführung mit dazu und ich habe einfach gemerkt, dass durch die Musik.
Alex: Durch den Sport, dass ich da einfach in vielen Dingen gelassener geworden bin
Alex: als zuvor und da hilft natürlich auch immer das regelmäßige Training,
Alex: wo man auch viel lassen kann und so und einfach sagen kann, scheiße jetzt,
Alex: ich bring das jetzt alles in die Stange Und dann bin ich jetzt erstmal ruhig und dann geht's.
Alex: Aber das habe ich schon gemerkt. Das hat mental einfach sehr,
Alex: sehr viel verändert, dass ich auch in gewissen Situationen schlagfertiger bin als früher,
Alex: sodass ich mich einfach mehr zur Wehr setzen kann, auch verbal.
Alex: Also ich muss ja gar nicht hier jetzt meine Muckis auspacken und sagen,
Alex: so jetzt dröhne ich dir mal eine oder so, sondern einfach, dass auch zum Beispiel
Alex: die Körperhaltung eine andere ist.
Alex: Also man steht irgendwie da.
Alex: Oder ist irgendwie in den Öffis und auf einmal sind die Leute einfach, ah, da guckt man mal hin.
Alex: Also man hat eine ganz andere Präsenz einfach.
Alex: Und das hatte ich halt vorher nicht. Vorher war ich so, oh Gott,
Alex: hoffentlich kommt mir niemand zu nah und so.
Alex: Und jetzt sage ich, nee, ich habe hier meine Berechtigung und so und dann stehe ich auch da.
Alex: Und das merken andere. Und das ist auch so eine Erfahrung.
Stefan: Ja, ich glaube auch, durch diesen gestärkten Körper gibt es Aura.
Stefan: Man ist so eine Erscheinung. Also wie viele Menschen werden mit dem Körper in
Stefan: irgendeine bestimmte Verbindung gebracht.
Stefan: Ich habe mal 126 Kilo gewogen, ich habe mal 116, ich habe jahrelang 110 gewogen.
Stefan: Ich sage immer, bist du irgendwie Türsteher oder was? sage ich,
Stefan: aha, ich hatte also viel Volumen, aber es war nicht geteilt, nicht definiert.
Stefan: Also ich war erst mal Türsteher. Also das sind also Klötze, die da einfach rumstehen.
Stefan: Also du wirst eben durch den Look für irgendwas assoziiert.
Stefan: Aber wenn man irgendwann ein Stück weiter geht für sich selber,
Stefan: also ohne diese Außenwirkung, auf einmal merkst du, meine Haltung wird besser.
Stefan: Ich stehe gerade, ich achte darauf, dass die Schulter mal ein bisschen nach
Stefan: hinten zusammen geht und ich nicht vorne aussehe wie so ein Shrimp. Ja, ja, genau.
Stefan: Ja, schön.
Marie: Gibt es irgendetwas, wo du sagst, das wird dir mit allem, was du jetzt schon
Marie: erlebt hast, nie wieder passieren?
Alex: Also, ich hoffe, eine Sache, ich hatte eine Sache mal im Restaurant,
Alex: da war ich dann noch mehr gewichtig und da wurde mir gesagt,
Alex: also wenn ich sie wäre oder es wurde über mich geredet und es wurde gesagt,
Alex: wenn ich an ihrer Stelle wäre, würde ich das jetzt nicht essen.
Stefan: Oh, oh.
Alex: So und ich habe nur gedacht ich muss mich irgendwie verhört haben so,
Alex: und ich habe gedacht das ist jetzt gerade nicht wahr oder also ich habe so viele
Alex: von diesen Storys zum Beispiel, dass man mich als schwanger betitelt hat,
Alex: weil ich zu viel und dann kam, oh herzlichen Glückwunsch,
Alex: wofür denn und ach sie sind gar nicht und oh und das ist mir ja jetzt peinlich,
Alex: Und solche Momente möchte ich nicht mehr und werde es auch so an und für sich,
Alex: denke ich, nicht mehr geben.
Alex: Alleine das sind so Warnungen in meinem Kopf, wo ich auch sage,
Alex: erstens ist es hart übergriffig, sowas rauszuhauen.
Alex: Jeder darf essen, was er möchte und nicht jeder, der mehrgewichtig ist,
Alex: kann auch krank sein, kann auch was weiß ich was sein.
