Folge 25 - Denises Transformation – 20 Kilo runter mit der HÄLFTE an Training: Der "Kniff", der alles verände
Shownotes
🔗 Links & Mehrwert:
Unser heutiger Gast Denise bei Instagram: https://www.instagram.com/denise_personal_training/
Alex bei Instagram: https://www.instagram.com/alexbinelli/
Alex trainiert ihre Coachees im McFit Hamburg-Stellingen 1 – als eine der ersten Personal Trainerinnen bei McFit in Hamburg überhaupt.
Hier ist Stefan samstags Personal Trainer: David Lloyd Meridian Spa & Fitness Alstertal https://www.meridianspa.de/de-de/clubs/hamburg-alstertal/
Ausbildung zum Fitnesstrainer und Personal Trainer bei Vladimir Valtrovic, bei Instagram: https://www.instagram.com/dertrainingsanzug/
Unser online Kalorienrechner zum Abnehmen und Muskelaufbau https://fittermacher.de/kalorienrechner-fettabbau-muskelaufbau/
Der Podcast "Die Körperarchitekten" von Dr. Timo Bartels: https://die-koerperarchitekten-hanse-aesthetic.podigee.io
➡️ Abonniere Die Fittermacher auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Google Podcasts & überall, wo es Podcasts gibt.
Transkript anzeigen
Stefan: Moin Giorno, liebe Freunde des Kaloriendefizits mit emotionalem Beigeschmack.
Alex: Hallöchen zusammen.
Denise: Hallo zusammen.
Stefan: Ihr hört eine dritte Stimme aus dem Off. Wir haben heute einen ganz besonderen Gast.
Stefan: Da haben wir lange drauf gewartet. Es ist Denise. Denise kennen wir aus dem
Stefan: David Lloyd Alstertal, als Sportlerin.
Stefan: Und wir haben eine kleine Geschichte zu erzählen.
Stefan: Denise hat eine Ja, jetzt kann sie sich erst mal vorstellen und dann komme ich
Stefan: mit der Geschichte, warum wir heute hier am Tisch sitzen. Wer bist du, Denise?
Denise: Ja, hi, schön, dass ich bei euch sein darf. Ich stelle mich aktuell gerne als
Denise: Fitnesstrainerin und angehende Personaltrainerin vor.
Denise: Mein Name ist Denise und wir kennen uns ja aus dem Club. Genau.
Stefan: Ja, wie alt bist du? Dürfen wir das sagen?
Denise: Dürft ihr. Ich bin 34 Jahre alt.
Stefan: 34 Jahre. Genau. Wie groß bist du?
Denise: 1,73.
Stefan: 1,73. Was hast du vor einem Jahr gewogen?
Denise: Über 80 Kilo.
Stefan: Jetzt?
Denise: 62,7. Letztes Tiefstgewicht gestern.
Stefan: Körperfettanteil?
Denise: Lautwaage 5%, aber da kann man ja sich nicht so daran orientieren.
Stefan: Ich glaube 5% ist nicht ganz, ja genau, das wird die Waage vielleicht anzeigen,
Stefan: weil sie nicht mehr weiß, wohin mit dir.
Stefan: Das kann sein. Aber ich glaube 5% haben Frauen, wenn sie auf die Bühne gehen,
Stefan: Wettkampfathletinnen.
Stefan: Auf jeden Fall sieht man eine enorm muskuläre Teilung.
Stefan: Und das war vor einem Jahr noch nicht, nicht mal im Wunschdenken,
Stefan: nicht mal in deiner Fantasie,
Stefan: Ja, und deswegen steigen wir heute mal ein. Möchtest du noch ein bisschen was
Stefan: sagen? Einleitende Worte?
Alex: Nein, also ich fände es jetzt mal interessant, wie du da hingekommen bist und
Alex: was den Ausschlag gegeben hat. Es war nämlich eine Begegnung,
Alex: die du mit Stefan hattest.
Stefan: Ja.
Denise: Genau. Ich glaube, das kann Stefan ganz gut erzählen.
Stefan: Ja, weil ich erzähle es auch vielen anderen Leuten, die dich vom Sehen kennen
Stefan: im Club und dann immer sagen, meine Güte, was hat die gemacht?
Stefan: Und deswegen ist das heute auch eine Art Motivationsfolge. Es ist aber auch
Stefan: eine Folge, wo man sich was abgucken kann, wenn man sich was abgucken möchte.
Stefan: Also ein Learning rausziehen kann. Was war passiert?
Stefan: Vor anderthalb Jahren im David Lloyd, als ich ja quasi meinen Minijob da samstags
Stefan: angefangen habe, habe ich Denise gesehen, wie sie trainiert.
Stefan: Ich habe sie aber auch vorher schon immer gesehen. Deswegen habe ich einen Vorsprung,
Stefan: den sie nicht kannte, denn ich selber bin ja viele Jahre dort auch Mitglied,
Stefan: trainiere dort und konnte sie immer sehen, wie sie trainiert.
Stefan: Und man kann wirklich sagen, hardest worker in the room.
Stefan: Sie hat wirklich wie ein Ochse reingehauen, wie ein Ochse. Und ich konnte das
Stefan: ein Jahr schon so sehen und habe sie aber nicht angesprochen. Warum auch?
Stefan: Weil jeder soll sein Ding machen im Club. Aber irgendwann hatte ich halt mein
Stefan: Trikot an, wo Trainer hinten draufsteht, Personal Trainer draufsteht.
Stefan: Und habe sie einfach angesprochen. Und das war eine Begegnung,
Stefan: die bei ihr einen enorm stechenden Schmerz ausgelöst hat, glaube ich.
Stefan: Und was war passiert? Ich bin auf sie zugegangen. Ich habe gesagt,
Stefan: hallo Denise, ich bin Stefan.
Stefan: Und habe ihr in den Bauch gekniffen. Mit Daumen und Zeigefinger.
Stefan: Sie hätte mir dafür eine scheuern können, sie hätte hochgehen können zu meinen
Stefan: Chefs und hätte sich beschweren können.
Stefan: Aber ich glaube, ich bin dieses Risiko bewusst eingegangen, weil ich daran geglaubt
Stefan: habe, sie damit zu erreichen.
Stefan: Und das war nicht böswillig, sondern das war eine Art, ich gehe jetzt mit dir
Stefan: offensiv in den Kontakt, Weil ich glaube, wir können was verändern.
Stefan: Und dann haben wir darüber gesprochen, was so deine Ziele eigentlich sind.
Stefan: Warum hast du Bodybuilding gemacht? Warum?
Stefan: Du wolltest dich körperlich verändern?
Denise: Ja, also ich bin ja jetzt schon circa fünf Jahre dabei.
Denise: Als ich mich damals angemeldet habe, bin ich auch mit einer Diät gestartet,
Denise: habe auch ganz erfolgreich abgenommen.
Denise: Natürlich nicht großartig Muskelmasse aufgebaut, so wie das ist,
Denise: wenn man im dollen Kaloriendefizit ist und trainiert.
Denise: Und ich sah dann einfach aus, als hätte man die Luft rausgelassen.
Denise: Also null Definition, war zwar halbwegs schlank, vielleicht sogar Richtung Skinny-Fett,
Denise: also trotzdem noch einen relativ hohen Körperfettanteil, wenig Muskelmasse.
Denise: Ja und irgendwann kam der Jojo-Effekt, so über die Jahre hat sich das dann wieder
Denise: eingeschlichen, mit Heißhungerattacken, viel gegessen, natürlich viel trainiert.
Denise: Ich bin total auf den Geschmack gekommen damals und ich war fast jeden Tag im
Denise: Studio, das ist meine Welt da.
Denise: Aber ein großes Thema war die Ernährung.
Denise: Und irgendwann bin ich dann wieder so auseinandergegangen und ich hatte auch
Denise: selber gar nicht so die Wahrnehmung dafür.
Denise: Also das Körperbild, wenn man oft ab und zu nimmt, du hast ja eine ganz andere
Denise: Körperwahrnehmung. Den einen Tag fühlst du dich zu dick, den anderen zu dünn,
Denise: aber du siehst dich ja gar nicht realistisch, wie du wirklich bist.
Denise: Und da hat mir die Begegnung mit dir wirklich die Augen geöffnet und mich mal
Denise: wachgerüttelt, weil du ja auch gefragt hast, wo ist der Fehler?
Denise: Du hast gefragt, woran liegt es? Ich sehe, wie du hier trainierst,
Denise: aber was ist die Ursache?
Stefan: Ja, ich habe natürlich eine Vermutung gehabt und habe dir dann zwei bis drei
Stefan: Fragen gestellt, weil ich bin ja nicht jeden Tag in dem Club,
Stefan: und da hast du mir ganz klar gesagt, ja ich trainiere sechsmal die Woche Kraft
Stefan: und sechsmal die Woche Cardio und das Cardio ist auch richtig ballern.
Stefan: Und das kommt gleich nach dem Krafttraining. Das heißt, du warst drei Stunden im Club.
Denise: Ich war drei Stunden durchgehend auf der Fläche, ohne Quatschen.
Stefan: Ja, weil du mit Kopfhörern, du bist fokussiert.
Denise: Genau, aber da drei Stunden auf der Fläche zu verbringen, das ist natürlich viel.
Stefan: Sechs Tage die Woche.
Denise: Sechs Tage die Woche. Und nach dem Krafttraining habe ich dann noch ein Kardiotraining
Denise: gemacht. Und kein normales Kardiotraining, sondern wirklich ein Hittraining.
Denise: Puls bis zum Geht nicht mehr, hoch, runter, hoch, runter. ich war fix und fertig.
Denise: Nachts hatte ich dann Heißhungerattacken, habe zwischendurch auch wieder versucht
Denise: abzunehmen, aber es hat einfach nicht geklappt. Es war der Heißhunger,
Denise: das waren ganz viele Faktoren, die da zusammengekommen sind,
Denise: die mir zu der Zeit noch gar nicht so bewusst waren.
Denise: Und du hast da ja auch wirklich was ins Rollen gebracht. Eine Veränderung auf
Denise: einer tieferen Ebene und nicht diese oberflächliche Ebene.
Denise: Ich erlebe selber im Personal Training, die meisten Leute wissen,
Denise: was ist gesund, was darf ich essen, wie funktioniert eine Diät.
Denise: Das sind Fakten, die kennt fast jeder. Aber was muss sich am Mindset ändern?
Denise: Was ist die eigentliche Ursache?
Denise: Das war das, was mir geholfen hat.
Stefan: Meine Diagnose war relativ klar und ziemlich schnell und die hast du nicht mal
Stefan: abgelehnt oder niedergeschmettert.