Alex: Also niemand hat das Recht, den anderen so irgendwie in eine Schublade da zu stecken und so.
Alex: Und ich hoffe, dass mir das nicht mehr passiert und dass es auch heute jetzt
Alex: eine Art Awareness gibt, dass man sich da einfach zurücknimmt und dass man viele Dinge einfach….
Alex: Ja, sich dreimal, viermal, fünfmal überlegt, ehe man da mit der Zunge so schnell ist.
Alex: Und nochmal zu dieser Geschichte da im Restaurant, das wurde dann angesprochen
Alex: und dann hieß es nur, nein, habe ich nie gesagt, habe ich nie gesagt. Und so, ne?
Alex: Und nein, und wir sind hier auch und was weiß ich und dann habe ich nur gedacht,
Alex: ja, ja, ja, ich weiß ja, was ich gehört habe, ne? Also so.
Alex: Und ich habe leider da ein sehr gutes Gehör für, für solche Geschichten und so weiter.
Alex: Weil wenn man sich selber schon nicht in seiner Haut wohlfühlt,
Alex: dann ist man sehr offen für diese Art von, ne?
Alex: So und ja, also das wird mir hoffentlich nicht nochmal wieder passieren,
Alex: aber es zeigt auch, ich habe mit einem sehr netten Mitglied,
Alex: die auch sehr, sehr viel abgenommen hat,
Alex: gesprochen und wir haben beide gesagt, Es kann doch nicht sein,
Alex: wie oberflächlich die Welt ist.
Alex: Wir waren doch vorher auch viel wert als Menschen.
Alex: So und jetzt, wo wir uns transformiert haben im Äußeren, sind wir auf einmal
Alex: mehr wert in der Gesellschaft.
Alex: Was ist das für eine Verlogenheit? Und wir waren da beide so entsetzt drüber,
Alex: weil wir gesagt haben, wir waren vorher auch herzliche Menschen.
Alex: Das ändert ja jetzt nicht nur, weil wir unsere Silhouette verändern.
Alex: Aber es ist leider so. Es ist leider so. Ich möchte nur sagen,
Alex: ich habe es für mich gemacht, für mein Wohlbefinden, für meine Gesundheit und
Alex: nicht, um jetzt einem Körperideal zu entsprechen.
Alex: Ich entspreche, wenn, dann meinem eigenen Körperideal.
Marie: Das finde ich toll, ja. Das ist auch total wichtig, dass man nicht irgendeinem
Marie: Ideal hinterherläuft, so denke ich zumindest, sondern dass man sich wohlfühlt.
Marie: Und du wirst nie den Körper erschaffen, den du bei jemand anderem siehst,
Marie: weil die Genetik ja immer komplett unterschiedlich ist.
Marie: Natürlich darf man Ziele haben, das ist ganz klar.
Marie: Aber du wirst immer, jeder Mensch wird immer anders aussehen und nicht so wie
Marie: irgendwelche anderen Menschen. Das kann man nicht so bauen, das geht einfach nicht.
Marie: Ja, das zeigt natürlich einfach wieder, wie ich eingangs schon sagte,
Marie: dass die Menschen einfach...
Marie: In Schubläden denken. Das machen wir bewusst, das machen wir unbewusst.
Marie: Und ich denke ja immer, dass jeder Mensch wirklich mit guten Vorsätzen und in
Marie: gutem Glauben etwas tut. Also gar nicht, um andere zu verletzen,
Marie: sondern im guten Glauben dem anderen doch etwas Gutes zu tun.
Marie: Und trotzdem ist die Wortwahl natürlich oftmals unpassend und anmaßend,
Marie: gar keine Frage. Ich denke auch, dass fast alle Menschen, die adipös sind oder
Marie: übergewichtig sind, sehr übergewichtig sind, die sind krank.
Marie: Und das muss jetzt, das sind glaube ich, gibt es ganz viele verschiedene Krankheitsbilder.
Marie: Und selbst wenn man sich das angefuttert hat über die Jahre,
Marie: ist es ja ein Krankheitsbild, was sich entwickelt hat.
Marie: Da muss man schauen, woher die Krankheit natürlich kommt.
Marie: Was macht es? Warum habe ich immer Hunger? Oder warum fühle ich gar nicht mehr und esse einfach?
Marie: Aber es ist eine Krankheit, die es natürlich zu bearbeiten gilt.