Stefan: Ich habe für mich festgestellt, wer sechsmal die Woche Krafttraining macht und
Stefan: sechsmal die Woche gleich daran Kardio ballert, der kann sich nicht mehr erholen.
Stefan: Das war quasi ein Sportler-Burnout.
Stefan: Also Übertraining.
Stefan: Und das Wort, das sage ich halt vielen Leuten, ist dein Stresshormon,
Stefan: was du permanent oben hattest, Cortisol.
Stefan: Und wenn Cortisol ausgeschüttet wird, wir brauchen Cortisol,
Stefan: Cortisol ist unser Freund, ist auch unser Helfer.
Stefan: Aber wir dürfen es gerne immer wieder einfangen und auch ein bisschen regulieren
Stefan: und im besten Fall dann auch wieder runterbringen.
Stefan: Und das war bei dir halt nicht mehr gegeben. Und Cortisol hat eben zwei blöde
Stefan: Eigenschaften. Es hemmt den Fettstoffwechsel und es hemmt den Muskelaufbau.
Denise: Ja, das war ein ganz großer Aspekt. Dieses Übertraining, vor allem noch das
Denise: HIT-Training nach dem Krafttraining.
Denise: Privat auch viel Stress. Ich habe damals noch studiert, nebenbei gearbeitet
Denise: und wie das halt im Leben so ist. Man hat irgendwo immer mal Baustellenprobleme,
Denise: Sachen, die man für sich lösen muss.
Denise: Und wenn man dann noch zusätzlich durch das Training einen erhöhten Cortisol-Spiegel
Denise: hat, da kommen ja ganz viele Sachen zusammen.
Stefan: Und du warst in einer Diät, und zwar, ich nenne es nicht mehr Diät,
Stefan: du hast gehungert, du warst auf 1500 Kalorien, jeden Tag.
Denise: Ja, ich habe kaum noch was gegessen für meine Verhältnisse, wenn man mal bedenkt,
Denise: ich bin jetzt nicht klein, hatte ja schon einiges an Muskelmasse und das war viel zu wenig.
Stefan: Ja, und da kommt nämlich der zweite Punkt, nicht nur diese wahnsinnige Cortisolerschüttung,
Stefan: sondern dann eben die Stoffwechselstörung, metabolic damage,
Stefan: das heißt, du warst in einem Hungermodus und der Körper hat sich gewehrt.
Alex: Woher kam der Gedanke, Krafttraining zu machen und im Anschluss so viel Cardio?
Alex: Woher hattest du diesen Impuls oder hast du es irgendwo nachgelesen?
Alex: Hattest du irgendeinen Trainer mal erzählt? Weil ich merke das natürlich auch
Alex: ganz viel in meinen Gesprächen, dass viele denken, dass genau diese Kombination
Alex: sehr oft richtig gut und erfolgreich ist.
Alex: Woher kommt dieser Wahnsinn?
Denise: Interessante Frage. Also zum einen muss ich sagen, dass ich auch viel Spaß am
Denise: Cardio-Training habe. Es ist diese Dopaminausschüttung, dieses Runner's High,
Denise: was viele kennen. Also diese Glücksgefühle, die dann auch irgendwann hochkommen.
Denise: Man spürt seine eigentlichen körperlichen Grenzen nicht mehr,
Denise: man hört seine Musik, man ist quasi im Tunnel.
Denise: Also es löst ja schon viele Glücksgefühle aus. Nur das Gefühl,
Denise: was man danach hat, danach fällst du dann wieder in ein richtiges Loch und bist richtig erschöpft.
Denise: Und ein anderer Gedanke war natürlich, um die Diät zu beschleunigen,
Denise: ich habe mich dann auch gerne mal an den Kalorien orientiert,
Denise: die dir da auf der netten Anzeigetafel angezeigt werden.
Denise: Aber ja, ich habe schon irgendwie gemerkt, das ist nicht der richtige Weg,
Denise: aber es war ja auch irgendwie Gewohnheit, Routine und manchmal ist man da so
Denise: drin, guckt nicht mehr nach rechts und nach links, sondern macht das,
Denise: was man irgendwie dann auch gewohnt ist mit der Zeit.
Stefan: Ja, irgendwann hast du noch einen Ratschlag bekommen, so von der Seitenlinie.
Stefan: Ich glaube nicht, dass das ein Trainer von uns war, aber der gesagt hat,
Stefan: okay, 1500 Kalorien ist noch zu viel, wir gehen mal auf 1200 runter.
Stefan: Aber das wurde dir so empfohlen im Zuruf.
Denise: Ja, tatsächlich, ja.
Stefan: Gehen wir auf 1200 runter. Und das wäre aktive Körperverletzung dann gewesen.
Stefan: Das kann ich so sagen. Ja, und dann hatte ich einen Wunsch. Ich habe ja einfach nur gefragt.
Stefan: Ich habe gesagt, ich hätte zwei Ansatzpunkte, an denen wir was machen können.
Stefan: Dafür brauche ich aber einen Vertrauensvorschuss, einen Vertrauenskredit.
Stefan: Würdest du 30 Tage das machen, was ich dir empfehlen würde, bedingungslos, nicht cheaten,
Stefan: nicht im Alleingang irgendwas machen, dann hast du gesagt, du bist dabei.
Stefan: 30 Tage. Was habe ich gemacht? Ich habe das Krafttraining halbiert,
Stefan: dreimal die Woche, Cardio halbiert, dreimal die Woche und zwar an getrennten Tagen.
Stefan: Du darfst einen Krafttag haben, dann habe ich gesagt, ich setze dich an trainingsfreien
Stefan: Tagen, was Krafttraining angeht, auf 1900 Kalorien und an Krafttagen auf 2300 Kalorien.
Stefan: Und nach ein paar Tagen hast du zu mir gesagt, Stefan, ich habe zehn Stunden durchgeschlafen.
Denise: Stimmt, ja.
Stefan: Ich habe Spaß am Essen und das erste Kilo ist runter.
Denise: Ja.
Denise: Und das fiel mir so unglaublich schwer. Und das Gute war, dass ich dich ja immer
Denise: im Club gesehen habe. Und wenn ich wieder drauf und dran war,
Denise: eine Stunde Treppen zu laufen, habe ich nur geguckt, wie du nach hinten geguckt
Denise: hast und dachte, oh Gott, das kannst du jetzt nicht bringen.
Denise: Das war wirklich, ja, aber man muss erst mal diese Erfahrung machen,
Denise: weil wie gesagt, man ist so in seinen Strukturen, in seinen Mustern,
Denise: auch wenn man vielleicht spürt, es tut mir nicht gut, aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
Denise: Wenn man da erst mal drin ist, dann fällt das schwer, da auch sich zurückzunehmen
Denise: und ich bin ein ganz starker Perfektionist, das ist auch so eine Sache.
Denise: Ich dachte immer, viel hilft viel, das ist auch was, was ich jetzt auf meiner
Denise: Reise gelernt habe, dass weniger in vielen Fällen mehr ist. Es ist genauso wie mit dem Essen.
Denise: Ich habe mich anfangs noch so viel mit dem Essen beschäftigt.
Denise: Ich habe jede Mahlzeit geplant.
Denise: Damals habe ich ja auch oft noch zuckerfreien Proteinkuchen mitgebracht.
Denise: Und es gibt viele Leute, die haben Spaß daran und denen hilft die Struktur.
Denise: Ich sage auch immer, es gibt keine Lösung, die für jeden Menschen gültig ist.
Denise: Aber in meinem Fall war es wirklich weniger ist mehr. Und ich habe aufgehört,
Denise: mich jeden Tag mit dem Essen auseinanderzusetzen und auch mal abends spontan
Denise: zu gucken, wozu hast du denn jetzt Lust?
Denise: Denn wenn man permanent ans Essen denkt, dann hat man auch permanent Hunger.
Denise: Es ist wie, denkt nicht an einen rosa Elefanten.
Denise: Man stellt sich sofort den rosa Elefanten vor.
Stefan: Ja, dann haben wir gesagt, okay, ein Cheat-Meal in der Woche.
Stefan: Und dann hast du für dich erkannt, es geht sogar mit zwei Yen.
Stefan: Wichtig war ja, den Körper neu einzustellen.
Stefan: Nicht jetzt unbedingt Kalorien zu zählen oder sonst was, aber wir reduzieren
Stefan: das Krafttraining auf die Hälfte, wir reduzieren Cardio auf die Hälfte.
Stefan: Du konntest wieder essen, wir haben die Kalorien hochgefahren.
Stefan: Und dann durftest du dir auch was gönnen, weil du gemerkt hast,
Stefan: der Körper reagiert, der Körper reagiert, du wurdest stärker, du wurdest leichter.
Stefan: Also der Erfolg hat dir recht gegeben. Und dann sagst du, ich habe jetzt sogar
Stefan: einen zweiten. Also wenn du Plateaus hattest, wenn du wusstest,
Stefan: okay, vier Kilo sind raus, aber das fünfte, das brauchte wieder drei Wochen,
Stefan: das fünfte Kilo brauchte drei Wochen. Du sagst dir, Stefan, ich habe zwei Cheatmeals jetzt gemacht.
Stefan: Zwei Tage. Und dann war das fünfte Kilo.
Denise: Genau. Habe ich gekriegen. Ja, das war auch ein ganz großes Learning für mich.
Denise: Wie wichtig ist es, dem Körper das Gefühl von Sicherheit zu geben.
Denise: Richtig. Der Körper lässt erst los, wenn er sich wirklich sicher fühlt.
Denise: Und wenn man unter permanenter Anspannung steht und dieses Perfektionsstreben
Denise: hat, der Körper lässt nicht los.
Denise: Ich war so überrascht. Teils hatte ich nach einem Cheatmeal,
Denise: wo man ja eigentlich Wasser einlagert und schwerer ist, Es hat der Körper so
Denise: viel losgelassen, dass sich teilweise nach einer Cheat-Mahlzeit leichter war,
Denise: was ja eigentlich total widersprüchlich klingt im ersten Moment.
Alex: Ja, am Ende des Tages zählt ja auch nicht die Kalorien- oder Kilo-Bilanz auf
Alex: der Waage für jeden Tag, sondern pro Woche.
Alex: Das muss man ja auch mal ganz klar sagen. Also ich glaube, das ist auch immer
Alex: Stress, wenn man das Essen immer abwiegt, wenn man mehrmals am Tag auf die Waage
Alex: geht oder jeden Tag sich wiegt. Ich glaube, das ist auch so ein Prozess,
Alex: in dem viele dann einfach drin sind.
Alex: Und das ist gar nicht so gut. Also ich sage auch mal, macht es lässig.
Alex: Einmal die Woche wiegen reicht oder alle drei, vier Tage morgens wiegen und
Alex: esst doch auch einfach mal, worauf ihr Appetit habt.
Alex: Wenn das Mahl ist, ist das doch völlig okay. Wir als Sportler achten sowieso
Alex: schon auf unsere Ernährung, natürlich, dass es ausgewogen ist,
Alex: aber alles darf auch mal erlaubt sein.
Stefan: Richtig, deswegen, ich nehme ja auch nie, wenn ich einen Coachee habe,
Stefan: ich nehme dem kein Essen weg oder sage, das streichst du bitte mal,
Stefan: sondern wenn du über die Stränge schlägst, es zählt die Wochenenergiebilanz.
Stefan: Im besten Fall ist sie etwas negativ, sonst baut der Körper einfach kein Fett ab.
Stefan: Oder wenn du zu wenig Proteine zu dir nimmst, dann baut der Körper eher Muskulatur
Stefan: ab und verfeuert deine gut,
Stefan: angearbeiteten Muskeln, deswegen Proteine immer schön hochfahren,
Stefan: das ist gleichzeitig Muskelschutz, Sätticht, Thermogen, das heißt der Körper,
Stefan: hat auch noch ein halbes Grad mehr Körpertemperatur, um eben Eiweiß auch zu
Stefan: verstoffwechseln, Eiweiß zu verstoffwechseln.
Stefan: Ja, eben zu verstoffwechseln, das ist klar. Und gesunde Fette auch nie am Fett
Stefan: sparen, das ist auch ganz wichtig, weil Fette regulieren unsere Hormone und
Stefan: die Hormone sind einfach das Wichtigste, was wir haben.
Stefan: Alkohol war ja nie ein Thema, darüber brauchten wir gar nicht reden, du hast nie irgendwie.
Denise: Das zum Glück nicht. Bei mir waren Süßigkeiten, Schokolade, gerade abends im
Denise: Bett. Teils konnte ich ja abends gar nicht einschlafen.
Denise: Dann musste ich eine Tafel Schokolade essen, weil ich einfach nicht anders konnte.
Denise: Und erst dann bin ich eingeschlafen. Deswegen musste ich so schmunzeln,
Denise: als du eben meintest, ich habe dir die Rückmeldung gegeben, dass ich das erste
Denise: Mal zehn Stunden am Stück geschlafen habe. Das war ja undenkbar damals.
Stefan: Ja, also der Stecker war gezogen.
Alex: Was hat sich noch verändert? Du hast dich körperlich verändert.
Alex: Du hast gemerkt, das Fett, das schmilzt.
Alex: Du hast Appetit, du gönnst dir auch mal was. Mit deinen Trainings bist du gut
Alex: zurechtgekommen, konntest auch besser schlafen.
Alex: Was hat sich sonst noch verändert für dich?
Denise: Es hat sich ganz, ganz viel verändert und deswegen möchte ich auch Personal
Denise: Trainerin werden, weil ich merke, es ist eben nicht nur der Körper, der sich verändert.
Denise: Es sind so viele Themen, die da mit reinspielen. Also ein ganz großes Thema
Denise: ist das Mindset und das Selbstbild.
Denise: Ich war ja jetzt schon in meiner Kindheit übergewichtig, wurde schon mit zehn
Denise: Jahren zu Weight Watchers geschleppt, alles erwachsene Frauen und ich fast 100 Kilo.
Denise: Wie alt war ich da? Um die zehn Jahre alt.
Denise: Und das integriert man ins Selbstbild. Und ich komme ja aus dem pädagogischen
Denise: Bereich. Ich habe mich viel mit psychischen Mechanismen auseinandergesetzt.
Denise: Ich weiß, was Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung prägt.
Denise: Und ich weiß, wenn man über so viele Jahre, teils Jahrzehnte von außen die Rückmeldung
Denise: bekommt, du bist zu dick, da zählt ja von Mobbing zählt da mit rein.
Denise: Alles mögliche, Arzttermine, schon als Kind war da immer das Thema,
Denise: die ist zu dick, die muss auf eine Abnehmkur.
Denise: Und ich habe gemerkt, wie man das einfach in sein Selbstbild und in das Denken
Denise: über sich selbst integriert.
Denise: Und das ist ein ganz großes Thema, was ich aber auch bei vielen Frauen erlebt,
Denise: dass die eine ganz verzerrte Körperwahrnehmung haben.
Denise: Und mittlerweile bin ich an einem Punkt, wo ich es tatsächlich schaffe,
Denise: mich realistischer wahrzunehmen.
Denise: Zwar nicht konstant jeden Tag, das ist ein Prozess und Erfahrungen prägen einen immer, keine Frage.
Denise: Aber ich merke, wie ich mich langsam nicht mehr als dicke Person identifiziere.
Denise: Und das ist total spannend, wie einen das so prägt.
Stefan: Also der Körper formt den Geist.
Denise: Definitiv, ja. Und ich rate auch meinen Kundinnen immer, mach ein Bild von dir.
Denise: Wenn du dich zu dick fühlst, mach bitte ein Bild von dir und guck es dir zwei Tage später an.
Denise: Und meistens ist man überrascht, weil man sieht, das ist die Wahrnehmung.
Alex: Gab es auch mal Zeiten, jetzt innerhalb deiner Transformation,
Alex: wo du so ein Plateau hattest und wo du gesagt hast, ach, ist doch jetzt alles
Alex: scheiße, geht nicht mehr weiter,
Alex: es ist jetzt alles egal, weil ich mache jetzt wieder mein Cardio und ich tracke wieder meine Kalorien.
Alex: Gab es mal so einen Moment, wo du aufgeben wolltest?
Denise: Aufgeben nicht wirklich, aber es gab natürlich Plateaus. Am Anfang hatte ich
Denise: mehrere Plateaus, weil ich einfach noch nicht dieses Mindset hatte und auch
Denise: noch nicht konsequent genug losgelassen habe.
Denise: Da hat es mir aber auch geholfen, Vergleichsfotos zu machen,
Denise: weil ich auch manchmal gemerkt habe, die Zahl auf der Waage ist nicht immer
Denise: aussagekräftig. Ich hatte teilweise eine Rosengröße kleiner und dasselbe Gewicht.
Denise: Da habe ich dann auch gelernt, mich nicht immer nur an der Waage zu orientieren.
Denise: Und in den letzten fünf Monaten habe ich auch das Gefühl, dass ich wieder ein Plateau habe.
Denise: Ich möchte ja noch zwei, drei Kilos abnehmen, habe mir jetzt aber mal wieder
Denise: die Körperanalyse angeguckt und festgestellt, dass ich seitdem tatsächlich wieder
Denise: drei, vier Kilo abgenommen habe.
Denise: Also da merke ich auch wieder, wie dieses Denken, wie die Wahrnehmung das prägt.
Denise: Also anstatt sich wirklich mal an der Zahl zu orientieren, stülpt man ganz schnell
Denise: eine ganz falsche Wahrnehmung über die Situation.
Alex: Hast du Feedback von außen bekommen? Hast du bestimmt bekommen?
Alex: Wie war das Feedback von außen, was du bekommen hast? Also viele aus dem Club
Alex: kennen dich ja auch ein bisschen fülliger. Wie haben die Leute reagiert?
Denise: Ich habe jede Menge Feedback bekommen. Ich bekomme fast täglich im Club Feedback.
Denise: Und es ist total schön und das war auch was, was mir geholfen hat,
Denise: mich wieder realistischer wahrzunehmen.
Denise: Ich sage auch immer im Gym, das ist ja so eine Community. Es ist ja klar der
Denise: Sportaspekt, der Fitnessaspekt.
Denise: Der Körper, der sich verändert, aber auch die Leute, die man da kennenlernt,
Denise: die ein positives Feedback geben, die vielleicht ähnliche Geschichten mitbringen.
Denise: Man kann sich mit den Leuten austauschen, man wird bestärkt und das gibt mir ganz viel.
Denise: Also ich bin kein Mensch, der auf Komplimente aus ist, aber es tut total gut,
Denise: die Wahrnehmung auch mal abzugleichen mit dem, was denken eigentlich Außenstehende über mich.
Denise: Mein Bauch ist meiner Meinung nach immer noch meine größte Problemzone und ich
Denise: werde teilweise in der Umkleidekabine von Frauen angesprochen,
Denise: die sagen, Wow, du hast aber einen tollen Bauch, wie hast du das geschafft?
Denise: Und ich fühle mich erst mal gar nicht angesprochen. Ich kann es gar nicht glauben.
Denise: Das ist der Hammer.
Alex: Ja, ich finde auch in Gyms, egal wo man ist, das ist immer eine tolle Community
Alex: und das sind ehrliche Feedbacks, die man da bekommt.
Alex: Man ist so gemeinsam auf einer Reise unterwegs, jeder hat seine Story,
Alex: warum er dort ist und jeder hat mal ein Plateau oder Hochs und Tiefs und man
Alex: motiviert sich auch so gegenseitig, wenn man mal auf dem Plateau ist oder was
Alex: nicht schafft, was nicht kann.
Alex: Und irgendwie gemeinsam geht das irgendwie alles.
Alex: Und ich finde, diese Feedbacks sind so ehrlich und wichtig auch für uns.
Denise: Total, ja. Und auch zu sehen, dass man nicht alleine ist.
Denise: Ich hatte das jetzt letztens im Club, da hat mich eine Frau angesprochen und
Denise: meinte, wow, ich habe dich gesehen und dachte, das würde ich auch gerne schaffen.
Denise: Da habe ich, glaube ich, gerade Dips gemacht.
Denise: Und genau dasselbe dachte ich aber auch von ihr. Sie hat nämlich Calasthenics
Denise: gemacht und da dachte ich auch, wow, was für eine Powerfrau.
Denise: Also so ein Handstand, das würdest du aber auch gerne können.
Denise: Und wir haben beide festgestellt, dass wir total selbstkritisch sind und uns
Denise: gar nicht so stark wahrnehmen, wie wir eigentlich auf andere Menschen wirken.
Alex: Ja, man unterschätzt sich, glaube ich, ganz oft. Und ich glaube,
Alex: die Leute, die Angst haben, in einen Gym zu gehen, denen kann man die Angst
Alex: wirklich nehmen, weil man hat immer sofort Kontakt und jeder hilft, jeder unterstützt.
Alex: Und wenn man irgendetwas nicht weiß, dann hat man immer Leute,
Alex: die einem irgendwas zeigen oder nochmal einen Impuls geben.
Stefan: Das möchte ich auch sagen. Wir haben ja auch viele Gäste, die wirklich mit einem
Stefan: sehr hohen Gewicht reingehen und für sich erkennen, ich muss jetzt langsam was tun.
Stefan: Und das habe ich, glaube ich, in fünf, sechs, sieben Podcast-Folgen auch schon gesagt.