Marie: Ganz klar. Und da gibt es ja auch viele verschiedene Ansätze.
Marie: Hast du ein bestimmtes Ziel, wo du sagst, das ist mein Endziel,
Marie: darauf möchte ich hinarbeiten?
Marie: Ob das jetzt eine Zahl ist oder so ein Bodytype, wo du sagst,
Marie: oder eine gewisse Konfektionsgröße, wo du sagst, da möchte ich jetzt hin?
Alex: Also ich hatte mir eine Marke gesetzt und ich weiß ja ungefähr noch,
Alex: also 2017 hatte ich wirklich mein absolutes Traumgewicht. Gut, da war ich 27.
Alex: Jetzt müssen wir mal so ein bisschen gucken.
Alex: Eigentlich hatte ich so eine Zielmarke von ungefähr 60 Kilo.
Alex: Jetzt bin ich ungefähr bei 76 Kilo. Also es ist noch ein bisschen was zu gehen.
Stefan: Von wo kommend? Das hatten wir, glaube ich, noch gar nicht.
Alex: Von 103 Kilo. Wow. Genau.
Stefan: Welche Größe?
Alex: 1,66.
Stefan: Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was du geleistet hast.
Alex: Also 166 Zentimeter, das ist jetzt nicht ganz klein, aber ist auch nicht super groß.
Alex: Also von daher waren, als es dann dreistellig wurde, war es sehr kritisch.
Alex: Und ja, und das ist eigentlich mein Ziel und so wie ich aussehen möchte,
Alex: ich möchte gut athletisch aussehen, aber nicht dürr.
Stefan: Nein, nein. Man darf die Muskeln, die du dir jetzt gerade anarbeitest,
Stefan: auch irgendwann unter der Haube sehen.
Alex: Genau, genau.
Stefan: Ganz einfach.
Alex: Genau, also das ist einfach athletisch, ästhetisch schön aussieht.
Alex: So stelle ich mir das vor.
Alex: Und ich denke, da bin ich auf einem guten Weg.
Marie: Absolut, absolut. Du bist super diszipliniert, du bist ja wirklich jede Woche,
Marie: ich sehe das ja auch immer, bist du in irgendeinem von beiden Club.
Marie: Wir verpassen uns interessanterweise fast jedes Mal. Ja, das stimmt.
Alex: Einmal haben wir es geschafft.
Marie: Richtig, ja. Gibt es auch mal so Tage, wo du überhaupt nicht motiviert bist,
Marie: wo du denkst, ich würde jetzt lieber im Bett bleiben?
Alex: Komischerweise nicht.
Alex: Es ist irgendwie, weil es einfach so in meiner Routine, in meinem Tag drin ist,
Alex: dass ich das gar nicht fühle.
Alex: Also ich wünschte mir manchmal, ich würde eher um, weiß ich nicht,
Alex: sieben Uhr morgens da sein können, als um jetzt acht oder neun oder was.
Alex: Weil ich finde diese Atmosphäre im Club einfach so schön, wenn es so ruhig ist,
Alex: wenn es so meditativ ist und wenn man irgendwie da so keinen Stress hat,
Alex: irgendwie an den Kabelturm zu kommen.
Alex: Das ist immer so dieses, man guckt irgendwo hin und denkt, ist der jetzt gleich fertig?
Alex: Wie lange braucht er mit seinem Satz noch? Und ich gehe wirklich,
Alex: ich gehe eiskalt zu den Leuten hin und wenn die dann ihrem Handy daddeln und
Alex: dann sage ich so, Junge, wie lange hast du noch? Und dann auf einmal geht das
Alex: auf einmal ganz schnell.
Alex: Und weil ich auch mit Satzpausen ist ja auch immer noch so ein Thema.
Alex: Also ich gucke einfach wirklich immer, dass die Satzpausen gut getimt sind,
Alex: damit ich einfach nicht irgendwie unnötig Zeit vergeude.
Alex: Weil manchmal, du kannst ja auch drei Stunden im Gym sein und hast dann,
Alex: weiß ich nicht, zwei Stunden im TikTok gesessen und du zerhaust dir ja voll dein Training damit.
Alex: Also ich weiß nicht, bei mir läuft immer die Uhr und dann fiept das immer und
Alex: ich glaube, alle denken immer, was fiept denn da schon wieder? Aber ja.
Marie: Gut getaktet einfach. Also sehr, sehr schön. Finde ich gut.