Stefan: Diese Gäste sind mir besonders lieb, die sich unterjährig im Club anmelden,
Stefan: weil die sagen, ich habe jetzt den Kaffee auf, ich fange jetzt an.
Stefan: Es gibt auch die, die alle am 1. Januar anfangen, aber das Thema Krafttraining
Stefan: gar nicht im Blick haben, sondern sind alle Cardiogeräte voll bis 15. Februar.
Stefan: Man hat sich irgendwie nicht viel getan in der Kleidergröße.
Stefan: Man hat unheimlich viele Schritte gemacht, man hat unheimlich viele Herzfrequenzrekorde
Stefan: auch gebrochen, aber irgendwie hat man nicht abgenommen, weil das doch im Stress ausartete.
Stefan: Und deswegen sagen wir immer, Krafttraining ist der erste Schlüssel für den Umbau des Körpers.
Stefan: Aber mir sind die Leute eben ganz, ganz lieb, die sagen, ich fange jetzt an,
Stefan: Egal welches Kalenderblatt wir haben, welches Datum wir haben.
Stefan: Und das Beste ist, wenn sie aus eigener Motivation kommen. Nicht mehr ganz so
Stefan: schön ist es, aber trotzdem wichtig, wenn der Arzt sie schickt und sagt mit dem Blutbild.
Stefan: Haben wir noch zwei Jahre bis zur Diabetes oder bis noch zu ganz anderen Krankheiten.
Stefan: Die dann in den Club müssen.
Stefan: Lieber alleine, selbstmotiviert sich verändern, das ist immer noch besser,
Stefan: finde ich, als dahin geschickt zu werden.
Stefan: Wer macht denn schon was gegen seinen Willen? Aber viele erkennen eben auch,
Stefan: es ist eine Altersvorsorge, Knochendichte, Osteoporose, ein gestärkter Körper,
Stefan: daraus der resultierende gestärkte Geist.
Stefan: Es ist eine Investition in die Zukunft. Ja, Alex wurde mal gefragt vor zwei
Stefan: Jahren, sag mal, wie kommst du eigentlich an deine Personal-Training-Kundinnen?
Stefan: Und er sagt, Alex, nur ganz locker, lange genug nackte Naumkleide stehen.
Denise: Ja, das stimmt tatsächlich. So wurde die auch schon häufig angesprochen.
Alex: Ja, die wird ganz oft deswegen angesprochen, ja. Das ist ja auch so ein intimer Bereich natürlich.
Alex: Dann sind die Frauen auch unter sich und dann traut man sich vielleicht auch
Alex: mal. Es ist alles eng und im Grunde genommen ist dann auch alles egal. Also das ist ja so.
Stefan: Das stimmt.
Alex: Gibt es etwas, wo du sagst, das hat sich für dich im Alltag verändert?
Alex: Also klar, du hast jetzt andere Trainings, andere Essgewohnheiten vielleicht.
Alex: Gibt es noch etwas anderes, was sich bei dir im Alltag verändert hat,
Alex: vielleicht sogar optimiert hat?
Denise: Auf ganz vielen Ebenen. Also es fängt an von Alltagssituationen,
Denise: teils stand ich früher stundenlang vor dem Kleiderschrank, habe mich zehnmal
Denise: umgezogen und ich wollte nicht rausgehen.
Denise: Ich habe mich so verdammt unwohl gefühlt und auch nach meiner ersten Gewichtsreduktion,
Denise: wo ich ja halbwegs schlank war, habe ich mich trotzdem weiterhin unwohl gefühlt.
Denise: Und aktuell bin ich in so einem Zustand, ich fühle mich wohl,
Denise: ich fühle mich selbstbewusst.
Denise: Das spielt in ganz, ganz viele Ebenen mit rein.
Alex: Schön.
Stefan: Gut, die Bachelorarbeit liegt hinter dir?
Denise: Ein Glück, ja.
Stefan: Dein kaputtes Auto hast du ausgetauscht gegen einen neuen?
Denise: Genau.
Stefan: Also es hat sich eben auch vieles gelöst, nicht durchs Training,
Stefan: aber eben in der zeitlichen Abfolge bist du jetzt ein freierer Mensch geworden.
Denise: Das stimmt, ja. Und vor allem auch meine Motivation, dann Personal-Trainerin
Denise: zu werden, weil ich halt weiß, was da mit rein spielt.
Denise: Dass es eben nicht nur ist, reduziere deine Kalorien. Und da wart ihr ja auch
Denise: beide ein ganz großes Vorbild für mich.
Denise: Stefan hatte ja diesen ganzheitlichen Blick.
Stefan: Absolut. Ich habe immer wieder an deine Kirsche appelliert, immer wieder an die Software da oben.
Stefan: Das ging ja nicht nur um Look, sondern es ging wirklich darum.
Stefan: Alles zu verstehen, in Einklang zu bringen, es auch verstehen zu wollen,
Stefan: den Sinn da drin zu sehen und von daher hat das super geklappt.
Stefan: Und deswegen habe ich ja gesagt, ich habe noch einen wunderbaren Dozenten und
Stefan: wir haben wirklich viele aus unserem Bekanntenkreis schon zu ihm geschickt.
Stefan: Wladimir Waltrovic bei Instagram mit seinem Namen Der Trainingsanzug.
Stefan: Grüße gehen raus an Wladimir, an Wladi.
Stefan: Er ist Dozent an verschiedenen renommierten Schulen und bildet Fitnesstrainer
Stefan: aus. Man kann bei ihm eine Fitnesstrainer-B-Lizenz machen, eine A-Lizenz,
Stefan: man kann auch eine Personal-Trainer-Lizenz machen.
Stefan: Und ich glaube, wir haben jetzt zwölf Mädels schon zu ihm gegeben,
Stefan: zwölf, dreizehn, die bei ihm eine Ausbildung gemacht haben, die gar nicht in
Stefan: diesem Metier arbeiten, aber die sagen, das Training, was ich mir selber gönne,
Stefan: lasse ich mir nochmal verbriefen.
Stefan: Ich möchte alles verstehen und auch die Trainingslehre verstehen,
Stefan: ob ich es brauche oder nicht. Also man wird ja nicht dümmer.
Stefan: Es geht in die Erfahrung mit ein.
Stefan: Und so haben wir ja auch gesprochen, wo ich sage, du hast eine Radiostimme,
Stefan: du kannst auf Leute zugehen, du hast keine Hemmung, du wirst ein Vorbild werden,
Stefan: geh bitte in die Ausbildung. Ob du die Scheine brauchst, sei dahingestellt.
Stefan: Und heute hast du schon drei Mädels, die du führst.
Denise: Genau, heute merke ich, es ist das, wofür ich brenne, also als hätte ich den
Denise: Sinn meines Lebens entdeckt, das ist total lustig.
Stefan: Ja, und das habe ich halt alles gesehen.
Denise: Ja, unglaublich, wie das Leben manchmal kommt. Das hätte ich damals auch nie
Denise: gedacht. Ich muss immer an den ersten Tag im Fitnessstudio denken.
Denise: Ich habe mich ursprünglich ja nur wegen der Sauna angemeldet und meine Freundin
Denise: musste mich auch noch überreden.
Denise: Und dann dachte ich, na gut, wenn du schon im Fitnessstudio angemeldet bist,
Denise: solltest du auch mal trainieren.
Denise: Und ich weiß noch, wie ich da meine Trainerstunde bekommen habe.
Denise: Mir wurde irgendwas über Proteine und Eiweiß erzählt und ich dachte,
Denise: ach, klingt ja ganz nett, guckst du dir mal an.
Denise: Und das hat keine Woche gedauert, dass ich plötzlich jeden Tag auf der Fläche
Denise: anzutreffen war. Also das hätte ich damals niemals gedacht, dass ich mal Personal Trainerin bin.
Denise: Und auch die Ziele, die ich erreicht habe.
Denise: Ich habe Sachen erreicht, die habe ich mir eigentlich gar nicht getraut als Ziel zu setzen.
Denise: Zum Beispiel sichtbare Bauchmuskeln zu haben.
Denise: Ich habe gar nicht darüber nachgedacht. Ich dachte, das ist nicht für mich bestimmt.
Denise: Das ist vielleicht für andere mit einer guten Genetik. Aber ich werde im Leben
Denise: keinen Klimmzug schaffen oder sichtbare Bauchmuskeln haben.
Denise: Und das ist das Eigentliche, was den Sport für mich ausmacht,
Denise: dass man Sachen schafft, von denen man nicht gedacht hätte, dass man sie jemals
Denise: im Leben erreichen wird.
Denise: Und das macht ganz viel mit dem Mindset, das macht ganz viel mit der Resilienz,
Denise: also der psychischen Widerstandsfähigkeit, dass man, man hat immer Herausforderungen im Leben.
Denise: Aber wenn man einmal diese Erfahrung gemacht hat, Sachen zu schaffen,
Denise: von denen man nie gedacht hätte, dass man sie schafft, dann ist man eigentlich
Denise: durch nichts mehr aufzuhalten. Und das möchte ich so gerne den Leuten vermitteln,
Denise: dass die die Erfahrung haben, die ich gemacht habe.
Alex: Ja, ich finde das großartig. Ich glaube, uns Frauen geht es fast noch mehr so
Alex: als Männern, weil wir Frauen uns, glaube ich, oft decke und nicht an uns glauben.
Alex: Also wir denken nicht, können wir mal Bankdrücken machen irgendwie.
Alex: Männer wissen, ich schaffe das. Die sind da super selbstbewusst und selbstsicher.
Alex: Wir Frauen haben manchmal Angst vor Gewicht, vor diesen Eisen, vor Maschinen.
Alex: Weil das natürlich auch maskulin ist. Und wenn wir aber einmal entdeckt haben,
Alex: wie schnell wir doch erfolgreich sein können und
Alex: wie gut, wie geil, wollte ich sagen, ist ja auch so, wie sich das anführt und
Alex: wie man dann auch einfach mit einem anderen Körpergefühl rausgeht in die Welt,
Alex: dann hat man einfach Blut geleckt.
Alex: Und ich sage das auch, man müsste es einfach mal fühlen und jeder kleine Erfolg
Alex: ist sowas von einer großen Motivation für den nächsten Step,
Alex: egal was es ist. Ob das Klimmzüge sind, Liegestütze, völlig egal.
Alex: Und man will dann immer was Neues machen, was anderes erreichen.
Alex: Man sieht was und denkt, das wäre auch mal toll zu schaffen,
Alex: die Klimmzüge, die Liegestütze. Das macht einfach Spaß.
Denise: Ja, das macht was mit einem. Ich weiß ja auch noch am Anfang,
Denise: da hatte ich Angst, neue Übungen auszuprobieren.
Denise: Damals waren noch nicht viele Leute im Studio, die Hips thrust,
Denise: also die Übung für den Po gemacht haben.
Denise: Wir hatten noch keine Maschine, das war was relativ exotisches,
Denise: sage ich mal in unserem Studio und ich habe mich nicht getraut.
Denise: Ich habe das bei Instagram gesehen und ich musste meine Freundin dazuholen,
Denise: weil ich mich nicht getraut habe, alleine diese Übung auszuprobieren.
Denise: Und mittlerweile ist mir das total egal. Da versuche ich, irgendwelche Sachen
Denise: nachzubauen am Kabelturm und da merkt man, wie einen das stärkt,
Denise: wie selbstbewusst man auch wird dadurch, dass man neue Sachen ausprobiert.
Alex: Absolut.
Stefan: Hip-Thruster, sagst du was? Wir haben ja eine Athletin bei uns im Club,
Stefan: die im Moment keine Zeit hat, in den Podcast zu kommen, die mit 270 Kilo Hip-Thrust unterwegs ist.
Stefan: Das ist schon wirklich eine Ausnahme. Also man kann sich in bestimmten Sachen,
Stefan: weiterentwickeln und wenn du sagst, du hast den Klimmzug gelernt und jetzt machst
Stefan: du Klimmzüge ohne Ende, dann dippst du, dann machst du den Barrenstütz, also dippen.
Stefan: So und du hast es eben schon gesagt, bis Jahresende Da hast du den ersten Handstand.
Denise: Ja, wenn man möchte und daran arbeitet schon. Nun ist es aber so,
Denise: dass ich sehr lange Fingernägel habe, die mir vielleicht im Weg stehen.
Denise: Und das ist mir den Handstand jetzt noch nicht wert. Aber irgendwann kommt der Tag.
Stefan: Aber das ist es halt, weil...
Stefan: Alex und ich kenne natürlich auch ganz viele Menschen, die wünschen sich dein
Stefan: Ergebnis, sind aber nicht bereit zu investieren.
Stefan: Die sofort aufhören, wieder unheimlich schnell hinwerfen und da haben uns schon
Stefan: die Zähne ausgebissen. Alex kennt einige Leute, ich kenne noch ein paar mehr
Stefan: Leute, wo ich sage, ich habe viel geholfen, ich habe sehr viel erklärt, Zeit reingesteckt.
Stefan: Es kam nicht zurück. Aperol war wichtiger, Weißwein war wichtiger,
Stefan: Feiern war wichtiger und dann höre ich dann auch irgendwann mal auf.
Stefan: Das ist klar, kannst du nicht alle retten irgendwie und von daher hast du heute
Stefan: eine Vorbildfunktion, weil du hast an dich geglaubt und du hast dir immer,
Stefan: ja, du hast einfach weitergemacht, große Widerstände, du hast dich nicht verletzt,
Stefan: du hattest keine Reha-Maßnahme dazwischen, keine Physiotherapie,
Stefan: so Schulterabriss oder sonst irgendwas, das hattest du alles nicht.
Stefan: Hattest du Erkältung, Grippe?
Denise: Ja, gerade zu Beginn hatte ich, glaube ich, Scharlach war das.
Denise: Da lag ich doch gleich einen Monat krank.
Denise: Das war kurz nachdem du mich angesprochen hast. Da hatte ich ja die ersten Kilos
Denise: abgenommen, hatte dann ganz schlimm Scharlach und das hat mich auch nochmal zurückgeworfen.
Denise: Da hatte ich wieder ein paar Kilos drauf, aber ich bin gestärkt aus der Situation
Denise: rausgekommen und dachte, so, jetzt ziehst du aber nochmal richtig durch.
Denise: Und das Gute war, ich hatte vier Wochen, um komplett unterzufahren.
Denise: Das war nämlich für mich auch ganz wichtig, in meinen Perfektionsstreben und
Denise: jeden Tag trainieren, einfach mal vier Wochen gar nichts zu tun.
Stefan: Ja, vielleicht sollte das so kommen.
Denise: Ja, ich glaube auch daran, alles im Leben hat irgendwo einen Sinn und am Ende,
Denise: man lebt das Leben vorwärts, aber versteht es nur rückwärts.
Alex: Ja, absolut. Was für Ziele hast du denn noch aktuell?
Alex: Körperlich hast du schon gesagt, hast du auch noch Ziele außer den Handstand
Alex: irgendwann, wo du sagst, das möchtest du nochmal erreichen im Gym?
Denise: Aktuell möchte ich erst mal noch ein paar Kilo abnehmen. Ich habe immer gesagt 59,9 Kilo.
Denise: Das kann mir auch keiner ausreden, auch wenn mein Umfeld mir häufig spiegelt, dass es jetzt reicht.
Denise: Aber ich weiß ja auch, wo meine Grenzen sind.
Denise: Und ja, was den Sport betrifft, einfach weiterhin Spaß am Training zu haben.
Denise: Ich habe auch überlegt, mal auf die Bühne zu gehen. Ich werde auch häufig gefragt,
Denise: Mensch, warum probierst du das nicht mal?
Denise: Aber ich möchte mir das nicht kaputt machen. Ich weiß, was alles dazu gehört.
Denise: Und da bleibt der Spaß auch schnell auf der Strecke. Und das ist eine der größten
Denise: Motivationen für mich, zum Sport zu gehen.
Denise: Diese intrinsische Motivation. Du hast ja auch eben über Motivation gesprochen.
Denise: Und alles, was von außen kommt, das schafft man nicht lange durchzuhalten.
Denise: Aber wenn man diese intrinsische Motivation hat und den Sport wirklich wegen
Denise: der Sache macht und nicht, weil man irgendwelche Ziele erreichen muss,
Denise: das ist der Schlüssel für mich, auch langfristig am Ball zu bleiben,
Denise: was ich auch versuche, meinen potenziellen Kundinnen immer mit an die Hand zu geben.
Denise: Und wenn dir die Übung nicht gefällt, dann mach eine andere Übung,
Denise: auch wenn es vielleicht weniger effektiv ist.
Denise: Aber am effektivsten ist es, bei der Sache zu bleiben und wirklich Spaß am Training zu haben.
Alex: Absolut. Du hast gerade was ganz Wertvolles gesagt, was ich gerne nochmal aufgreifen
Alex: möchte. Du hast gesagt, von außen bekommst du oft den Impuls, es reicht jetzt.
Alex: Das ist so interessant, dass andere Menschen
Alex: Eine Wertung abgeben, wann es doch für dich genug sein sollte.
Alex: Dabei dürftest du das doch oder darfst du das natürlich selber entscheiden. Wie gehst du damit um?
Denise: Mittlerweile ist es mir tatsächlich egal. Ich weiß es zu schätzen,
Denise: dass sich mein Umfeld um mich sorgt und ich weiß, es gibt tatsächlich Leute,
Denise: die rutschen in eine Essstörung, keine Frage.
Denise: Aber es ist nun mal so, egal wie du aussiehst, dein Körper wird kommentiert und bewertet.
Denise: Wenn du übergewichtig bist, bist
Denise: du für die einen zu dick, für die anderen bist du doch ganz in Ordnung.
Denise: Wenn du abnimmst, bist du für manche Leute zu dünn. Wenn du Muskeln hast,
Denise: bist du für andere zu muskulös.
Denise: Mich hat tatsächlich letztens ein fremder Mann im Studio angesprochen,
Denise: der mich vom Sehen kennt und meinte, du hast ja schön abgenommen,
Denise: aber wo sind denn deine Brüste hin?
Denise: Und ich dachte mir auch, mein lieber Scholli, also woher nimmst du dir das Recht,
Denise: meinen Körper zu kommentieren?
Denise: Mittlerweile bin ich so stark, ich stehe da drüber und mir ist es total egal.
Denise: Ich bin im Einklang mit meinem Körper, ich liebe meinen Körper.
Denise: Von daher, aber es gibt Leute, da prallt das vielleicht nicht so ab.
Alex: Richtig, ja. Und dafür ist es natürlich auch wichtig, stark und stabil zu sein.
Alex: Also ein gutes Mindset zu haben und am Ende des Tages, wir sind in einer Gesellschaft,
Alex: das merke ich ja auch, wo du immer bewertet wirst.
Alex: Völlig egal, wie du aussiehst. Jeder hat ja auch eine andere Wahrnehmung,
Alex: eine andere Art von Ästhetik, die er mag oder nicht mag. Das ist auch völlig in Ordnung.
Alex: Das darf er bei sich behalten. Also diese ungefragte Art, einfach seine Meinung
Alex: diesbezüglich kundzutun, ist auch nicht richtig in meiner Welt.
Stefan: Ich sage ja immer, Neid kommt immer von unten. Immer. Neid kommt von unten.
Stefan: Wenn du mit Athleten zusammen bist im Gym und es gibt ja wirklich auch ganz
Stefan: tolle Studios in Hamburg, wo wirklich fast nur Bühnenathleten trainieren.
Stefan: Wir haben das Legatum in Wandsbek.
Stefan: Wir haben das Invictus im Bergedorf und dort sind ja wirklich Coaches und Athleten,
Stefan: die alle Wettkampfambitionen haben, die diese Erfahrung haben.
Stefan: Und in so einer Community, wir haben dort auch häufig trainiert,
Stefan: dann weißt du, was Zusammenhalt ist, was auf Augenhöhe sein bedeutet,
Stefan: was Respekt angeht, bedeutet,
Stefan: da wird nie einer den anderen aburteilen, das gibt es nicht,
Stefan: dein Neid kommt nur von unten. Das ist einfach so.
Stefan: Auf Augenhöhe wird nicht geneidet, da wird bewundert.
Stefan: Alex ist jetzt seit 50, 60, 70 Tagen bei Instagram mit jedem Morgen um Punkt 6 einem neuen Beitrag.
Stefan: Das heißt, ihre Anzahl der Follower ist gut gestiegen. Sie geht jetzt gleich auf 1000 Follower hoch.
Stefan: Und ja, hat jetzt seit einer Woche, seit zwei Wochen, das hast du mir mal irgendwie
Stefan: erzählt, kommen die ersten blöden Kommentare unter Beiträge oder auch Nachrichten, Privatnachrichten?
Alex: Nein, Privatnachricht nicht, aber das gibt es schon, also ich habe wahrscheinlich
Alex: mit einem Wheel oder nicht wahrscheinlich, sondern schon sehr polarisiert.
Alex: Und ja, ich sage dann natürlich auch ganz klar, ich habe das dann auch nochmal
Alex: thematisiert, dann haben die Leute ein Thema.