Marie: Ich mache das auch so, dass ich zu den Leuten gehe, wenn ich irgendein Gerät
Marie: brauche und sage, Mensch, wie lange machst du noch?
Marie: Manchmal teilt man sich dann auch ein Gerät. Das finde ich auch ganz gut. Oder ein Turm.
Marie: Im Grunde genommen klappt es irgendwie immer. Also es gibt immer eine Lösung, finde ich.
Marie: Man kommt immer zu all den Maschinen und Geräten, wie man möchte.
Stefan: Ich sage meinen Neumitgliedern immer,
Stefan: Weil unser Club ist natürlich, im Gegensatz zum Eppendorfer Club,
Stefan: haben wir ja die Geräteseite, alles auf einer Fläche, auf einer Ebene.
Stefan: Und in Eppendorfer läuft sich das auf drei Ebenen, wo man trainieren kann.
Stefan: Und deswegen haben wir gefühlt immer mehr Traffic pro Gerät,
Stefan: dass da Leute dran sitzen.
Stefan: Und meinen neuen Mitgliedern, meinen neuen Gästen sage ich immer,
Stefan: das allererste, was du bei mir lernst, bevor wir mit dem Training anfangen.
Stefan: Wenn ein anderer Gast zu dir kommt und sagt, hey, wie viele Sätze machst du noch so?
Stefan: Dann gibt es nur eine richtige Antwort. Ich habe gerade angefangen.
Stefan: Sehr gut. Ja, weil wenn du sagst, ja, ich habe noch einen Satz,
Stefan: die Leute bleiben stehen, gucken dir zu, das baut Stress auf.
Stefan: Gerade auch als Trainingsanfänger.
Stefan: Du versuchst dich zu konzentrieren, du bist ja für dich selbst in den Club gegangen.
Stefan: Ich möchte hier was machen, ich möchte an mir arbeiten und jetzt steht jemand
Stefan: daneben, der mein Gerät braucht oder möchte.
Stefan: Deswegen gibt es nur die eine Antwort. Ich habe gerade angefangen,
Stefan: dann gehen die Leute von alleine.
Alex: Ja, sehr gut. Guter Tipp.
Marie: Gibt es noch etwas, was du allen mitgeben möchtest, die jetzt auch denken,
Marie: ich müsste so unbedingt und der Sommer steht vor der Tür.
Marie: Ich passe nicht mehr in meinen Badeanzug rein oder Bikini. Ich müsste was tun,
Marie: aber ich weiß nicht so, wie und soll ich? Oder ach, vielleicht erst nach dem Urlaub.
Alex: Also ich würde sagen, dass der richtige Zeitpunkt für jeden kommt und so.
Alex: Und dass es manchmal Punkte gibt, so wie bei mir auch, wo man einfach so einen
Alex: kleinen Schubs braucht.
Alex: Aber jetzt, ich würde mich nie von einer Jahreszeit stressen lassen,
Alex: sondern ich würde einfach immer gucken, wie fühle ich mich gerade.
Alex: Und manchmal ist es auch einfach so, dann kauft man halt eine Größe größer. So what?
Alex: Also ich würde mich jetzt nicht von den Vergleichen anderer stressen lassen.
Alex: Das muss sich für jeden gut anfühlen. Und wenn der Punkt kommt,
Alex: wo du sagst, ich fange jetzt an und es ist jetzt meinetwegen der 28.
Alex: Mai, dann fängst du am 28. Mai an. Wir hatten ja gerade darüber geredet,
Alex: 2. Januar, Stresstag im Gym.
Alex: Und alle alten Mitglieder so genervt, schon wieder alles belegt hier.
Alex: Also guck einfach, dass du dann startest, wenn es für dich richtig ist und wenn
Alex: es für dich gut einfach reingeht. Also man muss das ja auch in seinen Alltag integrieren können.
Alex: Das ist ja auch immer so eine Sache. Dann fängt man an und denkt,
Alex: oh jetzt zum Beispiel meine Eltern.
Alex: Ich habe ja meine Eltern jetzt zum Gym überredet. Die sind über 70 und sind
Alex: jetzt angefangen. Oh, schön.
Alex: So, und es hat lange gedauert, aber sie sind jetzt drin, sie machen es und so weiter.
Alex: Aber auch sie sind entspannt. Wenn sie zum Beispiel Termine haben,
Alex: Rentner und Pensionäre haben ja immer Termine.