Alex: Also wer sich angegriffen fühlt oder wen das triggert, wie ich aussehe,
Alex: wie ich spreche, wen meine Muskeln triggern, der hat ein Thema mit sich.
Alex: So sehe ich das ganz klar. Und das sehe ich auch bei Begegnungen mit Menschen.
Alex: Das habe ich natürlich auch, dass Menschen zu mir sagen, naja,
Alex: ist aber schon ein bisschen viel jetzt oder jetzt ist mal genug.
Alex: Also mir wäre das zu viel, wo ich sage, ja, für dich, du musst so auch nicht aussehen.
Alex: Und wenn du das nicht möchtest, dann ist das völlig in Ordnung.
Alex: Und das sind wirklich immer Leute, die halt nicht mal ins Gym gehen,
Alex: die dann so ein Feedback geben. Das ist schon echt krass. Also die überhaupt
Alex: nicht wissen, was steckt überhaupt dahinter.
Alex: Und was verändert sich und wie gesund sind wir.
Alex: Das muss man ja auch sagen, wir sind gesund, weil wir Krafttraining machen,
Alex: weil wir uns gut ernähren.
Alex: Wir tinken trotzdem mal einen Wein, wir essen trotzdem mal Schokolade.
Stefan: Ja, du ja, du nie es nicht.
Alex: Ja, genau, ich ja.
Alex: Wir leben halt ganz normal. Natürlich sind wir getaktet und diszipliniert und
Alex: wir sind gesund. Und die Leute, die das sagen, das kommentieren, haben ein Thema.
Stefan: Alex hat früher mal einige Leute abgeledert, weil irgendwann ist es ein bisschen viel.
Stefan: Ich habe gerade den Namen meiner Co-Moderatorin genannt und dann geht das technische
Stefan: Equipment im Hintergrund los, was sich angesprochen fühlt. Ja,
Stefan: aber das wird man nicht gehört haben.
Stefan: Und da wurdest du auch angesprochen und dann hast du nicht Angst,
Stefan: irgendwann zu männlich auszusehen? Und dann sagt sie nur ganz trocken,
Stefan: nee, ich trainiere nicht auf Bierbauch.
Denise: Gute Antwort.
Alex: Ja, manchmal muss man einfach kontern.
Denise: Ja, ganz wichtig.
Alex: Okay. So, du wirst jetzt als Personal Trainerin bald arbeiten.
Denise: Genau. Aktuell bin ich noch im pädagogischen Bereich tätig, aber ich merke,
Denise: dass mein Herz einfach dafür schlägt. Ich könnte mich 24 Stunden am Tag mit
Denise: den Themen auseinandersetzen.
Denise: Von Trainingslehre, was mich ja auch total begeistert, bis hin zu Mindset-Themen,
Denise: die ja auch dann mein Schwerpunkt sein werden, da ich aus dem pädagogischen Bereich komme.
Denise: Und ich habe immer diesen, man sagt im Pädagogischen, den transaktionalen Ansatz.
Denise: Also man erkennt das Zusammenspiel von ganz vielen Faktoren,
Denise: die oft einen Menschen Einfluss haben.
Denise: Und das war ja auch das, was Stefan eigentlich gemacht hat. Er hat nicht nur
Denise: geguckt, Mensch, warum schaffst du es nicht genug oder zu wenig zu essen,
Denise: sondern er hat die Faktoren gesehen, die Einfluss haben. Er hat gefragt,
Denise: hast du Stress? Wie sieht es aus bei dir?
Denise: Und das ist was, was ich total spannend finde.
Stefan: Die Fragen haben wehgetan zum Teil, weil ich habe dir einen Spiegel vorgehalten.
Denise: Ja, total. Und genau das brauchte ich aber. Du hattest genau das richtige Feingefühl,
Denise: um mich wachzurütteln, aber du hast mich auch gleichzeitig aufgefangen.
Denise: Das war genau die richtige Kombination.
Alex: Ich glaube, das macht auch einen guten Personal Trainer aus,
Alex: dass er nicht nur auf die Übungen schaut und auf die Ausführungen und einen
Alex: Trainingsplan schreibt, sondern das ist ein ganzheitliches Thema.
Alex: Training ist ja der kleinste Hebel, den wir haben, um uns nochmal körperlich
Alex: zu verändern, zu optimieren.
Alex: Da gehört natürlich viel dazu, Ernährung, Regeneration und ein guter Personal
Alex: Trainer in meiner Wirklichkeit, da sprechen wir drei ja eine Sprache,
Alex: der guckt sich immer das Ganzheitliche an und schaut, wo man optimieren kann.
Alex: Sehr gut.
Stefan: Was haben wir noch?
Stefan: Wir werden auf jeden Fall im Transscript, das ist also die Episodenbeschreibung dieser Folge heute,
Stefan: die Internetadresse deiner Instagram-Seite mit reingeben, dass die Leute eben
Stefan: auch mal sehen, wer saß denn heute am Tisch.
Stefan: Und wer Instagram hat, kann das dann eben sehen, kann das Profil von Denise
Stefan: sehen. Wir geben ebenso das Profil von Alex mit rein.
Stefan: Ich habe ja keins mehr, was aktiv gepflegt wird von Matta. Daher ist das völlig bei mir unwichtig.
Stefan: Und ja, vielleicht kriegst du einige Kontaktaufnahmen. Vielleicht kommen wirklich
Stefan: Leute und sagen, Mensch, Denise, ich habe dich gehört. Jetzt sehe ich dich. Lass uns reden.
Denise: Ich würde mich freuen. Sehr gerne.
Stefan: Hast du denn schon irgendwo einen Club in Sicht, wo du sagst,
Stefan: du würdest dort anheuern wollen, weil du bist ja selber Mitglied in verschiedenen
Stefan: Clubs. Also du bist bei David Lloyd, darfst in alle Häuser.
Stefan: Aber du bist auch im Sportsclub. Darf man schon drüber nachdenken,
Stefan: wo dein Herz hinschlagen könnte?
Denise: Ich denke tatsächlich schon drüber nach. Für mich kommt nur die Option in Frage,
Denise: mich in ein Studio einzumieten und wirklich selbstständig zu arbeiten,
Denise: um mein eigenes Konzept auch auszuführen. Das ist mir ganz wichtig.
Denise: Ich bin aktuell im Austausch, da möchte ich noch nicht so viel drüber sagen.
Denise: Aber es entwickelt sich gerade und es ist alles in Planung.
Stefan: Das ist schön. Also auch da bist du beharrlich dran. Sehr gut,
Stefan: sehr gut, sehr gut. Ja, Alex hat das ja auch gemacht, also mit McFit.
Stefan: Dort kann man eben eine Hausmiete zahlen und dann auf eigene Rechnung halt arbeiten
Stefan: und machen, was man möchte, wann man möchte, wie, mit wem.
Stefan: Ich glaube, bei dir und bei McFit ist das sogar noch so, deine Coaches müssen
Stefan: nicht mal Mitglied sein.
Alex: Richtig, genau. Also die können mit mir zusammen da reingehen,
Alex: müssen kein Mitglied sein und wir können da alle Trainings machen.
Alex: Und das McFit hat ja auch so viel an Maschinen, an Auswahl, dass man in jedem
Alex: anderen Gym sich dann auch zurechtfindet.
Stefan: Ja, und gerade das neue McFit, also das ist ja wirklich saniert,
Stefan: ein völlig neues Konzept.
Stefan: Und jetzt eben, vorher gab es keine Personal Trainer in der Form.
Stefan: Du bist eine der ersten Personal Trainerinnen in Hamburg überhaupt bei McFit,
Stefan: und kannst eben dein Konzept für die Gäste umsetzen. Ja, absolut.
Alex: Ich bin in Stelling 1 und das ist wirklich der größte Laden,
Alex: glaube ich, den es von McFit gibt in Hamburg. Nee, Oatmarschen ist größer.
Stefan: Oatmarschen ist größer, genau.
Alex: Aber Stelling 1 ist sehr, sehr groß und da gibt es unheimlich viele Möglichkeiten.
Stefan: Und du dürftest, wenn du wolltest, ja auch in Oatmarschen Trainings geben,
Stefan: du müsstest nur deine...
Stefan: Deine Hausmiete erweitern auf einen zweiten Club, ne? Genau, ja.
Stefan: Das geht ja, du bist an einen Club gebunden halt, ne? Ja, ja.
Alex: Richtig.
Stefan: Ja, schön.
Alex: Gut.
Stefan: Denise, hast du noch was? Wir sind ja relativ zügig durch. Ich habe locker mit
Stefan: zwei Stunden gerechnet.
Denise: Ja.
Stefan: Wir sind bei 43 Minuten.
Denise: Das ging tatsächlich schnell,
Stefan: Ja.
Alex: Gibt es noch etwas, was du unseren Hörern mit auf den Weg gehen möchtest?
Denise: Hm.
Stefan: Glaubt an euch.
Denise: Glaubt an euch, der Klassiker.
Stefan: Es ist so leicht.
Denise: Es ist so leicht, das ist es nämlich. Wie gesagt, weniger ist tatsächlich manchmal mehr.
Denise: Also es gibt Leute, klar, da stehe ich dann schon mal daneben und sage,
Denise: so jetzt komm, jetzt gehen wir mal aber an deine Grenzen und lernen überhaupt
Denise: mal kennen, wo deine Grenzen sind.
Denise: Aber in meinem Fall Leute, die ähnlich sind wie ich, da würde ich sagen,
Denise: weniger ist mehr. Und es ist ja auch total individuell.
Denise: Ich werde fast täglich angesprochen und gefragt, was mein Geheimnis ist.
Denise: Aber es gibt nicht das eine Geheimnis. Es geht darum zu gucken,
Denise: was ist bei dir der Grund für dein Problem, für dein Übergewicht oder was auch immer dich belastet.
Denise: Aber bei mir war es wirklich, meinen Gang runter zu schalten,
Denise: meinen Perfektionismus abzustellen.
Denise: Es sind ja immer größere Themen auch, die dahinter stecken.
Denise: Und ich kann mitgeben, mach das, wo ihr wirklich Bock drauf habt.
Denise: Also ich brenne für das Krafttraining, würde ich natürlich als Personal Trainerin jedem empfehlen,
Denise: aber wenn es wirklich nicht dein Ding ist, finde irgendwas, wofür du brennst,
Denise: was dir wirklich Spaß macht, was du langfristig durchziehen kannst,
Denise: weil das ist der Schlüssel zum Erfolg.
Alex: Absolut.
Stefan: Ihr beiden habt ja auch die Vorteile, wenn ihr dann in Clubs arbeitet,
Stefan: dass ihr eure Coaches viel länger eng begleiten könnt, also eine permanente Bindung herstellen.
Stefan: Das ist mir nicht gegeben. Ich bin ja nur stundenweise und dann auch eben samstags
Stefan: im Club. Ist ja ein Minijob, wenn man so möchte.
Stefan: Und ich bin verantwortlich für die Einführungstrainings, denn jedes neue Mitglied
Stefan: bekommt drei Personal Training Stunden geschenkt.
Stefan: Personal Training kostet richtiges Geld. Ich sage immer, das sind keine Kosten,
Stefan: das sind Investitionen in den eigenen Körper, in die Zukunft.
Stefan: Und ich mache die Einführungstrainings. Wer sein erstes Training bei mir macht,
Stefan: macht meistens auch das zweite und das dritte Training. Das finde ich dann immer ganz gut.
Stefan: Aber ich kann auch wirklich Personal Trainings geben, jenseits dieser Kickstart-Termine.
Stefan: Und da habe ich nur zwei verschiedenartige Gäste.
Stefan: Also ich habe viele Gäste, die Personal Trainings in Anspruch nehmen,
Stefan: aber sie haben alle nur zwei verschiedene Motivationen.
Stefan: Die einen buchen mich und sagen, Technik-TÜV, ich glaube, da ist noch Korrekturbedarf.
Stefan: Ich weiß nicht, ob ich alles richtig mache. Ich will mich nicht verletzen.
Stefan: Gib mir bitte die Sicherheit im Rahmen einer Personal Training Stunde.
Stefan: Dann lernen die ganz, ganz viel, sind schnell wieder Flücke,
Stefan: stehen auf eigenen Beinen.
Stefan: Und die zweite Klientel sagt, bring mich über die Grenzen.
Stefan: Ich brauche es jetzt wirklich sehr, sehr rough. Ich sage dann immer Grillfest, also ich bin der Grill.
Denise: Du bist das Fleisch.
Stefan: Und dafür bezahlen eben auch einige Gäste, dass sie sagen, doch ich will mich
Stefan: so derbisch spüren und will wissen, wo ich stehe.
Stefan: Und ich lege halt andere Gewichte auf, bei absolut akkurater und sicherer Technik halt. Ja.
Stefan: Zu mir kann halt keiner kommen und sagen, Stefan, ich brauche den Long Run,
Stefan: geh mit mir ein halbes Jahr durch dick und dünn. Das gibt es bei mir halt nicht.
Stefan: Dafür bin ich zu wenig im Club. Das ist ja auch nicht mein Beruf.
Stefan: Und ihr habt da ganz andere Möglichkeiten, wirklich Leute permanent zu begleiten,
Stefan: was ein Riesentrumpf ist.
Denise: Das ist total hilfreich, dass jemand mal lernt, wo sind eigentlich meine Grenzen,
Denise: weil darum geht es ja in dem Ganzen, dass man sich selber kennenlernt und ich
Denise: sage immer, das kommt auch aus dem pädagogischen, hilf mir es selbst zu tun,
Denise: weil jeder ist Experte für sein eigenes Leben und je besser man sich selber
Denise: kennenlernt, umso besser kann man sich auch selber helfen und gucken,
Denise: was brauche ich eigentlich.
Denise: Das kann man von außen ja nicht immer sofort sehen. Man kann unterstützen,
Denise: man kann Tipps geben, aber du bist der Experte für dein Leben.
Denise: Und da gehört dazu, dass man auch mal beim Training seine Grenzen kennenlernt,
Denise: um seinen Körper, um sich selber mal zu spüren und kennenzulernen.
Denise: Und klar, die Dopaminausschüttung, dieses Glücksgefühl, wenn man sowas geschafft
Denise: hat nach so einem Satz, das kenne ich ja auch noch von dir.
Denise: Das ist natürlich riesig.
Stefan: Ja, das ist eine schöne Belohnung einfach.
Alex: Absolut. Ich finde auch zum Training gehört auch dazu, mal hinzufallen,
Alex: nicht körperlich, sondern mal etwas nicht zu schaffen oder mal schwächer zu
Alex: sein als vielleicht im letzten Training. Das ist ja auch im übertragenen Sinne
Alex: ein Hinfallen oder ein Stolpern.
Alex: Also man schafft nicht jedes Mal mehr Gewicht oder nicht immer die gleichen Gewichte.
Alex: Auch das gehört dazu und das stärkt uns ja auch mental unheimlich.
Stefan: Das ist natürlich auch bei einigen Frauen zyklusbedingt. Das ist das eine.
Stefan: Das zweite ist eben auch, wie ist gerade die Wetterlage und wir haben ja wirklich
Stefan: im Moment mit dem Wetter, haben wir morgens wieder so 10, 11 Grad oder so und
Stefan: dann gehen wir auf 30 hoch.
Stefan: Wie viel Wasser ziehe ich an Bord? Wie dick sind die Finger und die Gelenke?
Stefan: Oder dieses schwüle Hemd irgendwie im Antrieb ein bisschen. Man ist ein bisschen,
Stefan: oh Gott, jetzt noch zum Sport. Der Tag war schon sehr anstrengend.
Stefan: Man kann nie die gleiche Leistung irgendwie abrufen, zumindest nicht kontinuierlich.
Stefan: Und das sage ich auch du und wenn du dein Gewicht der letzten Woche nicht schaffst,
Stefan: versuch es mit dem Gewicht und mach halt eben ein paar weniger Wiederholungen
Stefan: oder du musst nicht jedes Mal ein neues Gewicht auflegen, mach doch mit dem
Stefan: alten Gewicht mehr Wiederholungen.
Stefan: Hauptsache irgendein Erfolgserlebnis, wie wir auch immer sagen und das ist ganz
Stefan: wichtig, wenn du keine Lust hast in den Club zu gehen, geh in den Club und trainiere nur Arme.
Stefan: Bizeps, Trizeps, an einem Turm. Du hast ein Seil, du hast da einen Griff und
Stefan: dann machst du einfach nur die Arme, weil das sind Muskeln, die man immer ziemlich
Stefan: genau spürt und du gehst trotzdem mit dem guten Gewissen raus, ja, ich habe was getan.
Stefan: Es waren zwar nur die Arme, aber ich war im Club.
Denise: Genau, es ist diese Routine. Mittlerweile ist es für mich gar keine Frage mehr,
Denise: ob ich zum Sport gehe. Meine Tasche steht schon morgens gepackt im Flur und
Denise: ich habe meine feste Zeit und gehe zum Sport.
Denise: Ich finde aber auch wichtig, noch mal zu differenzieren, wenn der Körper wirklich
Denise: eine Pause braucht, weil das musste ich ja auch für mich lernen.
Denise: Viele fragen, wie oft trainierst du? In der Regel sechs Mal pro Woche,
Denise: aber es kann auch total individuell sein. Und ich habe gelernt,
Denise: auch zu differenzieren. Habe ich einfach nur keine Lust?
Denise: Oder ist es wirklich mein Körper, der heute die Pause braucht und sich da auch
Denise: die Pause zu gönnen? Das ist ganz wichtig.
Stefan: Richtig. Mit einer guten Wahrnehmung reingehen, mit einer Selbstwahrnehmung
Stefan: und ich glaube, der Körper meldet sich schon.
Stefan: Und du hast keine Erkältungskrankheiten mehr gehabt. Das heißt,
Stefan: dein Immunsystem ist stabil bei dir?
Denise: Ja, in letzter Zeit tatsächlich.
Stefan: Also von daher hast du noch gar keine...
Stefan: Gar keine Dämpfer bekommen.
Denise: Das stimmt. Ich bin aber auch relativ vorsichtig im Training.
Denise: Also ich gebe Vollgas, aber ich versuche schon das Verletzungsrisiko zu minimieren.
Stefan: Ich meine aber auch, dass du wieder in ein Übertraining kommst,
Stefan: dass du ins Burnout gehst, weil spätestens dann bist du offen für Infektionen.
Stefan: Das fliegt nur eine Mücke vorbei und du hast schon Nebenhöhnen Zündungen auf einmal.
Denise: Tatsächlich gibt es noch Tage, wo ich einfach mal durchpower,
Denise: aber das Gute ist, ich habe gelernt, meinen Körper besser kennenzulernen.
Denise: Du hast ja gerade von den Wassereinlagerungen gesprochen. Mittlerweile kenne
Denise: ich meinen Körper so gut, dass ich genau spüre, was ist gerade Sache.
Denise: Ich kann dir morgen schon sagen, heute werde ich ein Kilo mehr Wasser drin haben.
Denise: Ich weiß genau, was Sache ist. Und das finde ich auch so interessant,
Denise: dass man sich so kennenlernt, auch seinen Körper nochmal ganz anders zu spüren
Denise: lernt. Das ist ja auch so eine Sache.
Denise: Man baut eine immer bessere Mind-Muscle-Connection auf, heißt man kann bewusst
Denise: bestimmte Muskeln ansteuern und dieses eigene Körpergefühl, das macht ganz viel
Denise: mit dem Selbstbewusstsein, das denkt man erst gar nicht, was das eigentlich bewirkt.
Denise: Also man kennt seinen Körper irgendwann in- und auswendig und so kann man dann
Denise: auch besser auf seinen Körper hören und gucken, was möchte mein Körper eigentlich gerade von mir.
Denise: Und wenn ich mal Heißhunger habe, dann esse ich auch, weil ich weiß,
Denise: gut, mein Körper scheint gerade einen Bedarf zu haben.
Denise: Ich gehe dann im Kopf durch, wo könntest du vielleicht einen Mangel haben,
Denise: aber ich versuche mir das nicht mehr zu verkneifen, weil ich mittlerweile weiß,
Denise: ich kann mich auf meinen Körper verlassen und das ist ganz, ganz wichtig.
Denise: Und das versuche ich auch immer den Leuten zu vermitteln. Vertraue dir doch
Denise: selbst mal ein bisschen mehr.
Denise: Die Leute fragen mich so viele Sachen und ich denke, Mensch,
Denise: du bist doch der Experte für deinen Körper.
Denise: Jetzt gucken wir mal zusammen, was dein Körper dir eigentlich gerade sagen will.
Stefan: Ja, das sage ich auch immer, die Waage ist gar nicht mal unser Freund,
Stefan: die Waage ist eher unser Gegner, denn die Waage zeigt ein Gewicht,
Stefan: was du jetzt in diesem Moment da drauf stellst, aber wie setzt sich dieses Gewicht zusammen?
Stefan: Und ich habe dir immer das Wort Spielmasse gesagt, ich bin 1,85 Meter groß.
Stefan: Habe im Dezember noch 104 gewogen, jetzt wiege ich 84. Ich habe also 20 Kilo
Stefan: rausgezogen und das habe ich sehr schnell geschafft.