Alex: Dann gucken sie halt auch, wie sie das Training anders gestalten können,
Alex: wie sie es denn brauchen und so. Aber...
Alex: Ja, guck einfach, dass der Moment für dich kommt, wenn er dann richtig ist.
Alex: Also kein, um Gottes Willen, nicht stressen lassen.
Alex: Das ist, glaube ich, Stress ist bei Fitnesssport ganz giftig.
Alex: Dann wird nur noch Cortisol ausgeschüttet und dann bam, bam,
Alex: bam, dann hat man gar nichts geschafft.
Stefan: Dränerlizenz incoming. coming.
Marie: Kannst du gut regenerieren? Schläfst du gut?
Alex: Ja. Ja, schön. Also jetzt natürlich mit der Erkältung war es ein bisschen ätzend.
Alex: Dann habe ich mir immer so ein bisschen Melatonin mit heimgegeben, dass es besser geht.
Alex: Aber sonst schlafe ich meine acht Stunden.
Marie: Ja, schön. Schön. Das ist großartig. Sehr gut.
Marie: Okay.
Stefan: Ja, Stunde 10. 70 Minuten, das merkt man nicht, ne? Nee.
Alex: Ich könnte ja immer.
Stefan: Wie sitzen wir da? Ja, wir haben doch keine Fragen mehr. Du hast aber noch gerne
Stefan: Zeit für Freistil, wenn du noch Menschen missionieren möchtest,
Stefan: weil ich fand so viele positive Sachen da drin und es hat einfach nur mit dem Tun zu tun, ne?
Stefan: Einfach, Erfolg hat drei Buchstaben, tun.
Alex: Und vor allem, man kann auch sehr, sehr viele nette Menschen dabei kennenlernen.
Alex: Also das ist halt, also wie viele Menschen habe ich jetzt kennengelernt,
Alex: mit denen man dann einfach mal so auf der Seite einmal spricht und sagt,
Alex: hey, was machst du heute?
Alex: Ach ja, das und das Training, ja cool, viel Spaß und so weiter.
Alex: Also es ist irgendwie so eine eigene Bubble, in die es sich einfach auch lohnt
Alex: reinzukommen, wenn alle um dich rum halt auch ein Ziel verfolgen. Es macht Spaß.
Alex: Es macht einfach, es ist ein tolles, also es ist einfach toll. Geht ins Gym.
Marie: Genau, das war ein gutes Schlusswort. Geht ins Gym, lasst euch inspirieren von
Marie: allen, die da auch trainieren und verfolgt euer Ziel.
Alex: Genau.
Marie: Sehr, sehr schön. Wunderbar. Marie, das war ganz großartig, dass du da warst.
Marie: Du bist eine so offene und positive Frau, die hier sitzt und Spaß am Leben hat,
Marie: Spaß an dem Kreativen, was du in deinem Hauptberuf machst und am Fitnesstraining.
Marie: Ganz, ganz tolle Transformation. Du hast so viel optimiert in deinem Leben.
Marie: Und du strahlst es auch aus, diese Lästigkeit und auch eine Ruhe strahlst du aus.
Marie: Bei all dem, was du erzähltest, du wirkst sehr ruhig und entspannt und voll bei dir.
Marie: Das ist ganz großartig. Vielen, vielen Dank. Es war ganz, ganz toll.
Stefan: Ja, ich danke auch.
Stefan: Sonst haben wir nichts mehr.
Marie: Nein, in den Shownotes wird natürlich alles nochmal von dir auch verlinkt.
Stefan: Wenn du irgendwas möchtest, dein Insta, beide Insta. Also packen wir alles rein,
Stefan: wenn du das möchtest und dann kann man sie verfolgen. Ganz viele Selfies.
Stefan: Ja, ganz viele Selfies heißt, sie ist oft im Club und sie belohnt sich mit ihrer
Stefan: Ansicht auf sich selbst.
Alex: Ja.
Stefan: Und das Schöne ist auch, die Clubs teilen dich immer wieder.
Stefan: Ob dir das natürlich jetzt Reichweite bringt oder nicht, aber der Club gutiert deine Anwesenheit.
Stefan: Du markierst den Club. Beide Häuser.
Stefan: Ich sehe das ja auch da immer wieder.
Marie: Ganz toll. Vielen Dank für deine Zeit.
Stefan: Dankeschön.
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