Stefan: Da war ich ja schon im März mit fertig, also da war ich dann bei 90 irgendwie.
Stefan: Und jetzt habe ich mir über die letzten Monate noch ganz langsam die letzten
Stefan: 6 Kilo, jetzt bin ich bei 84, bin zufrieden damit. Viele Leute sagen,
Stefan: Mensch, bist du dünn geworden? Da sage ich, ja, dünn, weiß ich nicht.
Denise: Da sind wir wieder beim Thema Selbstwarnier.
Stefan: Also ich finde mich halt relativ stabil, immer noch. Ich bin drahtig geworden.
Stefan: Ich habe ziemlich viele Konturen, die man sieht. Das ist in Ordnung.
Stefan: Mein sehr geschätzter Freund und Kenner der Anatomie des Körpers,
Stefan: Dr. Timo Bartels, die Körperarchitekten, so heißt sein Podcast.
Stefan: Dr. Timo Bartels sagt, Stefan, du bist sowieso eine etwas andere Ausnahme. Du hast kein Sixpack.
Stefan: Ich habe einen Achter und den auch noch verschieden treppenstufenartig angeordnet.
Stefan: Also gar nicht mal symmetrisch, bin ich natürlich stolz darauf,
Stefan: dass ich ein ganz Jahres-Sixpack habe. Und natürlich bin ich aber auch schwächer
Stefan: geworden. Ich kann nicht mehr die Gewichte bewegen, die ich vorher bewegen konnte.
Stefan: Allerdings hatte ich mir auch vorher ganz schön viele Abrisse geholt.
Stefan: Schwer und falsch. Und heute mache ich das klug oder klüger.
Stefan: Und deswegen bewahre ich ja auch viele meiner Coaches davor,
Stefan: zu hart, zu falsch reinzugehen. Aber die Waage, das Wasser. Und deswegen sage
Stefan: ich immer, wir haben eine Spielmasse.
Stefan: Für die Hörer da draußen, die es vielleicht nicht wissen, ein Gramm Kohlenhydrat,
Stefan: bindet drei Gramm Wasser.
Stefan: Und ein Gramm Salz kann 1,25 Kilo Wasser binden im Körper. Ein Gramm Salz.
Stefan: So, wir müssen aber salzen. Das ist ein Elektrolyt, das ist wichtig für uns.
Stefan: Und jetzt nehme ich die Dr. Oetker TK Pizza. Jetzt habe ich einen Markennamen
Stefan: genannt, aber eine Tiefkühlschrank, die esse ich halt immer.
Stefan: Flaches Essen für einen flachen Bauch.
Stefan: So, jetzt nehme ich diese Pizza, ich glaube, die wiegt 400 Gramm.
Stefan: Lass uns davon 200 Gramm Kohlenhydrate haben, ich weiß es nicht genau,
Stefan: dann hätte ich schon mal 600 Gramm Wasser an Spielmasse durch diese 200 Gramm
Stefan: Kohlenhydrate und dir 3,5 Gramm Salz auf einer Pizza.
Denise: Da geht die Waage am nächsten Tag hoch.
Stefan: Und dann weiß ich nämlich, dass ich bis zu drei Kilo oder sogar etwas über drei Kilo Spielmasse habe.
Stefan: Ich merke es auch, ich gehe weniger pullern.
Stefan: Aber ich trinke nach wie vor das Gleiche. Oder je nachdem, wie auch diese Pizza
Stefan: noch gewürzt ist oder was ich noch extra drauflege, habe ich natürlich dann
Stefan: nächsten Tag bis zu drei Kilo mehr.
Stefan: Und jeder würde sagen, um Gottes Willen, was war das für ein Abend?
Stefan: Ich bin wieder so fett geworden. Nein, es ist alles nur Wasser.
Stefan: Wir können nicht über Nacht und auch nicht über zwei oder drei Tage ad hoc fett
Stefan: werden. Das ist ganz, ganz wichtig zu verstehen, auch für unsere Hörer da draußen.
Stefan: Um wirklich ein Kilo Fett draufzulegen, brauchst du glaube ich 9000 Kalorien
Stefan: im Überschuss in einer Woche.
Stefan: Ja, also das muss man erstmal können. Gut, das kann man machen,
Stefan: wenn man wirklich sich gar nicht mehr bewegt und einfach reinstopft, dann geht das schon.
Stefan: Aber Sportler mit dem gestörten Selbstbild, und da waren wir ja vorhin auch.
Stefan: Du hast ja auch ein paar Mal gesagt, ich komme nicht weiter oder Plateau oder sonst was.
Stefan: Vielleicht warst du gar nicht auf dem Plateau, vielleicht hast du einfach gut Wasser gezogen.
Denise: Ja, und tatsächlich, wie gesagt, ich habe ja die Zahlen abgeglichen und gesehen,
Denise: dass ich tatsächlich schon ein paar Kilos abgenommen habe in der Zeit,
Denise: wo ich der Meinung war, ich hätte ein Plateau gehabt.
Denise: Also selbst die Erinnerungen sind dann ja manchmal verzerrt.
Denise: Da sieht man, wie die Wahrnehmung auch mal abdriften kann.
Denise: Und wo du eben noch Waage sagtest, das ist ja nicht nur mit der Zahl auf der
Denise: Waage so. Wir haben ja auch diese nette Körperfett-Waage, die auch andere Parameter misst.
Denise: Und auch da, also man kann die Waage auch nicht ernst nehmen.
Denise: Ich hatte letztens eine Kundin, die sagte, ich habe ja schon viel zu viel Muskelmasse,
Denise: weil die Waage ein rotes Ausrufezeichen hatte und sagte, gut, super, erhöht.
Stefan: Muskelmasse erhöht.
Denise: Genau.
Stefan: Das ist eigentlich ein Log, ja.
Denise: Oder wie bei mir 5,6 Prozent Körperfett. Also wir wissen alle,
Denise: dass das nicht realistisch ist und ich hier wahrscheinlich gar nicht mehr sitzen würde.
Denise: Aber viele wissen das nicht. Viele stellen sich auf die Waage unwissend,
Denise: ohne begleitet zu werden, orientieren sich dann an den Parametern und denken,
Denise: sie müssten jetzt kein Krafttraining machen, weil ihre Muskelmasse erhöht ist.
Denise: Also es ist immer eine Tendenz und es ist auch hilfreich zu sehen,
Denise: geht es eher hoch oder runter.
Denise: Aber 100 Prozent verlassen sollte man sich nicht auf die Waage.
Denise: Ich bin immer ein ganz großer Fan davon, Fotos zu machen.
Stefan: Oder Umfänge zu messen mit Maßband.
Denise: Umfänge. Ich habe eine Hose vor Beginn der Diät, die ich bis heute alle paar
Denise: Wochen mal anziehe, mit der ich ein Foto mache.
Denise: Und das ist viel aussagekräftiger als irgendwelche Parameter auf der Waage oder eine Zahl, die da steht.
Stefan: Im Dezember war meine Jeansweite noch eine 34er. Ich wurde immer ausgestattet von Alex.
Stefan: Wenn man in der Textilwirtschaft ist, dann kann man auch mal eine Jeans bei
Stefan: sich finden und ich hatte immer eine 34er Weite und dann im Februar,
Stefan: als ich schon die ersten Kilos wirklich raus hatte,
Stefan: dachte ich, nehme ich mal eine 33er, hast du mitgebracht, dann war es eine 32er,
Stefan: und dann habe ich die 32er schon mit viel Luft im Bund gehabt.
Stefan: Ich sage, bring mal eine 31, das war falsch. Ich bin jetzt auf einer 30er Jeansweite.
Stefan: Das hatte ich mit 19 zuletzt.
Alex: Ich habe dreimal umgetauscht, das wäre die richtige Größe für dich.
Denise: Da habe ich auch eben mit Alex drüber geredet. Also ich glaube,
Denise: es gibt nur einen negativen Effekt, den das Abnehmen hat, dass man einfach ständig
Denise: neue Kleidung kaufen muss. Ich habe heute ein Kleid an und habe zu Alex gesagt,
Denise: mein Gott, mir rutscht da alles runter, weil ich einfach nichts mehr habe, was mir passt.
Stefan: Ja, ich kaufe alles bei Amazon, immer günstig, No Name. Ich kenne keine Brands
Stefan: irgendwie oder bin kein Markenbotschafter, aber die Jeans, die sind halt eben alle von Alex.
Stefan: Ja, genau. Und jetzt habe ich dann gesagt, bring die gleich dreimal mit.
Alex: Genau.
Denise: Bis du wieder abgenommen hast.
Stefan: Nee, aber dann habe ich halt eben diese 30er-Weite und das ist halt gut.
Stefan: Gut in so einer Jeans ist auch minimal ein Stretch-Anteil. Selbst da kriege
Stefan: ich noch eine Faust wieder ins Bündchen rein.
Stefan: Aber ich traue mich noch nicht auf eine 29er-Hose, weil das für einen Kerl ist
Stefan: eine 30er-Jeans-Weite schon, glaube ich, ganz okay. Ja, absolut.
Stefan: Wenn man 1,85 groß ist oder so.
Stefan: Ja, das ist schön. Das war jetzt eben positiv, dass man eben auch die Kleider
Stefan: einmal durchtauschen kann, aber ansonsten trage ich ja nur T-Shirts oder Polo-Hemden.
Stefan: Ja, das geil.
Alex: Okay, also Denise, es war super toll, dass du da warst. Vielen, vielen Dank.
Denise: Vielen Dank, ich bedanke mich auch ganz doll bei euch. Ich freue mich,
Denise: dass ich heute hier sein durfte.
Stefan: Ja, und ich denke mal, dass ihr beiden vielleicht noch ein paar Folgen zusammen
Stefan: auch macht, ihr beiden als Double Trouble, weil ihr die gleiche Berufung habt,
Stefan: weil ihr die gleichen Menschen ansprecht, die gleichen oder ähnliche Erfahrungen gemacht habt.
Stefan: Kann ich mir eben auch mal vorstellen, dass ich nicht am Mikro sitze,
Stefan: sondern ihr beiden was habt, wenn ihr bestimmte Themen habt.
Stefan: Du weißt, wo das Gerät steht, was hier gerade alles aufnimmt.
Alex: Ja, okaychen. Also, ihr Lieben, wir hoffen, dass wir euch ein bisschen was mitgeben
Alex: konnten und ich hoffe, wir hoffen, dass ihr viel Spaß habt.
Stefan: Danke, dass du da warst.
Denise: Denise. Danke euch.
Stefan: Bis zum nächsten Mal. Tschüss, ihr Lieben da draußen.
Denise: It's time for you to look within yourself and decide that I'm in charge of my destiny.
Denise: I'm in charge here.
Neuer Kommentar